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Googles Google-Mail in der Kritik von Datenschützern

13.04.2004 | 16:05 Uhr |

Die kalifornische Senatorin Liz Figueroa hat dem neuen Mail-Service "Google-Mail" von Google den Kampf angesagt. Sie will, dass per Gesetz verboten werden soll, dass Werbung in persönlichen Mails nach entsprechender Suche nach Schlüsselwörtern platziert wird. Google-Mail ist vor dem offiziellen Launch auch in Europa von Datenschützern kritisiert worden.

Die kalifornische Senatorin Liz Figueroa hat dem neuen Mail-Service "Google-Mail" von Google den Kampf angesagt. Sie will, dass per Gesetz verboten werden soll, dass Werbung in persönlichen Mails nach entsprechender Suche nach Schlüsselwörtern platziert wird.

"Wir glauben, es ist ein absoluter Eingriff in die Privatsphäre. Es ist, als hätte man eine riesige Reklamewand mitten im Wohnzimmer. Wir werden Google bitten, das gesamte Produkt zu überdenken", so die Senatorin.

Google-Mail ist vor dem offiziellen Launch auch in Europa von Datenschützern kritisiert worden. Das Scannen der Mails für die Platzierung von Werbung stelle ein nicht notwendiges Risiko des Missbrauchs dar. Das System könne potentiell gefährliche Präzedenzfälle schaffen und die Privatsphäre verletzen.

Europäische Zivilrechts-Gruppen reichten bereits Beschwerden gegen Google-Mail ein, in denen sie dem Dienst die Verletzung europäischer Datenschutz-Gesetze vorwerfen. Google gab in einem Statement an, in Europa mit Datenschutz-Behörden zusammenarbeiten zu wollen.

Google hatte Ende März Google-Mail angekündigt. Den Anwendern soll der kostenlose Mail-Service mit einem Gigabyte Speicherkapazität schmackhaft gemacht werden, einem Vielfachen von dem, was anderen Gratis-Mail-Dienste zur Verfügung stellen. Allerdings müssen die Anwender auch zustimmen, dass Google alle eingehenden Mails scannt und in diesen kontextbezogene Werbung platziert.

Google steigt ins Mail-Geschäft ein (PC-WELT Online, 02.04.2004)

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