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So verdienen Sie Geld im Internet

04.03.2016 | 15:15 Uhr |

Geld im Netz lässt sich heute schneller denn je verdienen. Doch nicht jede Methode ist geeignet. PC-Welt hat die besten sechs Möglichkeiten parat.

Gemütlich zu Hause sitzen und dabei zusehen, wie die Arbeit vom Sofa die Euro in die eigene Kasse spült. Im World Wide Web der unbegrenzten Möglichkeiten Geld zu verdienen ist der Traum Vieler. Zurecht. Seriöse Möglichkeiten gibt es zu genüge.

Doch wie man hier die Spreu vom Weizen trennt, steht auf einem anderen Blatt. Nicht selten erscheint eine Methode auf den ersten Blick lukrativ, auf dem zweiten Blick zeigt sich aber, dass der zeitliche Aufwand viel zu hoch ist oder man in unseriöse Kreise geraten ist – schauen Sie einfach mal in Ihren Spam-Ordner.

PC-Welt hat für Sie die sieben besten Methoden unter die Lupe genommen und gibt eine Einschätzung.

1. Affiliate-Marketing: Bewegen Sie Ihre Leser zum Kauf

Haben Sie sich schon mal gefragt, wieso Blogger in ihren Produktberichten gerne zu Amazon & Co. verlinken? Das ist nicht nur ein netter Service, sondern viele Blogs leben von diesen Links. Für beide Seiten - Blog- und Webseiten-Betreiber sowie für deren Leser - ist das eine Win-Win-Situation. Denn es spricht ja nichts dagegen, wenn man für ein hochwertiges Produkt eine bequeme Möglichkeit zum Sofort-Kauf geboten bekommt.

Affiliate-Marketing heißt das Zauberwort - für E-Shops, Fitness-Studios und andere Institutionen ist das ein zunehmend interessanter Vertriebskanal. Das System dahinter ist denkbar einfach. Sie erwähnen ein Produkt oder einen Service, verlinken die Kaufmöglichkeit dazu und erhalten dafür eine Vermittlungsprovision.

Immer mehr im Internet tätige Unternehmen bieten sogenannte Affiliate-Programme an. Nachdem man sich für ein solches Programm registriert hat, beginnt die Suche nach dem gewünschten Produkt und man erstellt einen Affiliate-Link, den man in Foren, Blogs oder in einem Newsletter einbaut. Sobald nun jemand über den Link ein Produkt erwirbt oder eine Mitgliedschaft abschließt, spült es dem Affiliate, also Ihnen, eine Provision in die Kasse. Diese Umsatzbeteiligung bewegt sich beispielsweise bei Amazon zwischen drei und zehn Prozent auf den Warenwert.

Jedoch ist das Ganze leichter gesagt als getan. Agieren Sie zu aufdringlich, schreckt es womöglich die Leser und potenzielle Kunden ab. Ebenso kann eine zu kritische Berichterstattung vom Kauf abschrecken. Zudem benötigen Sie eine treue Community die Ihnen - idealerweise zu einem Nischenprodukt oder gefragten Thema – folgt, die Ihren Content und somit den Link konsumiert.

Wichtig: Bleiben Sie bei Ihrer Berichterstattung ehrlich und objektiv, reden Sie bei einem vorgestellten Produkt nichts schön, nennen Sie schonungslos dessen Schwachpunkte. Nur dann vertrauen Ihnen Ihre Leser - und kaufen auch mal.

Tipp: Ein eigener Blog lässt sich heute mit verschiedenen Tools wie Wordpress oder einem CMS mit wenig Know-how, günstig und in kurzer Zeit aufsetzen.

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2. Machen Sie mit hochwertigem Content Lust auf mehr

Wo wir gerade beim Thema Content sind: Mit News und Blog-Beiträgen im Internet lässt sich heute meist ein netter Nebenverdienst erzielen. Vorausgesetzt Ihr Content ist hochwertig und attraktiv geschrieben.

