99206

Reise um die Erde in 80 Sekunden

22.11.2007 | 08:56 Uhr |

Mit Geo-Browsern wie Google Earth, Nasa World Wind oder Windows Live Local planen Sie Ihre Ferien, gucken in Nachbars Garten, auf ferne Länder oder ins Weltall. Wir vergleichen die Anbieter, geben Tipps und liefern spannende Plug-ins.

Wussten Sie, dass der Bundesnachrichtendienst in Pullach bei München über einen eigenen Tennisplatz verfügt? Den bekommt man als Normalsterblicher in der Regel nicht zu sehen – es sei denn, man bemüht einen Geo-Browser, wie Windows Live Local oder Google Earth. Diese praktischen Dienste zeigen nämlich nicht nur Kartendaten in nahezu jeder beliebigen Auflösung, sondern versorgen Sie auch mit den passenden Luftbildern. Sie geben einfach die gewünschte Adresse oder einen wichtigen Punkt an, und der Globus dreht sich bis zur gewünschten Stelle, das Bild fährt langsam näher heran, bis der gewünschte Punkt erreicht ist.

Die bekanntesten Geo-Browser sind Google Earth und Maps, Nasa World Wind und Windows Live Local. Wir stellen Ihnen die Anwendungen vor und erklären Vorzüge und Nachteile.

Für alle vier Anwendungen benötigen Sie aufgrund des umfangreichen Datenbestandes eine ständige Breitband-Internet-Verbindung – je schneller, desto besser. Mehrere hundert Terabyte Daten liegen an Bild- und Kartenmaterial auf den Servern bereit – rund 150 bis 200 Terabyte schätzen Experten bei Google Earth, sogar mehr als 400 Terabyte bei Nasa World Wind. Bei den verwendeten Bilddaten handelt es sich teilweise um Satellitenaufnahmen, bei Google Earth zusätzlich um aus Flugzeugen aufgenommene Luftbilder. Diese sind teilweise so detailgetreu, dass sich einzelne Bäume und Sträucher, Autos und in einigen Fällen sogar Personen erkennen und identifizieren lassen. Deswegen sind die Geo-Browser in den letzten Jahren in die Kritik von Datenschützern geraten – denn niemand weiß, wann das Flugzeug kommt und neue Bilder macht.

0 Kommentare zu diesem Artikel
99206