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Gast-WLAN für Bekannte und Freunde einrichten

08.11.2016 | 12:14 Uhr |

Mit einem Gäste-WLAN ermöglichen Sie den Kindern oder Besuchern den Zugang zum Internet, ohne die Sicherheit Ihres Heimnetzes zu gefährden. Wir zeigen, wie Sie dabei am besten vorgehen.

Ob im Bahnhof oder am Flughafen, im Café oder im Schnellrestaurant: Überall stoßen Sie auf freie WLANs, die den Internetzugang unterwegs erlauben, ohne das mobile Datenvolumen zu belasten. Deshalb wünschen Sie sich auch bei Freunden oder Bekannten einen problemlosen WLAN-Zugang – sei es, um kurz Mails zu checken, Nachrichten in den sozialen Netzwerken zu verbreiten oder an Fotos zu gelangen. Und umgekehrt erwarten Ihre Freunde dies auch bei Ihnen.

Die optimale Lösung dafür ist ein Gäste-WLAN. Diese Funktion bieten inzwischen eigentlich alle Router. Ein WLAN für Freunde ist zwar schnell eingerichtet, allerdings sollten Sie sich damit nicht zufriedengeben, wenn Sie Komfort und Sicherheit ideal verbinden wollen. Außerdem kann das Gäste-WLAN nicht nur ein Gefallen für Freunde sein. Sie können es auch für die Familie oder Wohngemeinschaft einrichten, um zu verhindern, dass Netzwerkgeräte für alle WLAN-Nutzer zugänglich sind.

Wir zeigen, wie Sie ein Gäste-WLAN einrichten, mit dem alle zufrieden sind: Ihre Freunde, weil sie einen schnellen Internetzugang bekommen – und Sie, weil Sie sich keine Sorgen um die Sicherheit des Heimnetz machen müssen.

WiFi Direct: Ohne Router mit anderen PCs verbunden

So richten Sie ein Gäste-WLAN sicher ein

Ein Gäste-WLAN bringt Besucher über Ihren Internetzugang online. Allerdings ist das Gäste- WLAN ein eigenes Netzwerk, das logisch von Ihrem Heimnetz getrennt ist. Es hat eine eigene Netzwerkkennung (SSID), am besten ein eigenes WLAN-Passwort und einen eigenen IP-Adressbereich. Die Firewall im Router sorgt dann dafür, dass die IP-Pakete des Gäste- WLANs nicht ins Heimnetz gelangen.

Beim Fritzbox-Router von AVM richten Sie ein Gäste-WLAN im Menü „WLAN -> Gastzugang“ ein. Setzen Sie einen Haken bei „Gastzugang aktiv“. Anschließend können Sie eine eigene SSID vergeben; als Standard nutzt die Fritzbox die Netzwerkkennung „FRITZ!Box Gastzugang“. Unbedingt sollten Sie auch das Gast-WLAN mit einem eigenen, starken Passwort sichern. Geben Sie es unter „WLAN-Netzwerkschlüssel“ ein. Wie Sie das Passwort problemlos an die Gäste weitergeben, erfahren Sie weiter unten. Bestätigen Sie die Eingaben mit „Übernehmen“ unten auf der Seite. Anschließend ist die SSID des Gäste-WLANs aktiv, und Benutzer können nach Eingabe des Passwortes darauf zugreifen.

Bei anderen Routern kann das Gäste-WLAN schon ab Werk aktiviert sein. In diesem Fall sollten Sie aber trotzdem die SSID und das Passwort ändern. Es bietet sich an, eine einfach und aussagekräftige Netzwerkkennung wie „Gast-WLAN“ zu wählen, damit es keine Missverständnisse gibt, an welchem Funknetz sich die Gäste anmelden können. Bei einem Router von TP-Link finden Sie die entsprechenden Einstellungen unter „Advanced -> Guest Network“, bei Netgear-Geräten unter „Einfach -> Gastnetzwerk“. Die Vodafone Easybox 804 gibt unter „WLAN -> Allgemein -> Gast-WLAN“ Zugriff auf die notwendigen Optionen.

