Trotz aller Sicherheitsmaßnahmen von SchülerVZ: Es bleiben die Gefahren, die für alle Kontakt-Netzwerke typisch sind. Deshalb ist es wichtig, dass Eltern ihren Nachwuchs dafür sensibilisieren.
Gefahr 1: Mobbing. Was früher nur auf dem Schulhof vorkam, findet längst auch in den Netzwerken statt: Schüler werden gehänselt, bedroht und gemobbt. In einer Untersuchung der Landesmedienanstalt NRW wurde deutlich, dass nahezu alle befragten Jugendlichen bereits in irgendeiner Form Erfahrungen mit Online-Mobbing gemacht haben, entweder direkt oder im eigenen Umfeld. Sprechen Sie mit Ihren Kindern darüber.
Gefahr 2: Verletzung der Privatsphäre. In SchülerVZ ist eine Vielzahl von Fotos zu finden, die recht freizügig sind und Personen in für sie unvorteilhaften Situationen zeigen. Die Profile einzelner Personen können mit diesen Fotos verknüpft werden – unter Umständen auch ohne deren Einverständnis. Verhindern können Benutzer dies in den „Privatsphäre“-Einstellungen. Generell ist es aber besser, solche Bilder gar nicht erst hochzuladen.
Gefahr 3: Fragwürdige Inhalte. Die Macher von SchülerVZ gehen zwar Hinweisen nach und sperren Mitglieder, die sich nicht regelkonform verhalten. Dennoch gibt es eine Vielzahl von Gruppen mit fragwürdigen Inhalten, etwa rechtsextremer und ausländerfeindlicher Natur.
Fazit: Bei SchülerVZ passiert nichts, was Eltern Angst machen müsste. Weil die Kontaktpflege im Internet geschieht, kann sich aber auch mehr unerwünschtes Publikum beteiligen. Dass viele Vorgänge bei SchülerVZ gespeichert werden, kann ein Vorteil sein. Allerdings bleibt auch manches gespeichert, was den Mitgliedern später nicht mehr recht sein dürfte.
Immerhin: Was sich in SchülerVZ abspielt, ist mit Suchmaschinen wie Google in aller Regel nicht auffindbar. Außerdem ist eine Vielzahl von Einstellungen zum Schutz der Privatsphäre standardmäßig aktiviert. Wer mehr preisgeben will, tut dies gewollt. Auch hierin hebt sich SchülerVZ von anderen sozialen Netzwerken positiv ab.
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