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Geschwindigkeits-Turbo SSD - So klappt der Umstieg

01.06.2015 | 17:09 Uhr |

In vielen Notebooks, aber auch in Desktop-PCs arbeiten noch klassische Festplatten mit Magnetscheiben. Ein Austausch verhilft Ihrem Rechner zu einem spürbaren Geschwindigkeitsschub.

Die Vorteilemoderner SSD-Festplatten sind direkt an den technischen Parametern ersichtlich: eine Lesegeschwindigkeit von rund 500 MB pro Sekunde und eine Schreibgeschwindigkeit, die nur um Weniges niedriger ist. Nicht zu unterschätzen ist zudem die Lautstärke im Betrieb: Da eine SSD keine mechanischen Teile hat, ist von ihr auch nichts zu hören.

Es gibt allerdings einen entscheidenden Nachteil: den Preis pro GB im Verhältnis zu einer klassischen HDD. Aktuelle SSDs mit rund 120 GB liegen bei rund 50 Euro, Modelle mit 240 GB kosten um die 90 Euro. Damit ergibt sich ein Preis pro GB von rund 0,40 Euro. Dies ist gegenüber einer klassischen Festplatte in etwa um den Faktor 10 teurer.

Voraussetzungen für einen Austausch

Damit eine SSD-Festplatte auf Ihrem Rechner den optimalen Datendurchsatz erreicht, benötigt sie einen modernen SATA-Controller, der zumindest den SATA-2.0-Standard unterstützt. Die bestmöglichen Übertragungsraten erzie-len Sie allerdings lediglich mit einem SATA-3.0-Controller. Mit diesem lassen sich theo-retisch Nettoübertragungsraten von 600 MB pro Sekunde erreichen, bei SATA 2.0 sind nur 300 MB möglich.

Wenn Ihr Rechner nicht über eine SATA-3.0-Schnittstelle verfügt, dafür aber einen freien PCI-Express-2.0-Steckplatz bietet, dann lohnt sich die Anschaffung eines zusätzlichen SATA-Controllers. Dieser ist für einen Betrag ab rund 15 Euro im Handel erhältlich.

Neben der Hardware spielt auch das Betriebssystem für die optimale Leistung Ihres PCs eine wichtige Rolle. Windows 7 und Windows 8.x sind dafür ausgelegt, mit modernen SSD-Festplatten optimal zu arbeiten. Bei Windows XP werden Sie keinen größeren Leistungsschub durch den Tausch der Festplatte bemerken.

SSD-Festplatten: So verlängern Sie die Lebensdauer

Einbau einer SSD-Festplatte

Natürlich spielt beim Einbau das Zielgerät eine Rolle: Wenn Sie die Festplatte Ihres Notebooks ersetzen möchten, sind in der Regel keine weiteren Einbaumaterialien erforderlich. Anders sieht es bei einem Desktop-PC aus: die Einbauschienen sind im Normalfall für 3,5 Zoll und 5,25 Zoll ausgelegt. Möchten Sie eine 2,5-Zoll-SSD-Festplatte einbauen, benötigen Sie einen entsprechenden Wechselrahmen. Diese sind in verschiedenen Farben und Formen erhältlich. Abhängig vom Hersteller kosten sie zwischen 5 und 10 Euro.

Schließen Sie die Festplatte entweder an den SATA-Anschluss 0 oder 1 Ihres Controllers an. Damit erkennt Windows die SSD automatisch und bindet das Laufwerk entsprechend ein.

Booten Sie im Anschluss daran Ihren Rechner neu und wechseln Sie daraufhin ins Bios. Ihre alte Festplatte bleibt Ihr Bootlaufwerk, bis der Datenumzug erfolgt ist.

Partitionieren der Festplatte

Falls Sie auf Ihrer SSD-Festplatte mehrere Partitionen einrichten möchten, rufen Sie dazu die Datenträgerverwaltung von Windows auf. Geben Sie hierzu in der Windows-Suche den Begriff „Computerverwaltung“ ein und rufen Sie anschließend über „Datenspeicher“ die „Datenträgerverwaltung“ auf.

In dieser sehen Sie die neue Festplatte und können über das Kontextmenü ein neues einfaches Volume erstellen. Weisen Sie diesem innerhalb des Assistenten den gewünschten Speicherplatz sowie einen Laufwerksbuchstaben zu. Wiederholen Sie dies nachfolgend mit dem freien Speicherplatz, bis Sie all Ihre Laufwerke angelegt haben.