Bei den Speedport-Routern der Telekom lässt sich kein Gast-WLAN einrichten – außer beim neuen Speedport Smart. Stattdessen bieten einige Modelle WLAN to go: Damit können Sie Besuchern ein Funknetz bereitstellen: Die können sich dort allerdings nur anmelden, wenn sie Telekom-Kunden sind und den eigenen Router für WLAN to go freigegeben haben.

Bei den meisten Dual-Band-Routern können Sie getrennte Gast-WLANs über die 2,4- und die 5-GHz-Frequenz anlegen. In den Voreinstellungen sind dafür unterschiedliche SSIDs angegeben. Die Fritzbox bietet nur eine Gäste- SSID für beide Frequenzen an: So verbinden sich Client-Geräte der Besucher automatisch mit der am besten geeigneten Frequenz.

Vergeben Sie eine eindeutige SSID für den Gastzugang: So wissen Besucher sofort, mit welchem WLAN sie sich verbinden sollen. Ein starkes Passwort darf auch nicht fehlen.
Vergrößern Vergeben Sie eine eindeutige SSID für den Gastzugang: So wissen Besucher sofort, mit welchem WLAN sie sich verbinden sollen. Ein starkes Passwort darf auch nicht fehlen.

Gastzugang einfach per Smartphone einrichten

Um das Gäste-WLAN aufzubauen, müssen Sie die Konfigurationsseite des Routers per Browser aufrufen. Dort lassen sich zahlreiche, auch sicherheitsrelevante Einstellungen abhängig vom Funktionsumfang des Menüs sehr detailliert einstellen. Wenn es aber mal schnell gehen muss mit dem Gäste-WLAN, können Sie es auch per Smartphone starten – vorausgesetzt, der Routerhersteller bietet eine entsprechende App mit dieser Funktion an.

Bei Routern von AVM hilft Ihnen die Fritzapp WLAN weiter. Ist das Smartphone per WLAN mit der Fritzbox verbunden, finden Sie in den App-Einstellungen – das Symbol mit den drei waagrechten Streifen links – die Option „WLAN teilen“. Melden Sie sich über die App an der Fritzbox an, und vergeben Sie danach, falls gewünscht, eine neue SSID für das Gäste-WLAN sowie ein starkes Passwort bei der eingestellten Verschlüsselungsmethode WPA2. Drücken Sie nun auf „AKTIVIEREN“.

Fritz-Labor: Neue Funktionen für das Gästenetz

AVM veröffentlicht regelmäßig Labor-Firmwares: Damit können Fritzbox-Nutzer neue Funktionen testen. In der Labor-Firmware 06.69 für die Fritzbox 7490 gibt es zwei interessante Neuerungen für den Gastzugang.

Unter „Internet -> Online-Monitor“ sehen Sie in einer Grafik die aktuelle Auslastung des Internetzugangs: Die Downstream-Geschwindigkeit steht im oberen, die Upload-Rate im unteren Diagramm. Bisher ließ sich bei der Downstream-Darstellung nur unterscheiden, welche Datenrate Internetanwendungen und IPTV verursachen. Die Labor-Firmware ergänzt als dritte Kategorie den Gastzugang: So sehen Sie in Echtzeit, welches Datenvolumen Ihre Besucher in Anspruch nehmen. Mit einer weiteren neuen Labor-Funktion können Sie verhindern, dass Nutzer über den Gastzugang so viel Bandbreite besetzen, dass für das Heimnetz nichts mehr übrigbleibt. Unter „Internet -> Filter -> Priorisierung“ gibt es die neue Option „Geschwindigkeit im Heimnetz“: Hier lässt sich eine festgelegte Bandbreite für das Heimnetz reservieren, die der Gastzugang nicht beanspruchen kann. Aktivieren Sie die Option „Bandbreite für das Heimnetz reservieren“, und wählen Sie aus dem Dropdown-Menü einen Prozentsatz zwischen 10 und 100 Prozent aus.

