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Hände weg von dieser Internet-Software

22.06.2009 | 08:55 Uhr |

Nicht alles, was Sie kostenlos auf den Rechner bekommen, ist gut. Oft ist die Software zwar weit verbreitet, doch es gibt leistungsfähigere und schlankere Alternativen. Wir sagen Ihnen, mit welcher Software Sie besser fahren.

Auf vielen PCs mit Windows XP oder Vista ist der Internet Explorer 6 oder 7 mitinstalliert. Viele Anwender belassen es dabei. Doch Version 6 ist alles andere als sicher, und auch der IE7 kommt nicht an die aktuelle Version 8 heran. Für welchen Browser Sie sich entscheiden, ob etwa für Firefox 3 oder den kürzlich erschienenen Internet Explorer 8 , ist zweitrangig. Wichtig ist, dass nur ein zeitgemäßer Browser den optimalen Komfort im Internet gewährleistet, etwa bei der Verwaltung von RSS-Feeds oder Links oder im Umgang mit Browser-Tabs.

Praktisch ist auch ein "virtueller Airbag": Automatic Crash Recovery (ACR) nennt sich die Funktion, die bei einem Absturz des Browsers die Seiten wieder so öffnet, wie sie zuletzt waren. Anders als Firefox 3, der eine ähnliche Wiederherstellung bietet, teilt der IE8 die Anwendungen in mehrere Einheiten auf und braucht dann nur die abgestürzte Einzelanwendung neu zu laden – im besten Fall lediglich eine darin abgestürzte Flash-Animation. Der Rest bleibt erhalten. Wichtig sind aber auch sicherheitsrelevante Dinge, etwa ein Phishing-Filter oder ein Schutz vor gefährlichen Websites, die schädigenden Code verbreiten. Es ist übrigens sinnvoll, immer die aktuellste Browser-Version zu verwenden und automatische Updates der Software zuzulassen – Firefox und Internet Explorer unterstützen dies.

Wir empfehlen einen Multi-Protokoll-Client statt ICQ & Co.
Vergrößern Wir empfehlen einen Multi-Protokoll-Client statt ICQ & Co.
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ICQ, Windows Live & Co.
Egal, auf welche Messenger-Plattform Sie setzen – ob ICQ , Windows Live Messenger oder AOL Instant Messenger –, Sie werden es kaum schaffen, dass alle Ihre Kontakte dasselbe Protokoll einsetzen. Im übrigen sind auch die meisten vom Anbieter stammenden Gratis-Clients werbefinanziert, so dass Sie regelmäßig mit Einblendungen rechnen müssen. Ein besonders unangenehmes Beispiel liefert ICQ: Hier wird eine verbreitete deutsche Version von der Pro7-Sat1-Gruppe präsentiert. Das Tool fällt nicht nur durch ein gewöhnungsbedürftiges Farbschema auf, sondern reagiert auch besonders träge. Wir empfehlen deshalb, nicht auf den jeweils eigenen Client des Protokolls zu setzen, sondern einen Multi-Protokoll-Client zu verwenden, etwa die Open-Source-Software Miranda IM .

Das Tool bietet eine schlichte, übersichtliche Optik und kommt bereits standardmäßig mit einer Vielzahl von Plug-ins. Unterstützt werden beispielsweise die Protokolle ICQ, AIM, MSN, Jabber, Yahoo und IRC. Zusätzlich stehen mehrere hundert Erweiterungen auf der Homepage zur Verfügung. Setzen Sie bei Plug-ins und Programmversionen unter Windows XP und Vista stets die Unicode-Version von Miranda ein, da nur diese höchste Kompatibilität sicherstellt. Übrigens gibt es neben Versionen für Windows und Linux auch portable Versionen zum Einsatz auf mobilen Geräten. Miranda IM kommt zunächst nur mit einer englischen Sprachdatei. Eine deutsche Sprachdatei gibt´s als Ergänzung – abhängig von den gewählten Komponenten.

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