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Doom – Das Brettspiel

14.12.2007 | 08:29 Uhr |

Sechs Würfel, 58 Spielfeldteile, 66 Spielfiguren,84 Karten … Hunderte Kleinteile fallen Ihnen entgegen, wenn Sie die Doom-Schachtel öffnen. Lust auf ein Spielchen?

3D-Action-Spiele ziehen ihren Reiz in erster Linie aus der grafischen Darstellung des Geschehens, das jeweils auf der Höhe der Zeit sein sollte, um ein Produkt erfolgreich zu machen. Der Grund dafür, warum Doom für Ego-Shooter fast ein Begriff wurde wie Tempo für Papiertaschentücher, liegt nicht zuletzt darin, dass es 1993 einen Meilenstein der 3D-Grafik darstellte. Genauso wichtig wie gelungene Spezialeffekte ist ein einfallsreicher Aufbau der Level.
Eine gewohnte Selbstverständlichkeit, ist auch, dass die Level bereits fertig sind und den Spieler erwarten – eine Baustelle voller Einzelteile, aus denen man erst ein Haus bauen, es selbst mit Monstern bevölkern und diese anschließend bekämpfen müsste, hätte wohl kaum das Zeug zum Hit.

So bewegt sich eine Figur beim Doom-Brettspiel
Vergrößern So bewegt sich eine Figur beim Doom-Brettspiel
© 2014

So funktioniert allerdings das Doom-Brettspiel . Nicht nur dass Sie das Szenario aus den Einzelteilen selbst aufbauen müssen, die Hauptaufgaben der Spieler sind zunächst einmal nicht Angriff und Verteidigung, sondern Lesen : Arten von Spielzügen von Marines und von Alien-Invasoren, Interpretation der Würfel-Ergebnisse und Ereigniskarten. Beispiel: Bewegungszüge laufen für Invasoren und Marines prinzipiell gleich ab, das heißt Sie müssen sechs Regeln dazu im Kopf behalten und beachten, allerdings hängt es bei Marines von der Art der Aktion ab, wie weit sie laufen können, bei Invasoren von der Art des Monsters. Angriffe erfordern fünf Schritte, und wenn Sie das alles memoriert haben, bleiben noch die vier Druckseiten „Weitere Regeln“, die außerdem je nach Spielsituation wichtig werden können. Kurz: Alle Beschränkungen und Regeln, die Ihnen ansonsten das Spiel zur Verfügung stellt, müssen Sie selbst in die Praxis umsetzen, und dabei merken Sie erst, wie viele es sind. Das Spiel ist eine ideale Gelegenheit, am Objekt zu lernen, warum bestimmte Ideen eben erst auf das PC-Zeitalter warten mussten, bevor sie erfolgreich ungesetzt werden konnten.

Für Spannung können Sie aber trotzdem sorgen: Wenn Sie das Spiel verschenken, schließen Sie eine Wette ab, welchen Level der glückliche Empfänger erreichen wird:
1. Er stanzt die Einzelteile aus, baut die Boss-Monster zusammen und versucht, Mitspieler zu organisieren,
2. er findet Mitspieler, die sich zu einer Partie einfinden,
3. nach den Erklärungen, wie es funktioniert, spielen sie tatsächlich eine Partie,
4. sie verabreden sich auf ein neues Spiel.

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