Die besten Tipps: Mehr Reichweite für das Gäste-WLAN

Haben Sie die Reichweite Ihres WLANs mit einem Repeater verstärkt, gilt das nicht automatisch für das Gäste-WLAN. Denn der Repeater ist meist ausschließlich mit dem Heimnetz- WLAN verbunden und kann dann nicht die Datenpakete des Gast-WLAN weiterleiten. Nur wenige WLAN-Verstärker bringen Funktionen für einen Gastzugang mit. Eine Ausnahme sind die WLAN-Repeater von AVM: Wenn Sie mit einer Fritzbox verbunden sind, können Sie das Heimnetz und auch das im Router eingerichtete Gäste-WLAN erweitern. Voraussetzung dafür ist eine aktuelle Fritzbox wie die 7490 oder 7390 sowie Fritz-OS ab Version 6.

Rufen Sie die Benutzeroberfläche des Fritz-Repeaters auf und gehen Sie zu „WLAN -> Gastzugang“. Dort aktivieren Sie „Einstellungen für den Gastzugang aus der FRITZ!Box übernehmen“ und bestätigen mit „Übernehmen“. Nun bietet der Repeater einen Zugang zum Gastnetz mit den gleichen Einstellungen für SSID und Passwort; die Gastgeräte verbinden sich dann je nach Standort mit derjenigen WLAN-Quelle, die das beste Funksignal bietet. Ebenso kann eine zweite Fritzbox, die als IP-Client den Onlinezugang der Haupt-Fritzbox übernimmt, das dort eingerichtete Gäste- WLAN mit dieser Option automatisch weitergeben, während sie gleichzeitig ein davon getrenntes eigenes WLAN aufbaut.

Auch mit einem kabelgebundenen Gerät lässt sich das Gastnetz der Fritzbox erweitern. Bei einigen Routermodellen können Sie einen LAN-Port für das abgetrennte Gastnetz verfügbar machen. Diese Option finden Sie unter „Heimnetz -> Heimnetzübersicht -> Netzwerkeinstellungen“. Aktivieren Sie dort die Option „Gastzugang für LAN 4 aktiv“. Ein Gerät, das Sie mit diesem LAN-Anschluss verbinden, erhält eine IP-Adresse aus dem Gastnetz der Fritzbox und kann dann das Heimnetz nicht erreichen, aber auch von dort nicht mehr angesprochen werden.

Um das Gäste-WLAN zu erweitern, können Sie einen Access Point oder einen Router im Access-Point-Modus per LAN-Kabel anschließen: Sein WLAN ist dann Teil des Gastnetzes der Fritzbox. Ähnlich funktioniert es mit einem Powerline-Adapter: Er wird mit dem LAN-4- Port der Fritzbox verbunden und bringt das Gastnetz per Stromleitung in weitere Zimmer. Mit einem Kombigerät aus Powerline-Adapter und WLAN-Access-Point bringen Sie auch auf diese Weise Funkgeräte ins Gästenetz.

Per App vom Routerhersteller lässt sich ein Gastzugang direkt vom Smartphone aus einrichten. Bei der Fritzbox- App können Sie das Passwort auch per NFC teilen.
Vergrößern Per App vom Routerhersteller lässt sich ein Gastzugang direkt vom Smartphone aus einrichten. Bei der Fritzbox- App können Sie das Passwort auch per NFC teilen.

Passwort für den Gastzugang bequem und sicher weitergeben

Sie sollten auch Ihr Gäste-WLAN mit einem Passwort schützen. Denn es besteht die Gefahr, dass ein ungeschütztes WLAN von Dritten für Urheberrechtsverletzungen genutzt wird. Derzeit herrscht eine juristische Debatte, ob ein Wegfall der Störerhaftung auch für offene WLANs ohne Passwort gilt. Aktuelle Urteile wie das des Europäischen Gerichtshofs lassen sich dahingehend verstehen, dass WLANs, die auch andere nutzen können, grundsätzlich gesichert sein müssen, um den WLAN-Betreiber von Ansprüchen auf Unterlassung und den damit verbundenen Abmahnkosten zu befreien.

