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Das macht Arbeitszeugnisse verdächtig

Sonntag den 07.09.2014 um 10:03 Uhr

von Channelpartner

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© iStockphoto.com/vm
Wir zeigen, wie Sie "schlechte" von "guten" Zeugnissen unterscheiden können. Plus: Eine Zusammenstellung der peinlichsten Fehltritte in Vorstellungsgesprächen.
Dass Arbeitszeugnisse voller Tücken sein können, dürfte mittlerweile allgemein bekannt sein. Doch was an ihnen macht sie für einen Personalleiter verdächtig? Auf dieser und den folgenden Seiten haben wir die wichtigsten Merkmale aufgeführt, anhand derer "schlechte" von "guten" Zeugnissen unterschieden werden können. Auf Seite 2 dieses Artikel finden Sie zudem eine Galerie mit einer Zusammenstellung der peinlichsten Fehltritte, die Personalverantwortliche in Einstellungsgesprächen erlebt haben.

Angaben fehlen: "beredtes Schweigen"

Wenn wichtige Bewertungen oder ganze Passagen, z.B. zur Motivation oder zu Schlüsselqualifikationen (u.a. Belastbarkeit, Urteilsvermögen, Flexibilität) fehlen, kann das zwei Gründe haben: Entweder hat der Verfasser des Zeugnisses diese Angaben schlicht und einfach vergessen bzw. für nicht wichtig erachtet oder er hat bewusst darauf verzichtet. Unter Personalern wird dies als "beredtes Schweigen" bezeichnet, d.h. die Leistungen waren in diesem Aspekt "nicht der Rede wert".

Wenn also beispielsweise ein Designer in seinem Arbeitszeugnis für seine "äußerst sorgfältige Arbeitsweise" gelobt wird, eine Bewertung zur Kreativität aber ausbleibt, muss er sich nicht wundern, wenn ihn potenzielle Arbeitgeber aufgrund des Arbeitszeugnisses für einen ideenlosen Pedanten halten, der womöglich auch noch sehr langsam arbeitet. Allein das vielsagende Fehlen des abschließenden Dankes ("Wir danken ihm für seine sehr guten Leistungen") reicht aus, um ein ansonsten gutes Zeugnis zur Note 5 abzuwerten .

Arbeitnehmer, die eine prägnante Lücke in ihrem Zeugnis entdecken, haben gute Chancen auf eine Ergänzung. Denn in einem Urteil vom 12.08.2008 hat das Bundesarbeitsgericht das bislang weit verbreitete "beredte Schweigen" in die Nähe des verbotenen Geheimcodes gerückt: "Die Auslassung eines bestimmten Inhalts, der von einem einstellenden Arbeitgeber in einem Zeugnis erwartet wird, kann ein unzulässiges Geheimzeichen sein" (Az. 9 AZR 632/07).

Lob unglaubwürdig: Gefälligkeitszeugnis

Ein vor Lob überschäumendes Einser-Zeugnis ist keinesfalls eine Garantie für optimale Erfolgschancen bei einer Neubewerbung - jedenfalls nicht, wenn sich die Lobeselogen allzu auffällig als Teil eines Gefälligkeitszeugnisses entpuppen. Warum? Hinter einem Gefälligkeitszeugnis verbirgt sich meist eine unfreiwillige Beendigung des Arbeitsverhältnisses.

Gerät das Zeugnis also trotz kurzer Beschäftigungsdauer sehr umfangreich und reiht pauschale Superlative ohne wirklich persönliche Würdigung aneinander , dann handelt es sich augenscheinlich um ein Gefälligkeitszeugnis. Insbesondere bei Insolvenzen und betriebsbedingten Kündigungen ist Vorsicht geboten.

Sonntag den 07.09.2014 um 10:03 Uhr

von Channelpartner

Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (9)
  • mike_kilo 16:25 | 30.09.2012

    Mafia oder Freimaurer Gepflogenheiten
    merkwürdige Vergleiche! Zudem noch nicht mal begründet, sollte man sowas in die Tonne kloppen.

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  • Till Wollheim 15:09 | 30.09.2012

    Offensichtliche Schreibfehler oder Verwechslungen können formlos geändert werden ;-)!

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  • Hascheff 23:03 | 09.09.2012

    Du beharrst auf deiner irrigen Ansicht? Oder gehst du mit chipchap konform?

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  • ohmotzky 20:51 | 09.09.2012

    Bezog sich auf:
    Schließlich dient es einzig und alleine dem Ziel, den Arbeitgeber zu verarschen!!

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  • Hascheff 20:42 | 09.09.2012

    Zitat: ohmotzky
    Arbeitnehmer mit Arbeitgeber verwechselt,
    Mal abgesehen von chipchaps Einwand, er hat schon (irrigerweise) die [lt]Arbeitgeber[/lt]Unternehmer gemeint.

    Edit: Jetzt habe ich ganz vergessen, warum ich überhaupt in den Thread geklickt habe: Wie kann man Freimaurer und Mafia in einen Topf werfen?

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