164234

Hungriges Vista

27.08.2008 | 10:16 Uhr |

Microsofts aktuelles Betriebssystem Vista hat den Ruf, ein enormer Ressourcenfresser zu sein. Hier zeigen wir Ihnen, wie Ihr System für einen flüssigen Betrieb unter Ausnutzung aller Vista-Funktionen beschaffen sein sollte und welche Features Sie bedenkenlos deaktivieren können.

Moderne Prozessoren bieten fast durch die Bank genug Power für Vista.
Vergrößern Moderne Prozessoren bieten fast durch die Bank genug Power für Vista.
© 2014

Die gestiegenen Hardware-Anforderungen von Windows Vista machen vor keinem wichtigen Bereich des Rechners halt. Namentlich Prozessor, Arbeitsspeicher, Grafikkarte und Festplatte müssen den gehobenen Ansprüchen genügen, damit das Arbeiten mit Vista nicht zur Geduldsprobe wird. Mittlerweile bringen aber praktisch alle Notebooks über und viele Notebooks unter 1.000 Euro genügend Leistung für einen einen problemlosen Betrieb mit. Dennoch sollten Sie die nachfolgend gelisteten Komponenten Ihres Wunschgeräts sicherheitshalber auf ihre Eignung prüfen.

Arbeitsspeicher: Je größer desto besser
Unabhängig davon, welche der sechs Vista-Versionen - Home Basic, Home Premium, Ultimate, Business, Enterprise oder 64 Bit - Sie einsetzen wollen, sollten vor allem der Arbeitsspeicher und der Prozessor Ihres künftigen Systems großzügig dimensioniert sein.

512 MByte Arbeitsspeicher sind das absolute Minimum, damit Vista mit der von Windows XP bekannten Basis-Oberfläche überhaupt - wenn auch zäh - läuft. Sollten Sie die 3D-Oberfläche Aero einsetzen wollen, muss es minimal 1 GByte sein. Wenn Sie das neue Notebook beispielsweise beruflich und mit mehreren Anwendungen gleichzeitig nutzen wollen, sollten es schon 2 GByte RAM sein. Generell gestaltet sich das Arbeiten mit 1 GByte passabel, flüssig wird es dann ab 2 GByte Arbeitsspeicher.

Idealerweise setzt sich der Arbeitsspeicher aus schnellen DDR-RAM-Modulen (DDR = Double Data Rate) zusammen und ist in möglichst geringer Modul-Anzahl mit frei bleibenden Anschlüssen für zusätzliche Module verbaut. So können Sie den RAM bei Bedarf problemlos aufrüsten, ohne die alten Module entfernen zu müssen. DDR-RAM ist heutzutage Standard, vermeiden Sie eventuelle "Preisbrecher" mit SDR-Bausteinen (Single Data Rate).

Prozessor: Auch beim Subnotebook wenigstens 1 GHz
Der Systemprozessor muss minimal 800 MHz Taktfrequenz vorweisen, Hersteller und Typ der CPU sind dabei egal. Besser sind allerdings 1000 MHz. Beachten Sie aber, dass hier nur echte Taktfrequenz zählt. Wird die Leistung einer CPU in Kennziffern oder Performance-Ratings angegeben, sollten Sie sich bis zur Angabe der Taktfrequenz durcharbeiten.

Prinzipiell verbauen heute alle besseren Notebook-Hersteller Prozessoren, die deutlich über 1 GHz Taktfrequenz vorweisen können und in den meisten Fällen auch schon Mehrkern-Prozessoren sind. Mehrkern-Prozessoren vereinen mehrere CPU-Kerne auf einem Baustein und können besonders in auf Mehrkern-Betrieb spezialisierten Anwendungen, aber auch beim parallelen Einsatz von normaler Software für einen deutlichen Performance-Schub gegenüber Einzelkern-Prozessoren sorgen.

Der Arbeitsspeicher ist unter Vista die wichtigste Systemkomponente.
Vergrößern Der Arbeitsspeicher ist unter Vista die wichtigste Systemkomponente.
© 2014

Einzelkern-Prozessoren oder CPUs mit Taktfrequenzen um oder unter 1000 MHz findet man mittlerweile nur noch bei ganz billigen Geräten, die oft veraltete Technologie nutzen, oder aber bei ultraportablen Notebooks, bei denen die Energieeffizienz durch modernste, aber leistungsschwache Prozessoren im Fokus des Designs stand.

0 Kommentare zu diesem Artikel
164234