26.01.2011, 14:54

Daniel Behrens

Geheimakte Chrome

Das hat Google mit Chrome vor

Chrome wird immer beliebter. Google zufolge nutzen weltweit bereits 120 Millionen Anwender den Konkurrenten von Internet Explorer, Firefox & Co. Hinter den Kulissen arbeiten die Entwickler permanent an Verbesserungen und Erweiterungen. Was Anwender in den kommenden Monaten erwartet, erfahren Sie hier.
Googles Browser Chrome ist schnell und schlank. Ein Grund dafür: Der Funktionsumfang ist auf das Wesentliche reduziert. Daran wird sich auch in Zukunft nicht grundlegend etwas ändern. Die Google-Programmierer entwickeln aber zumindest kontinuierlich einige kleine und trotzdem wirkungsvolle Funktionserweiterungen. Auch an der Geschwindigkeit schrauben sie immer weiter - zuletzt haben sie die Javascript-Verarbeitung deutlich beschleunigt. Die aktuelle, stabile Version von Chrome enthält bereits einige Beta-Funktionen, die jedoch standardmäßig deaktiviert sind.
Einen Ausblick auf die Zukunft zu Chrome zu werfen, ist relativ einfach: Geben Sie in die Chrome-Adresszeile „about:flags“ ein und drücken Sie Return. Sie landen nun auf einer internen Seite, die mehrere Funktionen auflistet, die sich im Test-Stadium befinden und die Sie einzeln aktivieren können.
Nach dem Klick auf „Aktivieren“ bei einem oder mehreren Einträgen müssen Sie den Browser neu starten. Google weist darauf hin, dass die Funktionen Fehler haben können und möglicherweise die Stabilität des Browsers beeinträchtigen. Zum Recherchezeitpunkt dieses Artikels waren dies die interessantesten Beta-Funktionen:
Google Cloud Print: Mit diesem Dienst machen Sie Ihre Drucker im Internet verfügbar: Wenn Sie Google Cloud Print aktivieren, erscheint in der Chrome-Konfiguration („Optionen, Details“) die Schaltfläche „Bei Google Cloud Print anmelden“. Wenn Sie darauf klicken und im Folgenden Ihre Google-Benutzerdaten eingeben, werden Ihre an den PC angeschlossenen Drucker über das Internet verfügbar gemacht, während der Computer eingeschaltet ist. Sie können dann mit jedem Internet-tauglichen Gerät, zum Beispiel mit einem Smartphone, von überall aus Druckaufträge abschicken.
Noch ist das aber weitgehend Zukunftsmusik, denn noch befindet sich dieser Service im Entwicklungsstadium und kann nur in Verbindung mit Googles Betriebssystem Chrome OS benutzt werden. Zukünftig soll es aber Web-Anwendungen geben, die Google Cloud Print unterstützen. Das Problem, dass der PC, an dem der Drucker hängt, eingeschaltet sein muss, will Google ebenfalls lösen. Und zwar dadurch, dass es demnächst netzwerkfähige Drucker mit integrierter Google-Cloud-Print-Unterstützung sowie entsprechende Printserver geben soll.
Seitliche Tabs: Statt waagerecht wird die Tab-Leiste nach dem Aktivieren dieser Funktion senkrecht angezeigt. Dazu klicken Sie mit der rechten Maustaste auf einen Tab und dann auf „Seitliche Tabs verwenden“.
Tabbed Settings: Chrome zeigt den Konfigurationsdialog nicht mehr in einem eigenen Fenster an, sondern auf einem Browser-Tab.
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