SAT-Receiver-Vergleich

10 HDTV-Sat-Receiver im großen PC-WELT-Test

Keine Frage – HDTV ist das Fernsehen der Zukunft. Die meisten HD-Programme gibt es per Satellit. Wir haben zehn HDTV-Sat-Empfänger mit Festplatte getestet.
Eigentlich sind große Flachbildschirme viel zu schade für Analogfernsehen aus dem Kabel. Erst mit HDTV-Signalen bieten sie die erhofften eindrucksvollen Bilder. Und die werden von HDTV-Sat-Receivern geliefert. Besonders gefragt sind günstige Geräte mit Aufnahmefunktion – also Modelle, die das Programm auf eine extern anschließbare Festplatte aufzeichnen. Alle zehn Testteilnehmer nehmen in ihren CI- bzw. CI+-Einbauschächten Module zum Entschlüsseln von Bezahlfernsehen auf. In die HDTV-Sat-Receiver Edision ArgusV.IP, Opticum HD X403p, TechnoTrend TT-Select S850 HDTV und Vantage HD 1100 S sind außerdem noch Lesegeräte für Conax- Verschlüsselung eingebaut.
Zwei HDTV-Empfangsteile hatte nur der TechnoTrend
Die meisten Modelle konnten gleichzeitig ein Programm aufzeichnen und ein anderes zeigen – vorausgesetzt, die lagen auf demgleichen Transponder. Es gab nur drei Ausnahmen: der Hirschmann S-HD 100 und der SetOne EasyOne S-HD2 blieben auf der Aufnahme. Und der TechnoTrend verfügt über zwei Empfangsteile. Er verarbeitet problemlos zwei Sendungen gleichzeitig. Liegen die Programme innerhalb zweier Transponder, kann er sogar zwei Sendungen parallel aufzeichnen und einen dritten Kanal zeigen.

Festplatten mit eigenem Netzteil laufen stabiler
Die Testgeräte können normale und hoch aufgelöste Fernsehprogramme auch auf Festplatte aufnehmen. Sat-Receiver können aber nur Festplatten lesen und beschreiben, die mit dem älteren Dateisystem FAT32 formatiert sind. Windows will auf Datenträgern mit über 4 GByte Kapazität nur das moderne NTFS sehen. Also sollte der Receiver selbst die Festplatte formatieren. Alternativ kann man mit einer Software wie h2format auch am PC große Festplatten mit FAT32 formatieren. Viele der meist schwachbrüstigen Receiver-Netzteile sind durch den zusätzlichen Strombedarf einer angeschlossenen Festplatte überfordert. Dann stürzt ein Receiver schnell ab. Ideal sind deshalb Festplatten mit einer eigenen Stromversorgung.
Nicht alle Sat-Receiver halfen bei der Einrichtung
Bequem, wenn beim Einschalten eine automatisierte Prozedur durch alle für den Betrieb nötigen Einstellungen führt. Diese Einrichtungshilfe lieferten nur die Homecast HS 2100 CI USB, Kathrein UFS 903, SetOne EasyOne S-HD2, TechniSat TechniStar
S1,TechnoTrend TT-Select S850 HDTV und Vantage HD1100 S. Die Modelle von Edision, Hirschmann, Kathrein, SkyVision und TechnoTrend zeigten den Sendernamen des eingestellten Programms auf ihrem Display an. Die anderen Geräte haben nur eine Nummernanzeige. Anschlussfreudig zeigte sich der Edision Argus V.IP: HDMI, zweimal SCART, Komponenten- Ausgang (YUV) und Video, Analog- und Digitalton (letzteren wahlweise per Koax-Buchse oder per Lichtleiter), dazu noch einen Netzwerk-Anschluss. HDMI, SCART, Analog- und Digitalton boten auch die anderen. Nur der Homecast HS2100 CI USB verzichtet auf einen Scart-Anschluss.
Nur einer schwächelte bei HDTV-Programmen
Bis auf den etwas detailarmen Opticum lieferten alle Kandidaten bei HDTV-Signalen eine tolle Bildqualität. Beim normalen Fernsehprogramm wurden die Unterschiede schon größer. Edision, TechniSat, TechnoTrend und Vantage lieferten auch hier erstklassige Bilder. Beim Hirschmann und beim SetOne, und noch deutlicher beim Opticum, waren Unschärfen bzw. leichtes Bildrauschen zu sehen. Und bei diesen drei Geräten liefen Ton und Bild öfter auseinander. Das Programm war dann erst nach
Umschalten wieder lippensynchron.

Fazit: Die Sieger im PC-WELT-Vergleichstest
Der Vantage HD 1100S bietet gehobene Ausstattung, kinderleichte Bedienung, tolle Bild- und Tonqualität, dazu 3 Jahre Garantie
– Klasse. Ein verdienter Testsieger. Der nur halb so teure Homecast HS 2100 CI USB kann im Vergleich dazu natürlich nicht ganz mithalten. Aber wenn ein ordentlicher HDTV-Satelliten-Recorder-Receiver nur 130 Euro kostet, hat er sich den Preis- Leistungs-Sieg redlich verdient.
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