Grafikkarten
Auf das Leistungsniveau einer 6800-Ultra-Karte hieven Sie die LE- und die normale 6800er-Version allerdings nicht. Dazu müssten Sie nämlich noch den Chip- und den Speichertakt Ihrer Karte auf die Werte des Ultra-Modells hochschrauben. Doch das dürfte weder der LE-Chip noch der normale 6800er mitmachen – die Hitzeentwicklung wäre zu groß. Außerdem erreicht der Speicher der günstigen Karten wegen seiner höheren Zugriffszeiten nicht die Taktraten des Ultra-Modells.
Und so gehen Sie vor: Installieren Sie den aktuellen Nvidia-Referenztreiber und anschließend Riva Tuner. Starten Sie das Tool, und klicken Sie im “Main”-Menü im oberen Abschnitt “Target adapter” auf den Schalter “Customize...”. Daraufhin öffnet sich ein Fenster mit sechs Symbolen. Klicken Sie auf das Grafikkartensymbol ganz links, und Sie landen im Menü “Low-level system tweaks”. Wechseln Sie auf die Registerkarte “NVStrap driver”, und klicken Sie ganz unten auf “Install”. Wählen Sie im Abschnitt “Graphics processor configuration” im Pull-down-Menü die Option “custom”. Klicken Sie auf “Customize”, und setzen Sie bei allen Einträgen, die als “disabled” gekennzeichnet sind, in der jeweiligen Zeile ganz links ein Häkchen. Bestätigen Sie mit “OK”. Aktivieren Sie abschließend “Allow enabling hardware masked units”, bestätigen Sie die Warnung mit “Yes”, und klicken Sie auf “Übernehmen” und “OK”. Führen Sie den geforderten PC-Neustart mit “Yes” aus. Nun sollten alle Pipelines aktiviert sein. Treten Bildfehler auf, müssen Sie die zuvor aktivierten Pipelines der Reihe nach wieder abschalten. In diesen Fällen handelt es sich um defekte Pipelines.
Inoffizielle Grafiktreiber: Tempo und Bildqualität erhöhen
Schritt 1: Treiber beschaffen. Die besten Chancen, an inoffizielle oder Betatreiber zu kommen, haben Sie auf spezialisierten Websites wie 3DCenter, The guru of 3D oder Rage 3D. Modifizierte Treiber stehen meist kurz nach einer offiziellen Treiberversion von ATI oder Nvidia im Internet.
Schritt 2: System sichern. Da die inoffiziellen Treiber nicht so umfassend getestet werden wie offizielle Versionen, besteht immer das Risiko, dass sie Ihr System instabil machen. Deshalb sollten Sie vor dem Experimentieren mit diesen Treibern Ihre Konfiguration sichern – entweder per Image-Software oder durch das Anlegen eines Wiederherstellungspunktes bei Windows XP.
Schritt 3: Treiber installieren. Vor dem Einrichten des neuen Treibers sollten Sie den alten komplett de-installieren. Das gilt auch für Zusatz-Software wie das ATI Control Panel. Entpacken Sie die Treiberdatei in ein Verzeichnis. Ein Doppelklick auf die Setup- Datei startet den Installationsvorgang. Nur die Forsage-Treiber müssen Sie manuell per Geräte-Manager installieren. Windows-Warnungen, dass Sie einen nicht zertifizierten Treiber installieren wollen, können Sie wegklicken.
Schritt 4: Optionen nutzen.