Grundsätzlich sollten Sie beim Passwort für das Gäste-WLAN die gleichen Regeln beachten wie beim Schutz des Heimnetzes: Wählen Sie ein komplexes Passwort, und ändern Sie es regelmäßig. Sonst kann jemand, der einmal bei Ihnen zu Besuch war, jedes Mal erneut auf das Gastnetz zugreifen.

Bluetooth-Alternative: Wi-Fi Direct: WLAN ganz ohne Router

Damit stellt sich das Problem, wie Ihre Gäste an das Passwort kommen. Am sichersten ist der Weg per WPS, weil Sie dann das Passwort nicht öffentlich machen müssen. Prüfen Sie zunächst, ob im Router WPS aktiviert ist. Bei der Fritzbox finden Sie diese Funktion in „WLAN -> Sicherheit -> WPS-Schnellverbindung“. Markieren Sie „WPS aktiv“. Ihre Gäste müssen sich nun mit der SSID des Gastzugangs verbinden und ihre WLAN-Geräte in den WPSPush-Modus versetzen. Anschließend aktivieren Sie am Router die WPS-Funktion – meist durch Drücken einer Taste am Gehäuse: Wie lange Sie welche Taste drücken müssen, steht im Handbuch – bei der Fritzbox halten Sie sechs Sekunden die Taste WLAN/WPS gedrückt. Die Router von AVM bieten auch weitere pfiffige Lösungen für die Passwortverteilung an Smartphone-Nutzer: Im Routermenü zeigt das Gerät unter „WLAN -> Gastzugang“ einen QR-Code an, den Sie mit einer entsprechende QR-Code-App abfotografieren, um SSID und Passwort des Gastzugangs zu erfahren. Gleiches bietet auch die AVM-App Fritzapp WLAN mit der Option „QR-Scan“. Mit der App lassen sich die Zugangsdaten auch per NFC weitergeben: Unterstützen beide Smartphones den Nahfunk und haben die App installiert, halten Sie sie mit der Rückseite aneinander und tippen in der Fritz-WLAN-App auf „NFC“, um die Informationen für den Gastzugang auszutauschen. Sie können die Informationen zum Gästezugang auch ausdrucken und in der Wohnung aushängen. Auch hier bietet die Fritzbox die bequemste Lösung: Sie erledigen das im Routermenü unter „WLAN -> Gastzugang -> Info-Blatt drucken“. Auf dem Blatt stehen dann SSID, Passwort und Verschlüsselungsart des Gäste-WLANs sowie der QR-Code.

Alle Infos auf einen Blick: Für Besucher können Sie ein Infoblatt mit Zugangsdaten für das Gäste-WLAN ausdrucken. Smartphone-Nutzer erhalten über den QR-Code SSID und Passwort fürs Funknetz.
Vergrößern Alle Infos auf einen Blick: Für Besucher können Sie ein Infoblatt mit Zugangsdaten für das Gäste-WLAN ausdrucken. Smartphone-Nutzer erhalten über den QR-Code SSID und Passwort fürs Funknetz.

Seit Fritz-OS 6.50 kann die Fritzbox eine Vorschaltseite einblenden, auf die Nutzer weitergeleitet werden, nachdem sie sich am Gästezugang angemeldet haben. Auf diesem sogenannten Captive Portal müssen sich Nutzer mit den Bedingungen des Anbieters des Gäste-WLANs einverstanden erklären, bevor sie weiter surfen können. Diese Funktion ist vor allem für gewerbliche Anbieter eines WLAN-Zugangs interessant: Sie können zusätzliche Bilder wie zum Beispiel ein Firmen-Logo oder ergänzende Nutzungsbedingungen auf der Vorschaltseite unterbringen. Die Funktion aktivieren Sie im Routermenü unter „WLAN -> Gastzugang“ mit der Option „Vorschaltseite anzeigen mit Informationen zu dem Anbieter des Gastzugangs“.

