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Das macht Arbeitszeugnisse verdächtig
Aufgepasst: Wir nennen die wichtigsten Merkmale, anhand derer Sie "schlechte" von "guten" Zeugnissen unterscheiden können.
Dass Arbeitszeugnisse voller Tücken sein können, dürfte mittlerweile allgemein bekannt sein. Doch was an ihnen macht sie für einen Personalleiter verdächtig? Auf dieser und den folgenden Seiten haben wir die wichtigsten Merkmale aufgeführt, anhand denen "schlechte" von "guten" Zeugnissen getrennt werden können.
Wenn wichtige Bewertungen oder ganze Passagen, z.B. zur Motivation oder zu Schlüsselqualifikationen (u.a. Belastbarkeit, Urteilsvermögen, Flexibilität) fehlen, kann das zwei Gründe haben: Entweder hat der Verfasser des Zeugnisses diese Angaben schlicht und einfach vergessen bzw. für nicht wichtig erachtet oder er hat bewusst darauf verzichtet. Unter Personalern wird dies als "beredtes Schweigen" bezeichnet, d.h. die Leistungen waren in diesem Aspekt "nicht der Rede wert".
Wenn also beispielsweise ein Designer in seinem Arbeitszeugnis für seine "äußerst sorgfältige Arbeitsweise" gelobt wird, eine Bewertung zur Kreativität aber ausbleibt, muss er sich nicht wundern, wenn ihn potenzielle Arbeitgeber aufgrund des Arbeitszeugnisses für einen ideenlosen Pedanten halten, der womöglich auch noch sehr langsam arbeitet. Allein das vielsagende Fehlen des abschließenden Dankes ("Wir danken ihm für seine sehr guten Leistungen") reicht aus, um ein ansonsten gutes Zeugnis zur Note 5 abzuwerten.
Arbeitnehmer, die eine prägnante Lücke in ihrem Zeugnis entdecken, haben gute Chancen auf eine Ergänzung. Denn in einem Urteil vom 12.08.2008 hat das Bundesarbeitsgericht das bislang weit verbreitete "beredte Schweigen" in die Nähe des verbotenen Geheimcodes gerückt: "Die Auslassung eines bestimmten Inhalts, der von einem einstellenden Arbeitgeber in einem Zeugnis erwartet wird, kann ein unzulässiges Geheimzeichen sein" (Az. 9 AZR 632/07).
Ein vor Lob überschäumendes Einser-Zeugnis ist keinesfalls eine Garantie für optimale Erfolgschancen bei einer Neubewerbung – jedenfalls nicht, wenn sich die Lobeselogen allzu auffällig als Teil eines Gefälligkeitszeugnisses entpuppen. Warum? Hinter einem Gefälligkeitszeugnis verbirgt sich meist eine unfreiwillige Beendigung des Arbeitsverhältnisses.
Gerät das Zeugnis also trotz kurzer Beschäftigungsdauer sehr umfangreich und reiht pauschale Superlative ohne wirklich persönliche Würdigung aneinander, dann handelt es sich augenscheinlich um ein Gefälligkeitszeugnis. Insbesondere bei Insolvenzen und betriebsbedingten Kündigungen ist Vorsicht geboten.
Das macht Arbeitszeugnisse verdächtig
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Das macht Arbeitszeugnisse verdächtig
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15.04.11
Es ist ja schon lange bekannt, dass solche Codes verwendet werden. Die Arbeitsgerichte geben bei Klagen auf Nachbesserung meistens dem Kläger recht. Es könnte ja auch sein, dass eine schlechte Leistung am Betriebsklima liegt. Aber Zeugnisse für Chefs gibt es leider noch nicht.
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15.04.11
...und was sollte da drin stehen?
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15.04.11
- pünktliche Gehaltszahlung
- betriebliche Sonderleistungen
- übertarifliche Bezahlung
- vorbildliche Sozialeinrichtungen
- gutes Kantinenessen
- Sonderzahlungen
- gleitende Arbeitszeit
...
- Subventionsbetrug
- Steuerhinterziehung
- Insolvenzverschleppung
- Mehrfachinsolvenz
- Nichtzahlung von gesetzlichen Sozialleistungen
...
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15.04.11
Die erste Hälfte wird der Arbeitgeber in der Regel selbst kommunizieren und die
zweite Hälfte lässt sich bei entsprechenden Infodiensten in Erfahrung bringen. Zudem wird es für den Arbeitnehmer sehr unangenehm, wenn derlei Informationen nicht auf Tatsachen (d.h. ggf. dem Vorhandensein entsprechender Titel) beruhen.
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15.04.11
Sorry, die Realität sieht meiner nicht unerheblichen Erfahrung nach wohl etwas anders aus. ;)
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15.04.11
Das traurige ist doch, dass Arbeitgeber gezwungen sind, solche Codes zu verwenden. Besser wäre es doch, wenn er schreiben könnte, wie der Arbeitnehmer sich in dem Betrieb tatsächlich gegeben hat.
Beispiel: Herr Tunichtgut kam jeden Tag 15 Minuten zu spät, seine Arbeitsleistungen lagen weit unter dem Durchschnitt und zu Kunden war er unfreundlich. Ratschläge von der Firmenleitung nahm er nicht an.
Aber die Wahrheit darf ja nicht ins Arbeitszeugnis schreiben, somit greifen die Arbeitgeber eben zu Codes.
Wo ist das Problem, bevor ich in eine Firma anfange, kann ich doch mit den Mitarbeitern im Betrieb reden.
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15.04.11
Wozu, ist doch keine Tanzveranstaltung? Als Arbeitnehmer habe ich am Arbeitsplatz Aufgaben zu erfüllen, Arbeitsplatz und Arbeitsmittel kann ich mir vorher anschauen und entscheiden, ob ich damit die Aufgaben erfüllen kann.
... olle verweichlichte schmarotzende Schmierengesellschaft
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