18.12.2012, 10:15

Nikolai Zotow

Gekoppelt, Gesynct, Gefährlich

Handy, Tablet und PC richtig synchronisieren

Unser Ratgeber zeigt Ihnen, worauf Sie beim Synchronisieren von mehreren Geräten achten sollten. ©iStockphoto/alexsl

Mittlerweile nutzt fast jeder mehrere Geräte, etwa Tablet, PC und Smartphone. Wir zeigen, wie Sie dabei Ihre Daten überall aktuell halten, ohne sich zu verzetteln.
Früher, so vor rund zehn Jahren, war die Welt der Synchronisation noch einfach. Es gab einen zentralen PC, mit dem dann der Organizer oder das Mobiltelefon synchronisiert wurde. Meist betraf das lediglich Kontakte und Termine. Der Datenabgleich erfolgte über ein Kabel. Viel mehr Möglichkeiten standen den Benutzern damals nicht zur Verfügung. Cloud-Dienste waren noch nicht in Sicht und wären wegen der hohen Datengebühren in den mobilen Datennetzen auch viel zu teuer gewesen.
Heute, im Zeitalter der Flatrates, sieht alles ganz anders aus. Mit dem Hype von Cloud-Diensten und Smartphones hat sich die Situation entscheidend geändert. Die meisten Anbieter synchronisieren die Daten nun über das Internet. Da das heute nahezu überall möglich ist, kann der Abgleich deshalb auch jederzeit erfolgen. Namhafte Anbieter wie Microsoft oder Google bieten dafür passende Cloud-Dienste und Client-Programme an. Letztere synchronisieren aber nur den Bestand der lokalen Installation von Outlook.

Was soll ich syncen und was nicht?

Zunächst können Sie Ihre Kontakt- und Kalenderdaten auf verschiedenen Rechnern, Tablets und Smartphones miteinander abgleichen. Sobald Sie bei demselben Anbieter oder auf derselben Plattform bleiben, ist die Einrichtung der Synchronisation relativ unkompliziert. Wenn Sie beispielsweise Ihren Googlemail-Account für die Verwaltung Ihrer Termine und Kontakte sowie für Ihre Mail nutzen, brauchen Sie in Ihrem Android-Smartphone lediglich Ihre Anmeldeinformation mit Passwort einzugeben, und das Smartphone holt sich den aktuellen Datenbestand von den Google-Servern. Auch wenn Sie einen Windows-8-Rechner haben und ein Smartphone mit Windows Mobile nutzen, reicht die Eingabe Ihres Microsoft-Kontos für die Bereitstellung des ständig abgeglichenen Datenbestandes aus.

Aktuelle Daten überall: Via Cloud oder lokal gesynct

Wenn Sie von mehreren Plattformen auf Ihren Datenbestand zugreifen möchten, haben Sie im Prinzip zwei Möglichkeiten: Synchronisation der lokalen Geräte oder zentraler Zugriff via Internet. Bei der Synchronisation haben Sie dieselben Daten auf jedem Ihrer Geräte lokal gespeichert. Deshalb können Sie damit auch offline arbeiten. Das ist ideal, wenn Sie beispielsweise im Zug sitzen und mit Funklöchern zu kämpfen haben.
Beim zentralen Zugriff sind Ihre Daten in der Cloud auf den Servern Ihres Dienstanbieters gespeichert. Hier liegen die Vorteile darin, dass Sie Ihre Daten mit anderen Personen ohne Zustzaufwand gemeinsam bearbeiten oder ansehen können und zudem mit wenig Speicherplatz auf Ihren lokalen Geräten auskommen – etwa bei der Verwendung von Smartphones oder Tablets.

Was die Cloud-Dienste zu bieten haben

Neben den Klassikern Kalenderdaten und Kontakte können Sie auch Ihre Fotos, Postings in sozialen Netzwerken, Videos und Musik synchronisieren. Außerdem stellen einige Dienste Software oder Apps für den Abgleich des Datenbestandes auf verschiedenen Rechnern zur Verfügung. Dropbox, Google Drive und Microsoft Skydrive synchronisieren dabei beliebige Daten, die sich in vorher festgelegten Verzeichnissen auf Ihren Rechnern befinden, mit dem Datenbestand auf dem Cloud-Laufwerk. Je nach Anbieter steht Ihnen dafür unterschiedlich viel Speicher zur Verfügung. Dabei ist die Menge an Cloud-Speicher auch für die lokal abgespeicherte und zu synchronisierende Datenmenge entscheidend, denn mehr wird der jeweilige Dienst nicht abgleichen. Derzeit sind das 2 GB bei Dropbox, 5 GB bei Google Drive und 7 GB bei Microsoft Skydrive. Google Drive konzentriert sich dabei auf reine Arbeitsdaten wie Tabellenkalkulation, Textdokumente oder Präsentationen. Für Fotos nutzt der Suchmaschinenanbieter seinen eigenen Bilderdienst Picasa.

Ihre Bilder sind von überall aus erreichbar

Cloud-Dienste, die Bilder synchronisieren, erfreuen sich nicht zuletzt wegen der zunehmenden Verbreitung von Smartphone-Knipsereien steigender Beliebtheit. Hier gibt es Dienste, die an das Betriebssystem gekoppelt sind, und solche, die plattformübergreifend arbeiten. Die Bildsynchronisation bei Apples iCloud ist mittels einer eigenen Apple-Anwendung auch auf Windows-7-PCs nutzbar.
Bilder in der Cloud und auf dem lokalen Rechner verknüpft auch Googles Picasa. Picasa durchsucht nach seiner Installation die Festplatten Ihres Rechners, indexiert die darauf gespeicherten Bilder und führt auf Wunsch eine Gesichtserkennung durch. Picasa ist in Android-Smartphones über die Standard-App „Galerie“ angebunden. Hier können Sie über „Menü ➞ Freigeben ➞ Picasa“ die von Ihnen angefertigten Fotografien in den Picasa-Cloud-Speicher übertragen. Der Clou dabei ist, dass der Upload vollautomatisch per WLAN funktioniert. Damit stehen Ihre Bilder überall dort zur Verfügung, wo Sie Picasa installiert haben. Natürlich verfügt Googles Bilderdienst auch über eine Web-Schnittstelle, über die Sie Ihre Bilder mit anderen teilen können.
Nicht ganz so umfangreich ist dagegen die Bildfunktionalität von Dropbox. Der Anbieter von Cloud-Speicher hat neuerdings in seinem Client auch einen Bildimport implementiert. Dieser ersetzt aber lediglich die Windows-Importfunktion für Bilder und legt die Fotos über das lokale Dropbox-Verzeichnis im Cloud-Speicher ab.
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