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Geniale Gratis-Tools schützen Ihre PCs

19.07.2014 | 09:31 Uhr |

Sie können Ihre PCs und Ihr Netzwerk durchaus auch mit kostenlosen Tools ausreichend sichern. Wir stellen Ihnen einige geniale Gratis-Programme vor, mit denen Sie Schwachstellen aufdecken und Malware und Hacker draußen halten.

Hacker suchen sich immer häufiger kleine Unternehmen als Ziele. Die Gründe dafür sind vielfältig: Gerade im Mittelstand gibt es viel geistiges Eigentum und viele Innovationen, die man stehlen kann. Gleichzeitig fehlen bei KMU oft spezielle IT-Sicherheitsexperten und das nötige Know-How, um Angriffe abwehren zu können.

Schutz ist also notwendig. Und nicht unbedingt teuer. Denn mitunter besitzen Sie die notwendigen Sicherheits-Tools bereits beziehungsweise es gibt diese kostenlos. Wehren Sie also Cyberangriffe ab, indem Sie "nur" Zeit, aber kein Geld investieren. Wir zeigen Ihnen, wie das geht.

8 Schutzprogramme für Unternehmen unter Windows 7 geprüft

Benutzer-Konten schützen

Der schnellste und preiswerteste Weg um Ihre Sicherheit zu erhöhen, besteht darin, dass Sie die Schutzmöglichkeiten, die Sie bereits besitzen, richtig einstellen.

Vergewissern Sie sich, dass alle Benutzer-Accounts mit starken Passwörtern geschützt sind und dass nur diejenigen Mitarbeiter Administrator-Rechte besitzen, die diese auch unbedingt benötigen.

Gruppen-Richtlinien bearbeiten

Mit Hilfe des Gruppen-Richtlinien-Editors können Sie die Richtlinien für Passwörter und Benutzersperrungen, Firewall-Einstellungen, Software-Beschränkungen und vieles mehr einstellen.
Vergrößern Mit Hilfe des Gruppen-Richtlinien-Editors können Sie die Richtlinien für Passwörter und Benutzersperrungen, Firewall-Einstellungen, Software-Beschränkungen und vieles mehr einstellen.

Als nächstes sehen Sie sich den Editor für lokale Gruppenrichtlinien in Ihrem Windows Betriebssystem an. Dieses Tool gibt Ihnen die Kontrolle über Benutzergruppen. Sie finden den Gruppen-Richtlinien-Editor, indem Sie bei Windows 7 und Windows 8 "Gruppe" in das Suchfeld eintippen. Daraufhin erscheint „Gruppenrichtlinien bearbeiten“ als eine der obersten Optionen bei den Suchergebnissen. Mit Hilfe des Editors können Sie die Richtlinien für Passwörter und Benutzersperrungen, Firewall-Einstellungen, Software-Beschränkungen und vieles mehr einstellen. Investieren Sie etwas Zeit für die Einarbeitung in den Editor für lokale Gruppenrichtlinien und nutzen Sie sorgfältig seine Möglichkeiten.

Halten Sie Ihr System aktuell

Zero-Day-Angriffe schaffen zwar unheilvolle Schlagzeilen, aber in der Realität sind längst bekannte Schwachstellen eine sehr viel größere Gefahr. Die meisten Angreifer haben nicht die Fähigkeiten oder die Hingabe, um neue Sicherheitslücken herauszufinden, sondern nutzen alte Lücken aus.

Je länger Sie also die Installation eines verfügbaren Updates hinauszögern, desto größer wird das Risiko. Sie sollten sowohl bei Windows die automatischen Updates aktivieren, als auch bei allen anderen Anwendungen, die eine solche Funktion anbieten. Wenn Sie diese Funktion nicht nutzen wollen, müssen Sie konsequent selbst immer nach Sicherheits-Updates recherchieren und diese zeitnah aufspielen, sobald diese verfügbar sind.

So schützen Sie sich vor den neuen PC-Gefahren

Ergänzen Sie Ihr System mit kostenlosen Sicherheits-Tools

Wenn Sie die oben genannten Ratschläge beherzigen, kommen wir zum nächsten Schritt: Installieren Sie kostenlose Sicherheits-Tools. Einige davon sind leistungsmäßig durchaus gleichwertig zu großen, teuren Sicherheits-Paketen von namhaften Herstellern. Die nachfolgenden Security-Tools sollten Sie sich einmal genauer ansehen.

Microsoft Security Essentials : Windows 8 beinhaltet bereits einen kostenlosen Virenscanner von Microsoft; für Windows 7 können Sie die Microsoft Security Essentials separat herunterladen, um einen kostenlosen Echtzeit-Schutz zu erhalten. Man muss aber ganz klar sagen, dass MSE bei der Erkennung nicht ganz die Qualität kommerzieller Lösungen erreicht.

Cain and Abel : Sie können Cain and Abel nutzen, um Schwachstellen aufzudecken.

Cain and Abel kann schwache Passwörter aufdecken, die Sicherheitslücken erzeugen.
Vergrößern Cain and Abel kann schwache Passwörter aufdecken, die Sicherheitslücken erzeugen.

Aircrack und Kismet : Wollen Sie wissen, wie sicher Ihr WLAN wirklich ist? Finden Sie es heraus mit Aircrack oder Kismet. Aircrack erfasst den WLAN-Datenverkehr und versucht Ihre WEP oder WPA-Verschlüsselung zu knacken. Kismet ist ein WLAN-Ortungsgerät, das zudem Eindringlinge erkennt. Beide Tools sind kostenlos.

Nikto : Wenn Ihr Unternehmen einen Web-Server besitzt, könnte Nikto für Sie interessant sein. Das Programm ist ein Open-Source Web-Server-Scanner und kann Ihnen helfen Schwächen zu finden, die Ihren Server für Exploits anfällig machen. Es sucht veraltete Serversoftware, spezifische Schwachstellen und bekannte Konfigurationsprobleme.

Für eine regelmäßig aktualisierte Auflistung der 125 besten von Nutzern ausgesuchten Sicherheits-Anwendungen, besuchen Sie SecTools.org . Die Seite beinhaltet sowohl Open-Source-Tools als auch kostenpflichtige Software.

Mehr Funktionen gegen Bezahlung

Die folgenden drei Open-Source-Tools sind grundsätzlich kostenlos, für mehr Funktionen müssen Sie allerdings bezahlen.

Nessus ist ein Scanner für Schwachstellen im Netzwerk und auf Ihren PCs. Er sucht nach mehr als 50000 Anfälligkeiten und Konfigurationsproblemen, die Ihr System gefährden könnten.

Den Nessus Schwachstellen-Scanner gibt es als kostenlosen Download, aber Sie benötigen eine Registrierung, um alle Funktionen freizuschalten.
Vergrößern Den Nessus Schwachstellen-Scanner gibt es als kostenlosen Download, aber Sie benötigen eine Registrierung, um alle Funktionen freizuschalten.

Metasploit ist ein Tool, das es Ihnen erlaubt Angriffe auf Ihre Netzwerk- und Computersicherheitsanwendungen zu simulieren.

Snort ist ein Tool zum Aufspüren von Eindringlingen.

Dieser Artikel stammt von unserer Schwesterpublikation PC-World.

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