Bei der Gesichtserkennung gibt es zwei Ansätze mit unterschiedlichen Zielen. Beim ersten Ansatz geht es darum, in einem Bild eine bestimmte Person zu erkennen, deren Gesichtsmerkmale in einer Datenbank hinterlegt sind. Beim zweiten Ansatz soll die Software die Mimik von Personen deuten.
Identifikation per GesichtDas Programm
X-Login zum Beispiel gibt den Computer erst frei, wenn sich eine vorher definierte Person davor setzt. Das Bild liefert eine handelsübliche Webcam. Solche Software ist aber tendenziell eher einfach gestrickt, da sie sich nur die Position und den Abstand von Gesichtspartien merkt.
Sie lässt sich zum Teil auch dadurch überlisten, dass man ein Foto der definierten Person vor die Webcam hält. Schraubt man die Barrieren höher, kann eine Veränderung der tatsächlichen Person, zum Beispiel starker Bartwuchs, dazu führen, dass sie nicht mehr erkannt wird.
Professionelle Personen-Erkennungssysteme setzen auf komplexe Berechnungen, zum Beispiel die Wavelet- und Hauptkomponentenanalyse, die sich jeweils durch den Einsatz künstlicher Intelligenz, insbesondere durch selbst lernende Prozesse verfeinern lassen. Solche Systeme sind noch fehleranfällig, trotzdem werden sie in manchen Bereichen bereits mit ersten Erfolgen eingesetzt. Zum Beispiel bei der Überwachung öffentlicher Plätze zur Suche nach Verbrechern.
Gefühle erkennen
Bei der zweiten Variante der Gesichtserkennung geht es nicht darum, bestimmte Personen zu identifizieren. Hier ist das Ziel zu analysieren, ob sich in einem Videobild überhaupt eine Person befindet und wenn ja, welche Gefühlsregungen sie zeigt.
Das Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen hat eine Software zur Gesichtsfeinanalyse entwickelt, die die Stimmung von Menschen erkennt. Einsatz finden könnte sie zum Beispiel zur Analyse des Verhaltens von Passanten vor einem Werbeplakat: Bleiben sie erstaunt stehen, lächeln sie womöglich über ein witzig gemeintes Motiv oder ignorieren sie es komplett?
Hochkomplexe Algorithmen finden in den Videobildern die menschlichen Gesichter. Sie unterscheiden zwischen männlich und weiblich und nehmen darüber hinaus die Mimik genau unter die Lupe - und das in Echtzeit und von mehreren Personen gleichzeitig.
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Einige Digitalkameras erkennen inzwischen Gesichter, um den Focus darauf auszurichten. Sony setzt mit den Modellen DSC-T70 und DSC-T200 noch eins drauf: Sie lösen auf Wunsch erst dann aus, wenn sie bei der anvisierten Person ein Lächeln erkennen.
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