23.09.2010, 13:12

Daniel Behrens

Google-Hacks

Tipps & Tricks zur Google Suche

Unbekannte Tricks, mit denen Sie wirklich alles per Google Suche finden. Es genügt, die richtigen Suchbegriffe und Befehle zu verwenden. Wir zeigen, wie es funktioniert.

Viele Milliarden Web-Adressen befinden sich laut Google in der Index-Datenbank. Darunter sind allerdings auch einige, die dort eigentlich nicht hingehören. Die Adressen führen zu vertraulichen Dokumenten, Seriennummern, Sitzungsprotokollen, Konfigurationsseiten von Netzwerkgeräten, Excel-Tabellen mit Passwörtern, Gehaltsaufstellungen oder ausführlichen Adresslisten, Backups, Besucherstatistiken, illegalen MP3s, Büchern im PDF-Format und und und. Es bedarf keinerlei krimineller Energie, um darauf zu stoßen. Dies kann entweder durch Zufall passieren oder durch gezielte Auswahl von Suchbegriffen und -kommandos.
Ungeschützte Webcams & Netzwerkgeräte im Internet
Es sind übrigens nicht nur Dateien, die unbeabsichtigt im Google-Index landen. Immer mehr Geräte hängen am Netz und lassen sich über eine Web-Oberfläche konfigurieren. Zum Teil indiziert Google auch diese Konfigurationsseiten, wenn sie offen im Web zugänglich und nicht durch eine Firewall geschützt sind. Da sie alle einen ähnlichen Aufbau haben, zum Beispiel immer den gleichen Seitentitel tragen, lassen sie sich gezielt auffinden. Betroffen sind einfache Webcams genauso wie professionelle fernsteuerbare Internet-Kameras, Festplatten-Recorder, Drucker ... Besonders heikel wird es, wenn der Besitzer die ursprünglichen Standardpasswörter des Auslieferungszustands nicht geändert hat. Diese sind nämlich im Web leicht zu recherchieren, zum Beispiel über www.pcwelt.de/ef4.
Gezielte Suche mit den richtigen Befehlen
In diesem Beitrag stellen wir Google-Parameter für eine gezielte Suche im Web vor. In erster Linie dienen sie dazu, Suchergebnisse von vornherein so genau einzuschränken, dass Sie nicht in Tausenden von Treffern ersticken, sondern genau das finden, was Sie suchen. Die Parameter lassen sich aber natürlich auch verwenden, um sich selbst ein Bild von den ungebetenen Gästen im Google-Index zu machen. Bei der Eingabe der Suchparameter, die wir im Beitrag nennen (etwa "inurl" und "intitle") ist es wichtig, dass Sie diese in Kleinschreibung eingeben. Wenn wir Beispiele für Suchabfragen nennen, stellen wir diese zur besseren Lesbarkeit in typografischen Anführungszeichen ("). Diese dürfen Sie nicht mit eintippen. Es gibt jedoch auch Situationen, in denen Anführungszeichen für die Suche notwendig sind und eingegeben werden müssen. In solchen Fällen verwenden wir gerade Anführungszeichen (").
Google-Hacks

Google Hacks Nr. 1. Der Trick mit den Anführungszeichen
Immer wenn es darum geht, einen Ausdruck in einer ganz spezifischen Schreibweise zu finden, helfen Anführungszeichen. Wenn Sie bei Google also "Die besten Bücher" eingeben, tauchen in den Ergebnissen nur Seiten auf, die genau diesen Text enthalten. Nur die Groß- und Kleinschreibung spielt keine Rolle. Wenn Sie die Anführungszeichen weglassen, würden Sie zwar wesentlich mehr Treffer erzielen. Darunter wären aber Seiten, auf denen die Wörter "Die", "besten" und "Bücher" bunt verstreut und in völlig anderer Reihenfolge und anderen Zusammenhängen stehen. Sinnvoll ist die Suchweise mit Anführungszeichen auch bei Namen. Denn wenn man Vor- und Nachname ohne Anführungszeichen eintippt, findet man viele Seiten, auf denen zwar beide Namensbestandteile auftauchen, aber in Zusammenhang mit einem jeweils anderen Vor- oder Nachnamen.

Platzhalter: Eine Besonderheit bei der Suche mit Anführungszeichen ist, dass Sie den Stern als Platzhalter verwenden können. So würde "Digitalkamera*" sowohl den Singular als auch den Plural, "Digitalkameras", finden. Oder, um beim ersten Beispiel zu bleiben: "Die * Bücher" würde nicht nur den Ausdruck "Die besten Bücher" finden, sondern auch "Die neuesten Bücher" und "Die lustigsten Bücher". Mehrere Platzhalter sind möglich. Bei einer Suche nach "Die * * Bücher" erhalten Sie Treffer, bei denen zwei beliebige Wörter zwischen "Die" und "Bücher" stehen. Durch ein vorangestelltes Minus-Zeichen können Sie übrigens festlegen, dass der darauf folgende Ausdruck nicht auftauchen darf. So schließen Sie etwa mit ""Die * * Bücher" -koch" Kochbücher aus.
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