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Sicher surfen mit BitBox - Tipps & Tricks

22.09.2011 | 08:20 Uhr |

Der Internet-Browser ist eines der wichtigsten Programme auf aktuellen PCs. Er ist aber auch das beliebteste Angriffsziel von Viren und anderen Schädlingen. Mit BitBox („Browser in the Box“) erhalten Sie gratis eine angepasste Firefox-Version, die gar keinen oder nur sehr eingeschränkten Zugriff auf das Windows-System hat und es deswegen nicht infizieren kann. Hier stellen wir Ihnen Bitbox in der Praxis vor und geben Tipps zur Installation und Bedienung.

Um ein Höchstmaß an Sicherheit zu erreichen, läuft BitBox so weit wie möglich abgeschottet von der Windows-Systemumgebung. Dies geschieht durch eine virtuelle Maschine (VirtualBox), in der der Browser ausgeführt wird. Dank dieses Ansatzes bleiben Computer-Schädlinge innerhalb der virtuellen Maschine gefangen und kommen nicht mit dem eigentlichen System in Kontakt. Da sich die meisten Hacker und Virenprogrammierer auf Windows konzentrieren, der virtuelle PC aber unter Linux läuft, bleiben viele Schädlinge ohnehin wirkungslos.

Sie brauchen aber für BitBox keinerlei Linux-Kenntnisse, denn von dem Betriebssystem im Hintergrund bekommen Sie kaum etwas mit. BitBox wurde übrigens im Auftrag des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) entwickelt.

Tipps zur Installation von BitBox

Bevor es an die Installation von BitBox geht, gilt es, je nach Internet-Geschwindigkeit etwas Geduld für den Bitbox-Download aufzubringen: Über 700 MB warten darauf, auf Ihren Rechner übertragen zu werden.

Installations-Optionen von BitBox - Schritt 1
Vergrößern Installations-Optionen von BitBox - Schritt 1

Das Installationsprogramm ist übersichtlich, allerdings stellen Sie bereits hier die Weichen für die spätere Nutzung. Sofern Sie einen der dort aufgeführten Virenscanner besitzen, ist es ratsam, diesen auszuwählen. Dadurch werden Dateien, die Sie mit BitBox herunterladen, automatisch gescannt. Eine ebenfalls wichtige Option betrifft das Verhalten der Zwischenablage. Am bequemsten ist die Einstellung „bidirektional“. Das heißt, BitBox hat Zugriff auf den Inhalt der Windows-Zwischenablage und umgekehrt - zum Beispiel zum Austauschen von Web-Adressen und Texten per STRG-C und STRG-V. Dadurch öffnen Sie zwar eine Schleuse zwischen Windows und Bitbox, diese ist aber sicherheitstechnisch nicht besonders bedenklich.

Installations-Optionen von BitBox - Schritt 2
Vergrößern Installations-Optionen von BitBox - Schritt 2

Von der Konzeption her gehen alle Konfigurations-Änderungen und Lesezeichen, die Sie während einer Sitzung mit BitBox gespeichert haben, nach dem Beenden des Programms verloren. Im zweiten Schritt des Setup-Dialogs können Sie diese Einstellung ändern.

Tipps zur Nutzung von BitBox

Nur auf den ersten Blick ist BitBox ein Browser wie jeder andere. Während derBenutzung machen sich schnell einige Besonderheiten bemerkbar. Gerade im Vergleich zu Google Chrome oder auch der aktuellen Ausgabe von Firefox fühlt sich BitBox deutlich langsamer an.

Da stellt sich die Frage, ob sich die Geschwindigkeit irgendwie erhöhen lässt. Die schlichte Antwort darauf: eher nein. Die virtuelle Maschine emuliert einen kleinen PC innerhalb ihres Rechners, der einen Teil des Arbeitsspeichers abzwackt. Wenn Ihr PC über wenig (freien) Arbeitsspeicher verfügt, wirkt sich das negativ auf die Geschwindigkeit von BitBox aus. Schließen Sie deshalb vor der Nutzung von BitBox so viele laufende Anwendungen wie möglich. Wenn das nichts hilft, sollten Sie erwägen, den Arbeitsspeicher aufzurüsten.

Wo sind die Downloads von BitBox?

Mit BitBox laden Sie sich wie gewohnt Dateien und Programme auf Ihren Rechner. Wenn Sie aus Versehen versuchen sollten, eine heruntergeladene EXE-Datei innerhalb von BitBox zu starten, erhalten Sie eine Fehlermeldung. Denn Windows-Programme laufen unter Linux nicht. Ist der Download abgeschlossen, verschiebt der Browser die Datei in das Verzeichnis, das Sie während der Installation im ersten Schritt als „Download Ordner“ angegeben haben. Standardmäßig ist das der Ordner „Downloads“ beziehungsweise „Öffentliche Downloads“ im Benutzer-Verzeichnis „Öffentlich“ beziehungsweise „gemeinsame Dokumente“.

Damit Sie schneller an die heruntergeladenen Dateien gelangen, sollten Sie sich per Rechklick auf den Ordner und das Kommando „Senden an -> Desktop (Verknüpfung anlegen)“ ein Icon dafür auf dem Desktop erstellen.

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