Windows umziehen

Wenn Sie bereits Windows 7 oder Windows 8 nutzen, viele Programme installiert und Ihr Betriebssystem entsprechend optimiert haben, ist ein Neuaufsetzen des Betriebssystems sicher nicht die bevorzugte Lösung für Sie. Für diesen Fall bietet sich ein Clone-Programm an, mit dessen Hilfe Sie Ihre bestehende Bootpartition auf eine andere Festplatte kopieren. Dazu verwenden wir in diesem Workshop die kostenfreie Software Aomei-Backupper (auf Plus-DVD 2 oder unter http://bit.ly/1ivaNdV ).

Der Aomei-Backupper kopiert komplette Festplatten oder einzelne Partitionen von einem Datenträger auf den anderen.
Vergrößern Der Aomei-Backupper kopiert komplette Festplatten oder einzelne Partitionen von einem Datenträger auf den anderen.

Nach der Installation wählen Sie die Funktion „Clone“ aus der linken Spalte aus. Sie haben die Möglichkeit, ein Abbild der kompletten Festplatte, einer speziellen Partition oder der Systempartition zu erstellen. Wir möchten alle Partitionen kopieren und wählen hierfür die Funktion „Disk Clone“ aus.

Aktivieren Sie vor dem Clonen die Option für eine bessere Performance des Systems.
Vergrößern Aktivieren Sie vor dem Clonen die Option für eine bessere Performance des Systems.

Wählen Sie die Quellfestplatte aus und geben Sie im nächsten Schritt Ihre SSD als Ziel an. Sie werden in einem Hinweisfenster noch einmal über die Konsequenzen Ihres Tuns informiert. Auf der SSD werden alle Ihre Daten gelöscht. Bestätigen Sie dies mit „OK“. Der Backupper fasst die geplante Aktion noch einmal zusammen. Aktivieren Sie in diesem Fenster die Option „Align partition to optimize SSD“. Dies optimiert die Speicheraufteilung und sorgt für schnellere Lese-und Schreibzugriffe. Starten Sie dann den Vorgang mit der „Clone“ Schaltfläche. Abhängig von der Größe Ihrer Festplatte kann diese Aktion einige Zeit in Anspruch nehmen. Wenn der Vorgang beendet ist, fahren Sie Ihren Computer herunter.

Von SSD-Festplatte booten

Ziehen Sie anschließend die Stromversorgung von Ihrer alten Festplatte ab und starten Sie Ihren Rechner neu. Wechseln Sie direkt am Start in das Bios Ihres PCs und kontrollieren Sie die Startreihenfolge. Setzen Sie darauf-hin Ihre neue Festplatte in der Bootreihenfolge entsprechend nach oben. Speichern Sie die Einstellungen und starten Sie Ihren PC neu. Hat alles funktioniert, startet Ihr Rechner wie gewohnt und Sie sehen am Ende wieder Ihren bekannten Windows-Desktop.

Sollten Sie an dieser Stelle auf einen Bluescreen oder eine andere Fehlermeldung stoßen, liegt dies mit größter Wahrscheinlichkeit an einem defekten Bootsektor. Wie Sie diesen unter Windows reparieren, erfahren Sie in diesem Ratgeber .

Mit dieser Maßnahme haben Sie Ihr Windows-Betriebssystem erfolgreich auf die neue SSD-Festplatte umgezogen.

Samsung SSD 850 Pro 256GB im Test

System optimieren

Wenn Sie Ihr System geclont haben, finden sich noch eine Reihe von Parametern wieder, welche für eine mechanische Festplatte vorgesehen waren. Überprüfen Sie im nächsten Schritt, ob dies auch auf Ihrem Computer der Fall ist. Falls ja, haben wir die passenden Optimierungsvorschläge für Sie parat.

TRIM-Kontrolle

Bei SSD-Festplatten sorgt die TRIM-Funktion für eine korrekte und schnelle Freigabe von gelöschten Blöcken. TRIM muss sowohl durch die Festplatte unterstützt werden als auch von Ihrem Betriebssystem. Windows ab Version 7 unterstützt das von Haus aus. Sie sollten lediglich noch überprüfen, ob auch Ihre Festplatte diese Eigenschaft besitzt. Dazu verwenden Sie beispielsweise das Programm Crystaldiskinfo . Dieses Tool analysiert Ihre Festplatte und zeigt eine vorhandene TRIM-Funktion in den Eigenschaften an.

