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Gnutella: Napster ohne Zensur

Die Idee von Gnutella geht einen Schritt über das hinaus, was im Zusammenhang mit Napster populär wurde. Ähnlich wie im Fall von Napster sollen Dateien zwischen Teilnehmern des Dienstes im Netz getauscht werden können, aber ohne zentrale Steuerung (Napster-Server).

Technisch geht Gnutella daher einen anderen Weg: Es ist kein auf einem Computer ausführbares Programm, sondern ein Protokoll (also eine Kommunikationsvorschrift), das ein Netzwerk definiert.

Im Gegensatz zu Napster können über das Gnutella-Netzwerk auch nicht nur Musikdateien, sondern beliebige Dateien getauscht werden. Gnutella versteht sich nicht als Tool zur Musikpiraterie, sondern als Technologie. Wie bei vielen anderen Technologien hängt es von den Nutzern ab, zu welchem Zweck sie benutzt wird.

Das Gnutella-Netzwerk ist dezentral aufgebaut, das heißt, es funktioniert ohne zentrale Server. Damit bietet es kaum Angriffspunkte für kontrollierende, überwachende Eingriffe von außen. Sollten einzelne Teile eines Netzwerkes ausfallen, wird das Gnutella-Netzwerk um diesen Teil Nutzer schrumpfen. Seine Funktionsfähigkeit wird aber in keiner Weise beeinträchtigt.

"Gnutella ist zuverlässig und lässt sich nicht stoppen" ist auf der Gnutella-Website zu lesen. Es soll sogar einen Atomschlag überstehen - eine Idee, die schon bei der Erfindung des Internet Pate stand.

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