Heimnetz schützen: Gastzugang absichern und einschränken

Übers Gäste-WLAN kommen Geräte nur ins Internet und können Mails senden und empfangen. Bei der Fritzbox erkennen Sie dies an der aktivierten Option „Internetanwendungen beschränken: Nur Surfen und Mailen erlaubt“. Die meisten Router bieten keine weiteren Optionen, den Gastzugang zu beschränken oder zu ergänzen. Bei der Fritzbox haben Sie die Möglichkeit, das Gastprofil zu bearbeiten. Es wird automatisch allen Geräten zugeordnet, die im Gäste-WLAN angemeldet sind. Sie erreichen das Gastprofil im Routermenü über „Internet -> Filter -> Zugangsprofile“.

Dort können Sie zunächst den Zeitraum begrenzen, in dem der Internetzugang über das Gäste- WLAN möglich ist. Wollen Sie die Onlinezeiten begrenzen, klicken Sie mit der Maus in das Wochenplan-Diagramm und ziehen den Mauszeiger über die Bereiche, in denen das Internet gesperrt sein soll. In den blauen Segmenten kommt der Nutzer des Gäste-WLANs online, in den weißen Bereichen ist der Zugang gesperrt. Diese Lösung bietet sich vor allem für Wohngemeinschaften oder Familienmitglieder an, denen Sie regelmäßige, aber nur begrenzte Onlinezeiten gewähren wollen. Nach Ablauf der Zeit erhalten die Gäste beim Aufruf einer Webseite einen entsprechenden Hinweis. Soll die Internetzeit einmalig verlängert werden, setzen Sie dazu Surf-Tickets ein. Unter „Internet -> Filter -> Zugangsprofile“ zeigt die Fritzbox ganz unten Zahlenkombinationen an. Gibt ein Gast diese auf der Hinweis-Webseite ein, kann er weitere 45 Minuten surfen.

Vorschaltseite: Bei der Fritzbox können Sie den Zugang zum Gastnetz davon abhängig machen, ob Besucher die Nutzungsbestimmungen akzeptieren.
Vergrößern Vorschaltseite: Bei der Fritzbox können Sie den Zugang zum Gastnetz davon abhängig machen, ob Besucher die Nutzungsbestimmungen akzeptieren.

Haben Sie das Gäste-WLAN dagegen für eine einmalige Feier und einen kurzen Besuch von Freunden eingerichtet, richten Sie ein Zeitbudget einfacher unter WLAN -> Gastzugang ein. Markieren Sie die Option „automatisch deaktivieren nach…“, und wählen Sie aus dem Dropdown-Menü eine Zeitspanne aus. Damit der Gastzugang durch diese Zeitvorgabe nicht schon abgestellt wird, wenn die Feier länger dauert, aktivieren Sie die Option: „erst deaktivieren, wenn der letzte Gast abgemeldet ist“. Das Zugangsprofil für Gäste können Sie weiter anpassen, indem Sie nur bestimmte Internetseiten erlauben oder umgekehrt Webseiten sperren, die sich nicht über den Gastzugang erreichen lassen sollen. Rufen Sie dazu das Gastprofil im Menü der Fritzbox auf. Im Abschnitt „Filter für Internetseiten“ sind standardmäßig Webseiten erlaubt, die über HTTPS erreichbar sind. Gesperrt sind dagegen Seiten, die auf der Liste der indizierten Seiten der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien stehen. Wollen Sie weitere Webseiten sperren, müssen Sie eine Blacklist anlegen. Wollen Sie nur bestimmte Seiten zulassen, alle anderen aber verbieten, tragen Sie diese in eine Whitelist ein. Das erledigen Sie unter „Internet -> Filter -> Listen“, indem Sie bei der entsprechenden Liste auf „bearbeiten“ klicken und die URLs der Webseiten eintragen, die auf die Liste kommen sollen. Um die Listen für den Gastzugang zu aktivieren, wechseln Sie ins Gastprofil und markieren die Option „Internetlisten erlauben“ für eine Whitelist oder „Internetseiten sperren“ für eine Blacklist.

