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Geniale Tipps für Chrome

03.10.2013 | 08:45 Uhr |

Chrome bietet mehr Funktionen, als man auf den ersten Blick erwarten würde. In diesem Beitrag erfahren Sie, wie Sie zum Beispiel Tabs "anpinnen", eine Internet-Analyse starten, ihre Lieblingsseiten schneller aufrufen und vieles mehr.

Offenbar beeindruckt vom Firefox-Erfolg hat Google ein paar Jahre später mit Chrome einen eigenen schlanken und schnellen Browser herausgebracht und innerhalb kurzer Zeit eine hohe Verbreitung erreicht. Im Browsermarkt mitzumischen, bedeutet für Google zusätzliche Macht. Zum Beispiel darüber, welche Suchmaschine, welche Startseite und welche Web-Dienste im eigenen Browser voreingestellt sind. Bedienungs-Tipps für Google Chrome

Tabs „anheften“: Wie bei Firefox auch lassen sich geöffnete Registerkarten (Tabs) in der Tab-Leiste fixieren. Dadurch verhindern Sie, dass Sie sie versehentlich schließen. Außerdem werden Sie beim Browser-Start automatisch geladen. Klicken Sie dazu einfach mit der rechten Maustaste auf einen Tab und wählen Sie „Tab anheften“.

Sieht (fast) wie eine Desktop-Anwendung aus: Mit Chrome lassen sich „App-Verknüpfungen“ für Web-Anwendungen erstellen.
Vergrößern Sieht (fast) wie eine Desktop-Anwendung aus: Mit Chrome lassen sich „App-Verknüpfungen“ für Web-Anwendungen erstellen.

Web-Seiten zu Anwendungen machen: Eine besondere Funktion von Chrome ist es, beliebige Web-Seiten oder Online-Anwendungen so ins System einzubinden, dass sie fast wie lokal installierte Programme aussehen. Sie erhalten separate Icons sowie eigenständige Fenster ohne (Chrome-)Bedienelemente. Die Fenster bleiben auch dann geöffnet, wenn Sie Chrome beenden. So gehen Sie vor: Öffnen Sie eine Seite oder eine Web-Anwendung. Klicken Sie dann in Chrome auf das Menü-Icon rechts oben mit den drei Strichen und wählen Sie „Tools, App-Verknüpfungen erstellen“. Der Browser fragt Sie, wo er Icons anlegen soll - zur Wahl stehen Desktop, Startmenü und Taskleiste. Als Icon wird automatisch das der jeweiligen Website benutzt, sofern vorhanden. Anschließend löst sich die Seite aus den Tabs und wird als eigenes Fenster ohne Navigationselemente angezeigt. Die Fenstergröße passen Sie nun entsprechend an - Chrome merkt sie sich für den nächsten Start. Je nach Seite beziehungsweise Web-Anwendung ist diese nun kaum noch von einem lokalen Programm zu unterscheiden.

Ein Klick zur Lieblings-Website: Um die Lesezeichen-Leiste einzublenden, in der Sie Ihre Lieblings-Websites ablegen können, klicken Sie auf das Menü-Icon und dann auf „Lesezeichen -> Lesezeichen-Leiste einblenden“. Alternativ drücken Sie Strg-Shift-B. Um eine Seite dort hinzuzufügen, klicken Sie auf das Stern-Icon und wählen im daraufhin eingeblendeten Dialog „Lesezeichenleiste“ als „Ordner“

Wenn sich mehrere Anwender am gleichen PC das Windows-Benutzerkonto teilen, bietet sich die Profil-Verwaltung von Chrome an.
Vergrößern Wenn sich mehrere Anwender am gleichen PC das Windows-Benutzerkonto teilen, bietet sich die Profil-Verwaltung von Chrome an.

Mehrere Benutzer-Profile: Wenn Sie sich den PC mit anderen Anwendern teilen, macht es Sinn, für jeden ein eigenes Chrome-Profil anzulegen. Dann hat jeder auf seine individuellen Lesezeichen, Verlaufsliste und Einstellungen Zugriff. Die entsprechende Option finden Sie in den Chrome-Einstellungen unter „Nutzer“. Der Browser legt für jeden Anwender ein individuelles Icon auf dem Desktop an. Per Passwort schützen lassen sich die Profile aber nicht.

Internet-Analyse: Wenn Sie „chrome:net-internals“ in die Adresszeile eingeben, starten Sie einen Mitschnitt der Chrome-Internetaktivitäten und landen auf einer Seite, über die Sie diese analysieren können. Rufen Sie anschließend zum Beispiel über einen anderen Tab eine Web-Seite auf und kehren Sie danach zu der Analyse-Seite zurück. Im Abschnitt „Events“ sehen Sie nun, welche Dateien beim Aufruf der Web-Seite übertragen wurden. Dem Abschnitt „Bandwith“ lässt sich entnehmen, wie viel KB an Daten dabei zusammengekommen sind.

Versteckte Optionen in Google Chrome

Chrome bietet eine Reihe von versteckten Optionen, „Experimente“ genannt. Überwiegend sind diese für Entwickler von Web-Seiten und Erweiterungen gedacht. Zum Teil sind es aber auch neue Browser-Funktionen, die sich noch im Beta-Stadium befinden und eventuell in eine spätere Version fest integriert werden. Durch die Eingabe von „chrome:flags“ in die Adresszeile erhalten Sie einen Überblick über die möglichen „Experimente“. Nach dem Ändern einer Option müssen Sie Chrome neu starten. Einige Highlights, die auch für normale Anwender interessant sind, beschreiben wir im Folgenden. Mit neuen Chrome-Versionen kommen neue Optionen hinzu und manche andere fallen weg. Zu dem Zeitpunkt, zu dem Sie diesen Artikel lesen, könnten also einige der genannten Optionen nicht mehr vorhanden sein.

Bildwiederholrate anzeigen: Wenn Sie „FPS-Zähler“ aktivieren, zeigt Chrome rechts oben ein kleines Fenster an, in dem die Bildwiederholrate angezeigt wird. Dadurch einhalten Sie einen Anhaltspunkt, wie schnell sich eine Web-Seite beim Laden aufbaut und wie flüssig Animationen und Web-Videos ablaufen.

Tabs gruppieren: Aktivieren Sie „Option "Gruppierung" zum Tab-Kontextmenü hinzufügen“, erhalten Sie im Kontextmenü von Tabs zwei neue Einträge: „Nach Domain auswählen“ markiert alle Tabs, in denen Seiten geöffnet sind, die zur gleichen Website oder Domain gehören. „Nach Ursprungsseite auswählen“ selektiert die Tabs, die von der gleichen Website ausgehend geöffnet wurden. Die ausgewählten Tabs können Sie dann gesammelt in der Tab-Leiste verschieben oder - ebenfalls über das Kontextmenü - gemeinsam schließen.

Gestapelte Tabs: Je mehr Browser-Tabs Sie geöffnet haben, desto schmaler werden die Registerlaschen - abhängig von der Bildschirm-Auflösung. Wenn Chrome die Laschen bei Platzmangel nicht so extrem verkleinern soll, aktivieren Sie „Gestapelte Tabs“. Dann werden „ältere“ Tabs bei Bedarf am Rand hintereinander arrangiert.

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