Avi Greengart, Analyst bei Current Analysis, sieht vor allem die Chance, die dem Android-Konzept innewohne: „Wir haben von IT-Managern viel gehört über Enterprise-Class-Lösungen in Bereichen wie E-Mail, die aber nie das Licht der Welt gesehen haben, weil es keine vernünftige einheitliche Plattform gab.“ Dass Google hinter der Initiative stecke, erhöhe die Chance auf einen Erfolg gegenüber allen früheren Initiativen. Ein robustes Linux-System in der Hand von Google und seinen Partnern könne die bisherigen Bemühungen, mehr Plattformen mit Open-Source-Software auszustatten, in den Schatten stellen. Entwickler, die sich mit dem Linux-Kernel beschäftigt haben, sollten sich klarmachen, dass dies eine interessante Option sei.
Die Ankündigung könne dafür sorgen, dass Unternehmen die Chance bekämen, mobile Geräte viel mehr als bisher zu individualisieren und an den eigenen Bedarf anzupassen. Die Folge sei, dass Applikationen und Tools in die Unternehmen gelangen könnten, an die bislang nicht zu denken gewesen sei. Außerdem, so Greengart, bekommen Firmen unter Umständen die Chance, Geräte komplett zu verändern, ehe sie an die Mitarbeiter ausgegeben werden. Das, was heute als Default-Einstellungen vorgegeben ist, spiele dann möglicherweise keine Rolle mehr.
Damit sich genügend Softwareentwickler mit der neuen Mobilfunkplattform Android beschäftigen, hat Google einen Wettbewerb veranstaltet. Eine Jury aus OHA-Mitgliedern beurteilt die Arbeiten von Programmierern und verteilt Preisgelder zwischen 25.000 und 275.000 Dollar. Die Anwendungen konnten bis zum 3. März 2008 eingereicht werden. Programmierern stand dazu das Android Software Developer Kit (SDK) einschließlich Dokumentation, Entwicklungs-Tools, Beispielprojekten, Emulator und Softwarebibliotheken zur Verfügung.
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