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Geheimes Daten-Versteck mit Tools anlegen

19.09.2016 | 10:48 Uhr |

Zeig mir deine Festplatte und ich zeige Dir, wer Du bist. Doch wer will das schon? Mit diesen Tools bleibt Privates privat.

Damit Privates privat bleibt, gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder verschlüsseln Sie Ihre Dateien – und wecken damit erst recht die Neugierde eines etwaigen Hackers. Oder Sie verstecken die Daten einfach; nach dem Motto „Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß“. Zwar können Sie ganze Ordner in Windows einfach per Rechtsklick, „Eigenschaften“ und einem Häkchen bei „Versteckt“ unsichtbar machen. Doch davon raten wir dringend ab. Denn über „Extras, Ordneroptionen, Ansicht“ kann jeder einfach und schnell „Ausgeblendete Dateien, Ordner und Laufwerke anzeigen“. Zumindest jeder mit Zugriff auf Ihren Rechner – aber das ist ja auch für den Zugriff auf Ihre Dateien notwendig.

Vor allem Laptop-Besitzern ist es schnell passiert: Der Rechner ist kurz unbeaufsichtigt. Ein Daten-Versteck schützt aber nicht nur vor dem neugierigen Sitznachbarn im Café oder in der Bibliothek, sondern auch vor einem übereifrigen Chef, der Sie im Büro kontrollieren will. Oder vor einem Familienmitglied, das sich dann die Geburtstagsüberraschung selbst verderben würde. Zusätzlich zu einem Datenversteck empfehlen wir darum den privaten Surf-Modus im Browser. Dieser hinterlässt keine Spuren auf dem Rechner. In Google Chrome erreichen Sie ihn beispielsweise über die Tastenkombination STRG + Umschalttaste + N. Firefox-Nutzer verwenden statt dem „N“ ein „P“.
 
Die Programme unserer Galerie helfen Ihnen beim Verstecken privater Dateien - fast alle sind kostenlos. Egal, ob es sich nur um Desktop-Verknüpfungen handelt, um einen Bilder-Ordner oder um die ganze Festplatte. Letzteres schaffen Sie etwa mit Truecrypt, das nicht nur zum Verschlüsseln taugt. Mit dem Gratis-Programm richten Sie auf Wunsch einen Alibi-Container ein, den Sie nicht nur mit einem versteckten Container füttern, der Ihr komplettes Windows enthält, sondern auch mit einem Lockvogel-Windows, das nur ein paar harmlose Daten enthält. Zwingt Sie jemand zur Passwortrausgabe, sagen Sie einfach das falsche Passwort für das Alibi-Windows, nicht das richtige für das eigentlich von Ihnen genutzte System. Truecrypt wird jedoch nicht mehr aktiv weiterentwickelt, die Entwickler selbst empfehlen als Alternative das Windows-interne Bitlocker. Oder Sie verwenden einfach einen der zahlreichen Truecrypt-Konkurrenten.

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