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Hände weg von dieser Office-Software

16.06.2009 | 10:22 Uhr |

Adobe Reader, Nero Essentials, Works –viele Rechner kommen heute mit einem riesigen Software-Paket. Doch es gibt oft leistungsfähigere und schlankere Alternativen. Wir sagen Ihnen, mit welcher Software Sie besser fahren.

Office bietet mehr, als viele Privatnutzer einsetzen
Vergrößern Office bietet mehr, als viele Privatnutzer einsetzen
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Nicht alles, was Sie kostenlos auf den Rechner bekommen, ist gut. Manchmal ist die Software zwar weit verbreitet, doch eine Alternative leistet mehr. So ist es zum Beispiel beim Adobe Reader : Er belastet das System durch unverhältnismäßig hohen Speicherbedarf. Andere PDF-Tools sind schlanker und bieten denselben Nutzen. Nachfolgend stellen wir Alternativen vor und geben Tipps, wie Sie das Maximum aus der Software und Ihrem PC herausholen.

Alternativen zum kostenlosen Adobe Reader
Der Adobe Reader, mit dem sich PDF-Dateien anzeigen lassen, ist in den letzten Jahren von Version zu Version immer umfangreicher und ressourcenintensiver geworden. Mehr als 26 MB groß ist die Installationsdatei der aktuellen Version 9.1. Anders als bei anderen Programmen können Sie hier aber nicht vorgeben, welche der Plug-ins mitgestartet werden sollen. So vergehen manchmal 15 bis 20 Sekunden, bis eine einfache PDF-Datei ohne Extras angezeigt wird. Als Alternative geeignet ist Adobe Reader Lite , eine abgespeckte Adobe-Reader-Version von einem Fremdautor. Diese wurde um einige Plug-ins bereinigt, die der Anwender in der Regel nicht benötigt. Die Funktion zu automatischen Updates wurde ebenso entfernt wie die Lizenz-Pop-ups und Werbebildschirme von Adobe. Außerdem startet Adobe Reader Lite nicht automatisch beim Hochfahren des Rechners mit. Die vorhandene, aber im Original-Reader deaktivierte Notizfunktion hat der Autor freigeschaltet. Mehr Informationen erhalten Sie unter www.pcwelt.de/7e2 . Wer es noch deutlich kompakter mag, greift zu Foxit Reader . Zwar hat die Freeware nicht so viele Funktionen. Das macht sich aber nur bei signierten PDF-Dateien bemerkbar, etwa bei Stampit-Portoausdrucken . Dafür läuft Foxit Reader auch auf schwächeren Rechnern, etwa Netbooks, sehr schnell und zuverlässig.

Office-Pakete statt abgespeckter Tools
Egal, ob es sich um einen PC vom Discounter handelt oder ein Komplettsystem von einem Versandhändler – viele Rechner kommen heute mit einem riesigen Software-Paket, das in der Regel auch eine Büro-Suite enthält. Oft handelt es sich dabei um Corel Word Perfect Office, manchmal auch um Microsoft Works oder die Works Suite. Der Unterschied zwischen Works und Works Suite: Bei Letzterem ist eine ältere Version der vollständigen Textverarbeitung Word dabei (in der Regel Word 2003 oder Word XP), bei Ersterem nicht. Falls kein Word dabei ist, haben Sie zunächst keine hundertprozentig mit dem DOC-Format kompatible Textverarbeitung auf Ihrem PC. Das führt in vielen Fällen zu Problemen beim Dateienaustausch mit anderen Anwendern, denn mit MS Works können Sie zwar die klassischen Microsoft-Office-Formate (DOC, XLS und Co.) lesen und bearbeiten, nicht aber speichern. Auch bei Corel Word Perfect Office lassen sich nicht alle Dokumente korrekt in den Microsoft-Formaten ablegen – spätestens bei Makros und Formularen gibt es häufiger Probleme. Wenn Sie mit anderen Anwendern zusammenarbeiten, kommt es dann oft zu Rückfragen beim Austausch von Dateien. Im schlimmsten Fall kann es zu Datenverlust beim Konvertiervorgang führen. Abgesehen davon bieten die genannten Works-Pakete auch nur einen begrenzten Funktionsumfang.

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