Will der Anwender heute bereits Ende zu Ende mit 802.11n im lokalen Funknetz Daten übertragen, so benötigt er für die meisten Notebooks einen extra WLAN-Adapter. Die bislang in den Geräten verbauten Funkmodule unterstützen nämlich die moderne Technik noch nicht.
Als Gegenstück für unseren Access Point diente die ebenfalls von D-Link stammende Cardbus-Karte Rangebooster N 650 DWA-645. Ihre Installation verlief mit Hilfe der beiliegenden CD problemlos. Nach dem Aufspielen der Software hat der Benutzer die Wahl, ob er die Karte und damit WLANs über das Windows-XPeigene Tool oder den Wireless-Connection-Manager von D-Link verwalten und steuern möchte.
Entscheidet er sich für das Werkzeug von D-Link, so erhält er eine Anwendung, die ihn ohne viel Firlefanz über die wesentlichen WLAN-Parameter informiert und die Auswahl des gewünschten Funknetzes erlaubt. Zudem kann er hier eigene Netze definieren und dabei etwa den WPA-Schlüssel eingeben.
Bei der ersten Verbindung mit dem Access-Point im schnellen N-Modus zeigte der Connection-Manager eine Geschwindigkeit von 216 Mbit/s an was ein fantastischer Wert wäre. Die Überprüfung mit dem Bandwidth Monitor sorgte dann schnell für Ernüchterung:
Bei realen Dateitransfers im WLAN maß das Tool eine maximale Nettotransferrate von 92,2 Mbit/ s. Im Durchschnitt konnten bei der Übertragung einer 8 Gigabyte großen Filmdatei Raten um die 60 Mbit/s erzielt werden. Das entspricht nicht der in der Werbung versprochenen Geschwindigkeitssteigerung um bis zu 650 Prozent, ist aber im Vergleich zu den heute üblichen WLANs gemäß IEEE-Standard 802.11g immerhin mehr als eine Verdoppelung der Geschwindigkeit.
In einem klassischen 802.11g-WLAN erzielten wir eine durchschnittliche Transferrate von rund 23 Mbit/s, ...
... während im Pre-N-Netz die Geschwindigkeit bei rund 60 Mbit/s lag.
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