Ob TRIM auch bereits unter Windows aktiviert ist, erfahren Sie nach der Eingabe des Befehls

fsutil behavior query Disable DeleteNotify

in die Eingabeaufforderung, die Sie mit Administratorrechten öffnen. Für den Fall, dass Sie den Wert „DisableDeleteNotify = 0“ erhalten, ist TRIM bereits aktiviert. Ansonsten lässt sich der Schalter entsprechend mit dem folgenden Befehl umlegen:

fsutil behavior set Disable DeleteNotify 0.

Advanced Host Controller Interface (AHCI) aktivieren

AHCI garantiert im Zusammenspiel mit einer SSD-Festplatte eine optimierte Datenübertragung mit einem deutlich höheren Datendurchsatz als IDE. Damit dieser Modus auch unter Windows 7 angewendet wird, sind zwei Voraussetzungen zu erfüllen:

Der AHCI-Modus muss im Bios des Computers aktiviert sein.

Windows hat die passenden Treiber zur Unterstützung des Modus geladen.

Kontrollieren Sie beim nächsten Booten Ihres PCs, ob der entsprechende Parameter im Bios gesetzt ist. Wenn dort die richtigen Werte gesetzt sind, rufen Sie unter Windows den Geräte-Manager auf. An dieser Stelle sollten Sie unter dem Punkt „IDE ATA / ATAPI-Controller“ einen Eintrag mit dem Verweis auf den AHCI-Controller finden.

Ist dieser dort nicht vorhanden, dann lässt er sich mit den folgenden Einträgen in der Registry aktivieren:

Setzen Sie den Schlüssel „Start“ von „HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\services\msahci“ auf den Wert „0“.

Setzen Sie im Anschluss daran den Schlüssel „Start“ von „HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\ CurrentControlSet\services\iaStorV“ ebenfalls auf den Wert „0“.

Mithilfe des Analyseprogramms Crystaldiskinfo können Sie herausfinden, ob Ihre SSD auch TRIM unterstützt.
Vergrößern Mithilfe des Analyseprogramms Crystaldiskinfo können Sie herausfinden, ob Ihre SSD auch TRIM unterstützt.

Starten Sie im Folgenden Ihren Computer neu und kontrollieren Sie noch einmal den Gerä-te-Manager. Der entsprechende Eintrag sollte mittlerweile vorhanden sein.

Defragmentierung deaktivieren

Mechanische Festplatten schreiben die Daten auf verschiedene Speicherplatten und suchen sich dabei jeweils den nächsten freien Platz. Durch das Löschen von Informationen sind die freien Plätze quer über die komplette Festplatte verteilt. Beim Defragmentieren werden die zugehörigen Daten wieder bestmöglich zusammengefügt. Die SSD-Festplatte speichert die Daten auf andere Art und Weise. Wenn Sie die Defragmentierung jedoch noch aktiviert haben, wird diese auch auf die SSD-Festplatte angewendet. In diesem Fall werden die Daten umsortiert und neu geschrieben. Dies führt allerdings nicht zu einem Geschwindigkeitsvorteil, sondern unter Umständen sogar zu einer Verzögerung, da Daten unnötigerweise neu geschrieben werden.

Unter Windows 7 sollten Sie deswegen überprüfen, ob die Defragmentierung für Ihre Festplatte deaktiviert ist. Installieren Sie Windows auf einem Datenträger neu, wird dies vom Betriebssystem automatisch gesetzt. Beim Cloning überprüfen Sie zur Sicherheit, ob der entsprechende Dienst nicht noch seine Arbeit verrichtet. Rufen Sie hierzu über den Befehl services.msc die aktiven Dienste auf. Suchen Sie nach dem Eintrag „Defragmentierung“ und prüfen Sie dessen Status. Dieser sollte den Dienststatus „Beendet“ besitzen und als Starttyp entweder „Manuell“ oder „Deaktiviert“ aufweisen. Passen Sie die Werte im Zweifels-fall entsprechend an.

