Ghostsurf ist ein recht solides Tool. Es hat jedoch Schwächen in der Bedienung.
Bedienung: Ein Assistent führt den Anwender durch die Browser-Konfiguration. Nur beim Internet Explorer nimmt das Tool die Einstellungen automatisch vor. Der Assistent bietet danach die Option, die Konfiguration zu prüfen. Dazu muss der Anwender eine beliebige Web-Seite aufrufen. Bei Problemen soll die Schaltfläche „Fehlersuche“ helfen – sie funktionierte jedoch nicht. Im Folgenden wählen Sie eine „Datenschutz-Einstellung“. Sie legen dabei fest, ob Ghostsurf „persönliche Informationen“ beim Surfen ausfiltern soll. Was damit gemeint ist, wird nicht erklärt.
Der Effekt, den wir bemerkt haben: Bei einigen Web- Diensten, die Benutzername und Passwort verlangen, konnten wir uns bei aktiviertem Datenschutz nicht mehr einloggen. Ghostsurf erstellt für jede Website, die Sie aufrufen, ein Profil. Hier legen Sie etwa fest, ob diese Adresse in Zukunft anonym, also über Proxy-Server aufgerufen werden soll. Welches Profil für neue Einträge gelten soll, lässt sich separat einstellen. Anonymes Surfen ist standardmäßig deaktiviert – unverständlich. Wer will, dass alle Sites über Proxy-Server geleitet werden, sollte das nach der Installation im „Datenschutz- Center“ einstellen. Sonst muss er das automatisch angelegte Profil jeder URL manuell ändern oder alle Profile löschen.
Zusatzfunktionen: Je nach Konfiguration im „Datenschutz-Center“ blockt Ghostsurf Cookies ab. Ausnahmen lassen sich über das Profil einer Web-Adresse festlegen. Gleiches gilt für den Pop-up-Blocker, der nicht alle Werbefenster fern halten konnte. Über die Funktion „GhostWipe“ löschen Sie Surfspuren von der Festplatte.
Sicherheit: Ghostsurf lädt täglich eine Liste mit anonymen Proxy-Servern aus dem Web und prüft, ob diese aktiv sind. Manchmal kam es dabei vor, dass funktionierende Server als defekt markiert und gelöscht wurden. Mit drei bis vier Einträgen ist die Liste ziemlich kurz.
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