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Google-Suche: Für Web und Desktop

04.08.2006 | 07:09 Uhr |

Der Suchmaschinen-Spezialist Google hat seine Suchtechnologie vor einiger Zeit auch auf den Desktop ausgeweitet. Ob Sie nun nach Infos im Internet oder auf Ihrer Festplatte fahnden – mit dem kostenlosen Google-Tool merken Sie den Unterschied kaum noch.

Übergreifende Suche: Wenn Sie :Google Desktop Search installiert haben, rufen Sie das zugehörige Eingabefeld von überall her durch zweimaliges Drücken der <Strg>-Taste auf. Auf der Festplatte gefundene Dokumente und Wörter zeigt die Suchmaske dabei dynamisch an – das heißt: bereits, während Sie den Suchbegriff eintippen. Dabei ermittelte Dateinamen bleiben auch eingeblendet, wenn eine unvollständige Übereinstimmung vorliegt. Wörter in Dokumenten zeigt die Suche dagegen nur bei vollständiger Übereinstimmung an. Dabei sehen Sie für jedes Suchwort stets zwei Zeilen Kontext. Mit der Maus können Sie aus den Ergebnissen ein Dokument auswählen – mit einem Klick öffnen Sie es direkt mit der zugehörigen Anwendung.

Außerdem bietet Ihnen der letzte Punkt der Liste an, alle gefundenen Dokumente in einem Browser-Fenster darzustellen. Das ist besonders dann praktisch, wenn nicht alle in die Liste passen. Wenn Sie dagegen nach dem Ende der Suche einfach die Eingabetaste drücken, öffnet sich der Standard-Browser mit einer Google-Suche für den eingegebenen Begriff. Auch hier enthält die Google-Seite einen Hinweis auf eventuell lokal gefundene Dokumente. Mit einem Klick auf den Link „Desktop“ erhalten Sie ausschließlich lokale Ergebnisse. So können Sie auch dann die Ergebnisse einer Desktop-Suche abrufen, wenn Sie die Eingabetaste versehentlich betätigt haben. Mit <Esc> löschen Sie alle Eingaben im Suchfeld, nochmaliges <Esc> in einem leeren Suchfeld blendet die Suchmaske aus. Wollen Sie das Suchfeld ausblenden, bereits eingegebene Begriffe aber behalten, dann verwenden Sie wie beim Einblenden Doppel-<Strg>.

Einrichten : Sie können die Desktop-Suche konfigurieren, wenn Sie rechts auf das Symbol im Infobereich der Taskleiste klicken. Mit dem Kontextmenüpunkt „Einstellungen“ öffnen Sie eine Seite in Ihrem Browser, auf der Sie alle benötigten Optionen leicht finden, sei es zur Installation zusätzlicher Plug-ins, etwa für Open Office, oder zum Einbinden weiterer Laufwerke, etwa im lokalen Netzwerk.

Standardmäßig indiziert Google nur lokale Festplatten. Hier können Sie auch dafür sorgen, dass in der Taskleiste oder in der Google-Seitenleiste ständig Suchfelder eingeblendet werden.

Schneller indizieren: Google indiziert standardmäßig nur während ungenutzter Rechenzeit. So werden Sie nicht beim Arbeiten behindert. Allerdings ist das Tool dabei allzu rücksichtsvoll. Deshalb kann sich der Vorgang sehr in die Länge ziehen. Das lässt sich beschleunigen: Klicken Sie das Symbol im Infobereich der Taskleiste rechts an, wählen Sie im Kontextmenü den Punkt „Indizierung, Indexstatus“ und auf der daraufhin erscheinenden Web-Seite „Jetzt indizieren“. Wenn Sie nicht gerade ein 3D-Spiel anwerfen wollen, ist auf modernen PCs die Leistungseinbuße problemlos vertretbar – und der Index ist sehr viel schneller fertig.

Dieser Artikel ist nur ein kurzer Ausschnitt auf dem Top-Thema der PC-WELT 9/2006 "Alles finden". Das Heft liegt ab sofort am Kiosk.

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