Unter Windows 8 gestaltet sich die Situation ein wenig anders. Beim aktuellen Betriebssystem von Microsoft gibt es eine Laufwerksoptimierung für SSDs. Windows 8 erkennt dabei automatisch den Typ des Laufwerks, führt für mechanische Festplatten eine Defragmentierung durch und schickt an SSDs alternativ den TRIM-Befehl. Prüfen Sie unter Windows 8 zur Sicherheit, ob Ihre Festplatte richtig erkannt wurde. Sie finden das Ergebnis, indem Sie die Eigenschaften eines Laufwerks auf der SSD samt der Funktion „Tools / Optimieren“ aufrufen. Wird die Festplatte nicht als Medientyp „Solid-State-Festplatte“ erkannt, starten Sie die Windows-Systembewertung in der Systemsteuerung unter „Leistungsinformationen und -Tools“. Dies sollte den Eintrag dann entsprechend korrigieren.

Festplatten-Bios aktualisieren

Ihre Festplatte besitzt ein eigenes Betriebssystem, welches den Speicher verwaltet und die Zugriffe auf Ihre Daten steuert. Viele Hersteller bieten in regelmäßigen Abständen eine Aktualisierung an. Diese spielen Sie bei Bedarf über die vom Hersteller zur Verfügung gestellte Software auf Ihre SSD ein. Kontrollieren Sie im ersten Schritt, welche Bios-Version aktuell auf Ihrer SSD aktiv ist. Diese Information lässt sich ebenfalls einfach über Crystaldiskinfo und die Eigenschaft „Firmware“ auslesen. Überprüfen Sie im Anschluss daran auf der Webseite des Festplattenherstellers, ob eine neue Firmware-Version vorhanden ist. Im Support-Bereich finden Sie normalerweise nicht nur die aktuellste Firmware, sondern auch die passende Anwendung zum Einspielen.

Für den optimalen Betrieb Ihrer Festplatte ist ein aktiviertes AHCI notwendig. Die Anpassungen nehmen Sie im Bios und in der Registry vor.
Vergrößern Für den optimalen Betrieb Ihrer Festplatte ist ein aktiviertes AHCI notwendig. Die Anpassungen nehmen Sie im Bios und in der Registry vor.

Viele Hersteller empfehlen, vor dem Update der Firmware eine Sicherung der Daten zu machen, welche sich auf der SSD befinden. Dies mindert das Risiko eines Datenverlustes.

Prefetching und Superfetching deaktivieren

Zwei weitere Funktionen, die speziell für HDDs zur Verfügung stehen, sind „Prefetch“ und „Superfetch“. „Prefetch“ sorgt für eine Einlagerung von häufig benötigten Daten im vorderen Teil der HDD, „Superfetch“ lädt diese Daten und Programme beim Start von Windows direkt in den Arbeitsspeicher. Wenn Sie nach dem Umbau den Leistungsindex Ihres Computers erneut ermitteln, deaktiviert Windows die Funktionen automatisch, da diese bei einer SSD nicht mehr notwendig sind. Ansonsten können Sie dies natürlich auch manuell tun. Führen Sie dazu den Registrierungs-Editor aus und wechseln Sie auf das Verzeichnis „HKEY_LOCAL_MACHINE“. Suchen Sie unter diesem Knoten den Eintrag: HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\Session Manager\Memory Management\PrefetchParameters. Setzen Sie als Nächstes für die beiden Schlüssel „EnablePrefetcher“ und „EnableSuperfetch“ den Wert jeweils auf „0“.

Timestamp und DOS-Dateinamen abstellen

Aus historischen Gründen behält Microsoft auch noch die beiden Funktionen „Timestamp“ und die DOS-Dateinamen bei. Microsoft speichert für jede Datei das Erstellungsdatum sowie den letzten Zeitpunkt, an dem diese ge-öffnet und bearbeitet wurde. Die Verwaltung dieser zusätzlichen Datei-Eigenschaften verlängert den Lese-und Schreibzugriff einer jeden Datei. Falls Sie diese Funktion nicht benötigen, deaktivieren Sie diese im Eingabefenster. Führen Sie dazu den Befehl fsutil behavior set disablelastaccess 1 aus. Benötigen Sie auch die langen DOS-Namen nicht mehr, so lautet der zugehörige Befehl entsprechend fsutil behavior set disable8dot3 1.

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Weitere Registry-Parameter optimieren

Die Anpassung der Parameter direkt über die Registry ist nicht sehr komfortabel. Aus diesem Grund gibt es verschiedene Programme, mit denen Sie den Datendurchsatz Ihrer SSD-Festplatte optimieren.

Sie sollten bei dieser Art von Anwendung jedoch sehr umsichtig vorgehen und vor der Änderung die Registry sichern. Verändern Sie pro Durchgang immer nur einen Parameter. Damit lassen sich Probleme leichter identifizieren und wieder korrigieren.