Mit sozialen Netzwerken ist es leichter denn je, Content im Netz zu verteilen.
Vergrößern Mit sozialen Netzwerken ist es leichter denn je, Content im Netz zu verteilen.
© Pixabay

Die Möglichkeiten gehen aber weit über das bereits erwähnte Affiliate-Marketing hinaus. So lassen sich beispielsweise Werbebanner einbinden, die pro Klick Geld bringen oder sich Beiträge von Sponsoren finanzieren. Bei der letztgenannten Variante schreibt der Blogger einen als Werbung gekennzeichneten Beitrag, der den Wünschen des Kunden entspricht. Hier sollte man zunächst abklären, ob dies in die eigene Philosophie des Blogs passt und wie viel gekaufte Beiträge Ihre Leser Ihnen erlauben.

Fachwissen zu einem gefragten Thema lässt sich besonders gut in sogenannten Abo-Modellen verpacken. So können Sie beispielsweise mittels Einsteiger-Tutorials den ersten Teil Ihrer Tipps verraten und hinter einem kostenpflichtigen Bereich das volle Know-how preisgeben.   

Tipp: Der Einnahme-Mix sollte gut überlegt sein, denn zu viel Werbung reduziert möglicherweise Ihre Glaubwürdigkeit und Ihren Experten-Status.

3. Knipsen Sie auf Vorrat

Ein Internet ohne Bilder ist undenkbar. Blogs, Firmenseiten und Social Media leben von Fotos. Doch wie kommen diese an Ihre Bilder? Einen Fotografen zu beauftragen ist meist nicht nur zu teuer, es dauert auch zu lange. Die Lösung: Stockfotografie. Hier produziert der Fotograf auf Vorrat und verkauft seine Bildrechte an Bilder-Poole wie Shutterstock , oder fotolia, oder istockphoto.

Sobald sich jemand das Bild herunterlädt, klingelt die Kasse. Allerdings sollte man auch hier nicht zu optimistisch sein. Viele Motive sind bereits hundertfach vorhanden und die Wahrscheinlichkeit eines Downloads gering.

Tipp: In Sachen Lizenzmodellen sollte man Acht geben: Am besten fährt man hier wohl mit Exklusiv-Lizenzen, auch wenn hier die Kasse dann nur einmal klingelt.

4. Geld verdienen mit Programmieren

Schreiben, Fotografieren und Programmieren - das sind die drei tragenden Säulen des Internets. Insbesondere wenn Sie des Programmierens mächtig sind, winken lukrative Gewinnmargen. Vorausgesetzt Sie entwickeln etwas, das auch andere herunterladen.

Doch wir sprechen in Zeiten der Cloud nicht mehr von Software. Viel interessanter ist das Geschäft mit Themes und Plugins. Wordpress lebt beispielsweise von seinem modularen Ansatz - in anderen Worten: Die User lieben es, aus verschiedenen Oberflächen wählen zu können und Funktionen mit einen Klick hinzuzufügen.

Ob ein Plugin zum Crowdfounding oder Eventmanagemet, haben Sie eine Nische identifiziert, kann man dieses - auch zum Beta-Test - auf Theme- und Code-Marktplätze wie Themeforest oder Envato hochladen. Dieses kleine „Amazon“ für Wordpress ist meist ein interessanterer Vertriebskanal als der eigene Blog.

Tipp: Schauen Sie in den Foren von Envato oder wordpress.org was die User an den bisherigen Lösungen nervt. Und vergessen Sie bloß nicht die Usability!

5. Geld mit dem eigenen Online-Shop verdienen

Der stationäre Handel geht zurück, der Internethandel boomt. Laut dem E-Commerce Report der Internet World Messe machten Onlinehändler 2015 mit 41,7 Milliarden Euro mehr als jemals zuvor Umsatz. Tendenz steigend. Besonders Bekleidung und Elektronik kaufen die Deutschen gerne im Internet.