Schon bei der Installation bieten die Treiber Extras an: Alle Treiber für ATI-Karten lassen auch Soft-Mods zu, also das Verändern des Grafikchips per Software. Andere Änderungen sind für den Anwender unsichtbar: Die internen Verbesserungen der Treiber äußern sich nur in der Praxis – durch höhere Leistung und bessere Bildqualität. Sie können offizielle Treiber aber auch selbst manipulieren. Das beliebteste Tool dafür ist Riva Tuner für die Detonator/ Forceware-Treiber von Nvidia-Karten. Im Menü „Power user“ lassen sich meist die vom Treiber erstellten Registry-Einträge verändern. Zum Beispiel können Sie ein verborgenes Menü zum Übertakten frei schalten. Gehen Sie dazu im „Power user“- Menü auf den Registry-Eintrag, der die Bezeichnung „Control panel global“ enthält. Mit einem Klick auf das Pluszeichen klappt das Menü aus. Beim zweiten Eintrag „Cool- Bits“ setzen Sie den Wert. Schließen Sie Riva Tuner, und gehen Sie zu den „Eigenschaften“ Ihrer Grafikkarte. Meist Rechtsklick auf den Desktop und „Eigenschaften, Einstellungen, Erweitert, Grafikkarte“. Hier sollten Sie den neuen Eintrag „Taktfrequenzen“ finden, in dem Sie Chip- und Speichertakt verändern können.
So geht’s: Legen Sie im Hauptmenü von Atuner die gewünschten 3D-Effekte und -Einstellungen fest. Dann klicken Sie links unten auf „Open Profile-Manager“ und anschließend auf „Add“, um das „Add profile“-Menü zu öffnen. Tragen Sie unter „Enter profile name“ den Namen des Spiels ein. Klicken Sie auf das Ordner-Icon rechts, wechseln Sie in das Spielverzeichnis, und doppelklicken Sie auf die EXE-Datei, die das Spiel startet – in der Regel trägt sie den Namen des Spiels.
Als letzten Schritt speichern Sie das 3D-Profil für Ihr Spiel. Je nachdem, ob es sich um ein Direct-X-, ein Open-GL-Spiel oder einen Titel handelt, der beide Programmierschnittstellen unterstützt, verwenden Sie dazu die Option „Save D3D profile“, „Save OGL profile“ oder „Save both profiles“. Falls Sie die Programmierschnittstelle(n) des Spiels nicht kennen, nehmen Sie einfach die letzte Speicheroption. Im Hauptmenü von Atuner finden Sie jetzt im „Profile-Manager“ Ihren Spieleintrag, ein Linksklick darauf startet das Spiel automatisch mit Ihren individuell definierten 3D-Einstellungen.
Hinweis: Um Atuner nutzen zu können, müssen Sie eine Grafikkarte mit Nvidias Geforce- oder Quadro- respektive ATIs Radeon-Chipfamilie besitzen und unter Umständen eine bestimmte Treiberversion installiert haben. Details finden Sie auf der Atuner-Site.
Treiber-Erweiterung für ATI-Karten
Zudem können Sie die Darstellung für den 2-Monitor-Betrieb nun auch horizontal strecken. Indem der Treiber die horizontale Auflösung verdoppelt, verteilt er das Gesamtbild gleichmäßig auf beide Monitore – ein Modus, den viele Spiele anbieten. Wer nicht jede Woche nach einer neuen Treiberversion Ausschau halten will, kann die automatische Update-Funktion aktivieren. Auf Wunsch arbeitet sie im Hintergrund oder benachrichtigt Sie, wenn es neue Dateien zum Herunterladen gibt.
Hinweise: Nur Karten mit den ATI-Chipfamilien Radeon 9500, 9600, 9700, 9800, X300, X600, X700 oder X800 unterstützen das Control Center. Außerdem müssen der Referenztreiber des Treiberpakets Catalyst und die mehrsprachige Freeware Microsoft .NET-Framework mit deutscher Sprachdatei installiert sein.
Warum diese Aktion nötig ist? Aktuelle Grafikchips sind extrem leistungshungrig – sie verbraten rund 100 Watt. Der Grafiksteckplatz allein kann sie daher nicht mehr ausreichend mit Strom versorgen. Wenn sie nicht zusätzlich Saft vom Netzteil bekommen, verringern die Karten automatisch ihre Leistung, um keinen Schaden zu nehmen. Sie drosseln also die Geschwindigkeit und/oder bieten nicht mehr alle für Spiele relevanten Funktionen.
Zu den Stromfressern gehören etwa Grafikkarten mit dem ATI-Chip Radeon X800 Pro, Radeon 9800 Pro und XT sowie Modelle mit einem der Nvidia-Chips Geforce FX 5900 XT, Geforce FX 5950 Ultra oder Geforce 6800 Ultra.