Ein interessantes Tool ist SSD Fresh 2015 , das auch Windows 8.1 sowie AHCI-Einstellungen unterstützt. Im Bereich „Optimierung“ werden die einzelnen Maßnahmen beschrieben und der aktuelle Umsetzungsstatus wird angezeigt. Sie können noch nicht vollzogene Maßnahmen individuell aktivieren.

Prüfen Sie in regelmäßigen Abständen, ob es für Ihre Festplatte eine neue Firmware gibt.
Vergrößern Prüfen Sie in regelmäßigen Abständen, ob es für Ihre Festplatte eine neue Firmware gibt.

Das Programm SSD Tweaker bietet einen vergleichbaren Leistungsumfang, ist jedoch optisch ein wenig unaufgeräumter: Die Maßnahmen sind auf die Registerkarten für „Standard Erweiterungen“ und „Weiterführende Erweiterungen“ unterteilt. Darüber hinaus gibt es auf der ersten Seite noch die Funktion „Auto Tweak“. Von deren Nutzung raten wir jedoch ab, da es unklar bleibt, welche Anpassungen vom System durchgeführt wurden.

Verschiedene Programme wie SSD Fresh bieten eine grafische Oberfläche für die Anpassungen der Registry und erledigen diese für Sie auf Knopfdruck.
Vergrößern Verschiedene Programme wie SSD Fresh bieten eine grafische Oberfläche für die Anpassungen der Registry und erledigen diese für Sie auf Knopfdruck.

Von beiden Programmen gibt es mehrere Versionen: eine kostenlose Test-oder Demo-Version sowie eine kostenpflichtige Vollversion. Diese Gratis-Variante erlaubt nur die Anpassung einer eingeschränkten Anzahl von Parametern. Der komplette Funktionsumfang steht Ihnen lediglich in der kommerziellen Version zur Verfügung. Diese Investition ist aber nicht zwingend erforderlich, da wir Ihnen die wichtigsten Parameter bereits vorgestellt haben. Darüber hinaus rät Microsoft unter Windows 8 von manuellen Änderungen von Registry-Parametern dringend ab.

Ist meine Festplatte auch gesund?

Haben Sie bereits im Zuge des Updates die Hersteller-Software auf Ihrem Computer installiert, hilft diese auch bei der Ermittlung des Gesundheitszustands Ihrer Festplatte. Dieser hat direkte Auswirkungen auf die Zuverlässigkeit sowie den Datendurchsatz Ihrer Festplatte. Diese Überprüfung führen Sie am besten in regelmäßigen Abständen alle ein bis zwei Monate durch. Enthält die SSD eine größere Anzahl von defekten Speicherbereichen, müssen die Schreibvorgänge entsprechend häufig wiederholt werden.

Moderne Festplatten stellen ihren Zustand in einer Selbstdiagnose mittels S.M.A.R.T. (Self-Monitoring, Analysis and Reporting Technology) zur Verfügung. Für die Auswertung nutzen Sie anschließend entweder das hauseigene Programm, wie etwa Samsungs Magician über die Ansicht „Disk Drive“ oder ein speziell dafür entwickeltes Programm. An dieser Stelle leistet beispielsweise SSD Life gute Dienste.

Wird Ihnen von der eingesetzten Anwendung ein Zustand rückgemeldet, der schlechter als „Gut“ ist, empfehlen wir Ihnen einen zeitnahen Austausch der Festplatte. Ansonsten steigt das Risiko eines teilweisen oder vollständigen Datenverlusts auf Zeit erheblich.

Fazit

Der Wechsel von HDD zu SSD bringt augenblicklich einen spürbaren Leistungsschub. Falls Sie Ihre Festplatte geclont und nicht neu aufgesetzt haben, sind jedoch einige manuelle Schritte zu erledigen. Letzten Endes sollten Sie im Vorfeld überlegen, ob Clonen samt Nacharbeiten oder Neuaufsetzen des Betriebssystems mehr Aufwand generiert. Es lohnt sich in jedem Fall, nach dem Clonen einen kritischen Blick auf die Parameter zu werfen und weitere Optimierungen manuell durchzuführen.

Die Investition ist somit bei allen Computern ab Windows 7 ein lohnenswerter Schritt, um mit wenig Geld einen spürbaren Leistungsschub zu erlangen.

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