Das Adress Resolution Protocol ARP übernimmt die Umsetzung der Mac-Adresse zu einer IP-Adresse. Im so genannten ARP-Cache werden IP-Adressen gespeichert, die bereits in Mac-Adressen aufgelöst wurden. Wird ARP hier nicht fündig, wird eine Rundsendung (Broadcast) an alle im Netzwerk erreichbaren Rechner verschickt, um die Mac-Adresse zur angefragten IP-Adresse zu ermitteln. Das Gerät, zu dem die gesuchte IP-Adresse gehört, antwortet und schickt seine Mac-Adresse. Darauf trägt ARP im anfragenden Rechner die IP-Adresse in den ARP-Cache ein, alle Anfragen an diesen Rechner werden nun direkt zugestellt. Nach einem Neustart werden alle ARP-Einträge gelöscht – das erreichen Sie auch mit arp -d.
Arp -a zeigt den Inhalt des ARP-Caches an. Arp -s IP-Adresse „Mac-Adresse“ erzeugt einen statischen Eintrag. Arp /? zeigt alle Optionen ein. Mit arp -s IP-ADRESSE MAC-ADRESSE verbindet man die IP-Adresse mit der MAC-Adresse. Nach einem PC-Neustart ist dieser Eintrag allerdings verloren.
Die Verwendung des ARP-Protokolls zieht ein spezifisches Sicherheitsproblem namens ARP-Poisoning bzw. ARP-Spoofing nach sich. Hierbei weist ein Angreifer einer IP-Adresse eine falsche Mac-Adresse zu und leitet somit Anfragen um.
Jeder Netzwerkcontroller hat eine einmalige unverwechselbare und nicht veränderbare Mac-Adresse (Media Access Control), die für die Adressierung der Datenpakete im Internet unverzichtbar ist – die Mac-Adresse ist somit die physische Adresse Ihrer Netzwerkkarte, die sich in der Regel in einem festen EEPROM-Speicher auf der Netzwerkkarte beziehungsweise beim Onboard-LAN-Adapter im Bios-Chip befindet. Die Mac-Adressen werden zentral verwaltet, jede Adresse besteht aus zwölf hexadezimalen Ziffern.
Die hinlänglich bekannten IP-Adressen, die zunächst einmal für die Adressierung der Datenpakete verantwortlich sind, werden auf die Mac-Adressen abgebildet. Bei jeder Internetkommunikation muss also die zu einer IP-Adresse gehörige Mac-Adresse gesucht werden. Dafür ist das Adress Resolution Procotol ARP zuständig.
Wenn Sie Ihr Netzwerk oder Ihren Router konfigurieren, benötigen Sie oft die MAC-Adressen Ihrer Netzwerkadapter. Sie ermitteln seit Windows XP die Mac-Adressen ruckzuck mit dem Tool Getmac.exe. Geben Sie also in der Eingabeaufforderung getmac ein und drücken Sie Enter. Unter Windows gab es früher das Tool winipcfg. Es gehört mittlerweile nicht mehr zum Funktionsumfang von Windows, weil dessen Funktionalität durch den weiter unten vorgestellten Befehl ipconfig /all zur Verfügung gestellt wird. Sie können winipcfg aber nach wie vor installieren.
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24.12.11
Es gab einmal ein Betriebssystem, das hieß DOS (oder genauer MS-DOS). Das steht bekanntlich für Disk Operating System. Für viele Leute ist DOS ein schwarzer Bildschirm (oder ein schwarzes Fenster) wo man dann Befehle eintippen kann. Möglicherweise sprechen daher Leute immer noch von DOS-Befehlen, wenn Sie die Windows-Kommandozeile (bzw. den Windows-Befehlsprozessor) meinen. Richtig ist das allerdings nicht. Der Befehl "ver" gibt daher auch nicht die DOS-Version aus, sondern die Windows-Version, etwa "Microsoft Windows [Version 6.1.7601]".
Ein 32-Bit-Windows kennt auch noch eine Emulation über Command.com (statt cmd.exe), die sich dann als "Microsoft(R) Windows DOS" meldet. Hier könnte man tatsächlich von einer DOS-Emulation reden. "ver" liefert aber auch hier nicht die DOS-Version. Welche sollte das auch sein? MS-DOS 6.1;-)
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24.12.11
Machen doch heute diverse Programme, Gadgets und Webseiten - dafür braucht man keinen Befehl.
Aber angeben kann man gut damit....
Gruß kingjon
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24.12.11
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