Downloads: Die besten Gratis-Downloads für Ihre Fritzbox

Normalerweise können die Geräte im Gäste-WLAN nicht miteinander in Kontakt treten. Wollen Gäste Dateien austauschen, müssen sie den Umweg übers Internet und Clouddienste nehmen. Um zum Beispiel Fotos oder Musik per WLAN direkt zu tauschen, können Sie den Gastgeräten aber erlauben, miteinander zu sprechen. In der Fritzbox markieren Sie dafür unter „WLAN -> Gastzugang“ die Option „Die mit dem Gastzugang verbundenen WLAN-Geräte dürfen untereinander kommunizieren“. Ähnliche Einstellungen bieten auch andere Router beim Gastzugang. Aufpassen sollten Sie zum Beispiel bei Routern von Netgear: Bei diesen können Sie die direkte Kommunikation der Gastgeräte nur erlauben, wenn Sie Zugriff aufs Heimnetz gewähren.

Wenn die Gäste gehen sollen: In der Fritzbox können Sie eine bestimmte Zeitspanne einstellen, nach deren Ablauf der Router den Gastzugang fürs WLAN automatisch abschaltet.
Vergrößern Wenn die Gäste gehen sollen: In der Fritzbox können Sie eine bestimmte Zeitspanne einstellen, nach deren Ablauf der Router den Gastzugang fürs WLAN automatisch abschaltet.

Gastzugang unter Kontrolle: Protokolle und Push-Nachrichten

Auch wenn Sie das Gäste-WLAN per Passwort geschützt haben und es sicher vom Heimnetz getrennt ist, kann es informativ sein zu erfahren, wer den Gastzugang genutzt hat. In der Übersichtsseite der Fritzbox sehen Sie unter „Heimnetz“, welche Geräte im Gastzugang angemeldet sind: Vor ihrem Namen steht ein Schlosssymbol, bei Heimnetzgeräten nicht.

Alle Router protokollieren außerdem Vorgänge im Netzwerk und speichern sie in entsprechenden Log-Dateien. Bei einer Fritzbox finden Sie diese Protokolle unter System -> Ereignisse. Geht es Ihnen nur um den WLAN-Gastzugang, können Sie sich nur die damit zusammenhängenden Meldungen anzeigen lassen: Wählen Sie aus dem Drop-down-Menü „WLAN“ aus. Außerdem müssen Sie noch die Option „Auch An- und Abmeldungen protokollieren“ markieren. Bestätigen Sie mit „Übernehmen“.

In den Systemereignissen hält die Fritzbox fest, welches Gerät sich wann auf welcher Frequenz des Gäste-WLANs an- und abgemeldet hat. Außerdem sehen Sie, wann der Gastzugang aktiv war. Die Geräte lassen sich über Namen, IP-Adresse und MAC-Adresse identifizieren. Um die Systemprotokolle zu sehen, müssen Sie nicht ins Routermenü der Fritzbox. Sie können sie sich auch per E-Mail zusenden lassen. Diesen Dienst starten Sie unter „System -> Push Service -> Push-Service einrichten“, indem Sie eine E-Mail-Adresse plus Kennwort für das E-Mail-Konto hinterlegen. Klicken Sie auf „Weiter“, damit die Fritzbox prüft, ob der Mail-Versand funktioniert.

Anschließend können Sie die Systemprotokolle auswählen, die Ihnen die Fritzbox zuschicken soll – auch die Rubrik „WLAN-Gastzugang“ lässt sich dort auswählen.

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