Doch auch hier gilt: Besetzen Sie eine Nische, wenn Sie nicht mit dem Argument Preis-Leistung punkten können. Idealerweise bereichern Sie Ihren Shop zudem mit weniger Content, der dafür aber optimal zu den verkauften Produkten passt. Verkaufen Sie beispielsweise Fitness-Tracker, dann ziehen Sie Ihre Kunden mit attraktiven Beiträgen zu Health & Sports-Themen auf Ihre Seite. Gleichzeitig erhöhen Sie so zudem die SEO-Auffindbarkeit. Und Güte-Siegel nicht vergessen. Trust-Elemente sind insbesondere im E-Business zentral.

Tipp: Wordpress bietet mit WooCommerce ein leistungsstarkes Showsystem für lau.

Ein Online-Shop lässt sich heute schneller denn je aufsetzen
Vergrößern Ein Online-Shop lässt sich heute schneller denn je aufsetzen
© demo.select-themes.com/stockholm5/shop/

6. YouTube als Einnahmequelle

Sie haben kein Problem in der Öffentlichkeit zu stehen und hören sich gerne selbst reden? Oder machen kreative Videos, die durch die Decke gehen? Dann ist vielleicht YouTube das Richtige. Haupteinnahmequelle auf YouTube ist die Videowerbung am Anfang der Clips. Hier schöpft Google kräftig ab. Der Konzern behält 45 Prozent des Geldes, die übrigen 55 Prozent landen beim Videoproduzenten. Doch die Gewinnspanne ist gering. Wer hier Geld verdienen will, braucht viele Klicks. Für 1.000 Klicks gibt es nur einen mageren Euro.

Das ist ein Grund, weshalb viele YouTuber auch mit sogenannten Product Placements arbeiten. Dieser Werbedeal mit der Marketingabteilung oder Sales-¬Abteilung einer Firma kann auf YouTube auf verschiedene Weise erfüllt werden. Entweder der Youtuber richtet seine Kamera auf das zu vermarktende Produkt oder er geht auf eine gesponserte Veranstaltung. Auch beliebt sind Videospiele, die vor Ihrem Release angespielt und tendenziell „positiv“ bewertet werden.

Tipp: Auch in den Videobeschreibungen lassen sich Werbelinks einblenden, womit wir wieder beim Thema Affiliate-Marketing wären

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7. Werden Sie Guerilla-Blogger für SEO-Optimierer

Eine Top-Positionierung bei Google entscheidet maßgeblich über Erfolg und Misserfolg einer Webseite. Deshalb hat sich der Beruf des SEO-Optimierers gebildet. In kaum einem anderen Berufsfeld dürften so viele Scharlatane unterwegs sein wie hier ("Keyworddichte messen", Buzzword-Bingo). Und kaum irgendwo sonst dürften so viele Binsenweisheiten verbreitet werden („schreiben Sie guten Content“). Doch Sie können durchaus von dem Hype um die SEO-Optimierung profitieren: Lassen Sie sich als Backlink-Setzer engagieren. Dann durchforsten Sie gegen Bezahlung Foren und Social-Media-Plattformen und verlinken dort auf die Seiten Ihrer Kunden. Doch aufgepasst: Die Moderatoren sehen es nicht gerne, wenn Sie inhaltslose Artikel verlinken.

Fazit:

Im Netz lässt sich heute schneller denn je ein Geschäftsmodell starten. Die Basis mit Lösungen Out of the Box, beispielsweise in Form modularer und kostenloser Content Management Systeme wie Wordpress, werden immer populärer. Wichtiger ist es jedoch auf die richtige Strategie zu setzen. 

Dubiose Angebote wie Paidmailer, bei denen die Interessenten für gelesene Webemails Geld bekommen oder mit bezahlten Startseiten, die pro Seitenaufruf teils nicht mal einen Cent versprechen, sind für die Tonne. Hier steht der zeitliche Aufwand in keiner Relation zum Ertrag.

Strengen Sie deshalb Ihre grauen Zellen an. Insbesondere wenn Sie Fachwissen in einem gefragten Bereich haben, gibt es heute gute Plattformen, um relativ schnell loszulegen.

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