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Kauf-Ratgeber: 10 Fernseher im Vergleich

Moderne TV-Geräte können TV-Programme aufnehmen, Blu-ray-Discs abspielen oder das Internet auf den Bildschirm bringen. Wie sieht es aber bei ihrer Hauptaufgabe aus? PC WELT hat nachgeprüft.

10 Fernseher im Härtetest
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TV-Geräte mit einer Bildschirmdiagonale von 80 cm sind die Golf-Klasse unter den Fernsehern: Mehr Bildfläche wäre zwar nett, ist aber nicht unbedingt nötig, und sie finden im Gegensatz zu größeren Modellen in fast jedemWohnzimmer Platz. Um den Fernseher dort unterzubringen, müssen frischgebackene TV-Besitzer aber zuerst zu Werkzeug greifen und den Standfuß anschrauben. Denn kein Gerät kommt betriebsbereit beim Kunden an. Alle Modelle bieten Befestigungsmöglichkeiten für eine Wandhalterung. Die gehörte aber bei keinem der getesteten Fernseher zum Lieferumfang. Die nach dem Verkabeln und Einschalten erfolgende Erstinstallation lief nicht immer reibungslos ab. Bei einigen Geräten war sie unnötig umständlich oder kompliziert.

Installation mit Hindernissen
Um beispielsweise an den Philips 32PFL5605H12 einen Blu-ray-Spieler anzuschließen, muss man den im Philips-Menü hinzufügen. Und die beiden Samsung-Geräte sortierten die Sender in alphabetischer Reihenfolge. Der Sony KDL-32EX40B wiederum erwartete die Freischaltung der Kindersicherung per PIN, ehe er sich auf die Sendersuche machte. Der LG 32SL8000 dagegen ging erst dann auf die Suche nach digitalen Kabelprogrammen, wenn man als Heimatland Finnland oder Schweden angab. Bis auf die Modelle von Hannspree und Orion konnten alle Geräte digitale TV- und HDTV-Programme über Kabel empfangen, der Panasonic TX-L32D25E zusätzlich auch per Satellitenschüssel. Ein Einschub für Module zum Entschlüsseln von Bezahlfernsehen (Common Interface) ist bei jedem Gerät vorhanden. In den TV-Modellen von Panasonic, Philips, Samsung und Toshiba ist die CI-Plus- Variante eingebaut. Sie stellt derzeit noch die Voraussetzung für den Empfang privater HD-Sender dar. IAb sofort gibt es auch HDPlus- Module, die im normalen CI-Schacht funktionieren (www.hd-plus.de, 99 Euro).

Der Panasonic TX-L32D25E im Detail: USB-Anschluss, Netzwerk-Anschluss, HDMI-Eingang, VGA-Eingang, Digital-Audio-Ausgang (opt.), Analog-Audio-Ausgang, Eingang für Component-Video (YUV), mit Audio-Eingängen, Scart-Eingänge, Antennen-/Kabel-Anschluss
Vergrößern Der Panasonic TX-L32D25E im Detail: USB-Anschluss, Netzwerk-Anschluss, HDMI-Eingang, VGA-Eingang, Digital-Audio-Ausgang (opt.), Analog-Audio-Ausgang, Eingang für Component-Video (YUV), mit Audio-Eingängen, Scart-Eingänge, Antennen-/Kabel-Anschluss

Die Ausstattung reicht von mager bis üppig
Bis auf die Geräte von Hannspree und Orionspielten alle Testkandidaten Fotos, teilweiseauch Filme und Musik von externen (USB-)Datenträgern ab, der Panasonic TXL32S20Enur von SD-Karte. Die Modellevon LG und Samsung konnten sogar Festplatten
mit dem bei PCs heute üblichen NTFS-Dateisystem lesen. Die anderen benötigten das ältere FAT32. Mit einer USB-Festplatte ermöglichte der Panasonic TX-L32D25E bei digitalen Programmen sogar zeitversetztes Fernsehen und programmierbare Aufnahmen. Im Sony KDL-32EX40B steckte sogar ein Blu-ray-Spieler. Die TV-Geräte von Panasonic und der Samsung LE32C650 bringen auch per Netzwerk Internetvideos auf den Bildschirm.

Anschlüsse von oben nach unten: USB-Anschluss, Einschub für Module von Bezahlsendern (Common Interface, CI+), Speicherkarten-Leser (SD), HDMI-Eingang, Audio-Video-Eingang, Kopfhörer-Anschluss
Vergrößern Anschlüsse von oben nach unten: USB-Anschluss, Einschub für Module von Bezahlsendern (Common Interface, CI+), Speicherkarten-Leser (SD), HDMI-Eingang, Audio-Video-Eingang, Kopfhörer-Anschluss

Licht und Schatten bei Bild und Ton
Bei analogen Signalen aus dem Kabel zeigten alle Testteilnehmer vergleichsweise grieselige, unscharfe Bilder. Am besten schlugen sich hier noch der Toshiba SL733G und der Samsung LE32C650. Kaum besser: Bildsignale über DVB-T. Oft brach das Bild in Klötzchen auf, störten Doppelkonturen. Am besten kamen hier die Geräte von Philips, Samsung und Sony zurecht. Mit digitalen Kabelsignalen (DVB-C) lieferten alle Kandidaten deutlich bessere TVBilder. Nur die Panasonic-Modelle neigten hier ebenfalls zur Saumkantenbildung, der D25E auch bei Sat-Empfang. Die beste Bildqualität bei DVDs lieferte der Samsung LE32C650. Bei den anderen Testgeräten zeigten sich Saumkanten, die mal mehr (Philips 32PFL5605H/12, Samsung UE32C400), mal weniger stark ausgeprägt waren. Mit den originalen Halbbildern (576i) kamen die Geräte von Philips und Panasonic sowie der Samsung UE32C4000 nicht zurecht. Hier sollte der DVD-Spieler die Signale auf Vollbilder (576p) umrechnen. Bei HDTV und Blu-ray-Filmen liefen alle TV-Geräte erwartungsgemäß zur Bestform auf und boten atemberaubend detailreiche Bilder. Nur der Samsung C4000, einziges Gerät im Test ohne Full-HD Bildschirm, tat sich schwer mit der Darstellung von Laufschrift.
Zum Klang: Die TV-Modelle von Panasonic, Philips, Samsung und Sony boten akzeptablen Klang. Bei den Geräten von Hannspree und Orion klang der Fernsehton blechern. Bei letzterem neigte das Gehäuse zudem noch zum Dröhnen.

Sechs Geräte lassen sich nicht richtig abschalten
Nur die Ausschalter der Geräte von Orion, LG, Philips und Toshiba funktionierten einwandfrei. Die anderen Geräte hatten keinen Ausschalter oder verbrauchten auch ausgeschaltet Strom. Bis auf Samsung und Toshiba schicken die Hersteller im Schadensfall jemanden zum Kunden, der das Gerät zur Reparatur abholt oder vor Ort repariert.

Fazit: Die Sieger im PC-WELT-Vergleichstest
Testsieger Panasonic TX-L32D25E übertrumpfte alle mit kompletter Ausstattung: HDTV-Empfang per Kabel und Satellit, zeitversetztes Fernsehen,Wiedergabe von Multimedia-Dateien und Internetvideos. Der Preis-Leistungs-Sieger hinkte bei Bild, Ton und Ausstattung zwar hinterher, war aber topp beim Preis: Der Hannspree SJ32DMBB ist für unter 400 Euro zu haben.

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