09.05.2012, 09:46

Friedrich Stiemer

Ausblick

Die nächsten Gaming-Konsolen machen alles besser

Sie verwandeln das Wohnzimmer in ein Home-Entertainment: Spielekonsolen. ©Sony, Nintendo, Microsoft

Die wildesten Gerüchte ranken sich um die Nachfolger beliebter Konsolen wie der Sony Playstation 3, Microsoft Xbox 360 und Nintendo Wii. Wir haben sie zusammengefasst und die wildesten Behauptungen ausgesiebt.
Mobiles Gaming in Konsolenqualität mit Tegra 3 - so bewirbt Nvidia seine neuste mobile Quad-Core-CPU. Tatsächlich sind damit Grafik-Effekte auf Smartphones und Tablets beeindruckend komplex und hübsch anzusehen. Und noch nie war es so leicht, unterwegs Mal ein Spielchen zu spielen. Ist damit jetzt die Zeit der PCs und Spielekonsolen als Zockerkisten vorbei? Nicht ganz, denn sowohl die Hardware am PC als auch die Spielekonsolen haben einen Leistungs-Vorsprung und entwickeln sich stetig weiter. Besonders gespannt dürfen Sie auf die nächste Generation der Konsolen sein, denn sie steht bereits in den Startlöchern. Wir haben die glaubwürdigsten Gerüchte gesammelt.
PC-WELT weist darauf hin, dass es sich bei den unten genannten Informationen fast ausschließlich um Gerüchte handelt, die die jeweiligen Hersteller nicht bestätigt haben. Handelt es sich jedoch um Fakten, weisen wir gesondert darauf hin.

Sony Playstation 4: AMD, Smartphones und Account-Bindung

Angeblich befindet sich der Nachfolger der beliebten Konsole Playstation 3 bereits seit zwei Jahren unter dem Codenamen "Orbis" bei Sony in der Entwicklung. Wie bereits berichtet, soll nun anstatt einer IBM-Cell-CPU ein Prozessor aus dem Hause AMD die Berechnung übernehmen: Medienberichten zufolge soll die APU (Advanced Processing Units) A8-3850 zum Einsatz kommen, die über vier 2,9 GHz starke Kerne und einer integrierten Grafiklogik verfügt.
Weiter bildet genau diese Grafiklogik eine Art Dual-GPU-Verbund mit der dedizierten Grafikkarte, der AMD Radeon HD 7670. So soll sich die dedizierte Grafik erst gar nicht bemühen, wenn Sie nur im Internet surfen, einen Film streamen oder ein simples Casual-Game daddeln. Andererseits ist mit dieser Konfiguration Gaming auf hohem Niveau möglich: Spiele in Full-HD mit geschmeidigen 60 Bildern pro Sekunde. Auch die Wiedergabe in 3D sollte damit kein Problem sein.
Ein besonderes Feature zeigt eine im Internet aufgetauchte Design-Zeichnung: Die Bilderserie mit dem vielversprechenden Titel "Illustrations & Sketches for new PlayStation Orbis features" zeigt beispielsweise, wie die Playstation-Eye-Kamera auf einem TV-Gerät mit einem Smartphone interagiert. Daraus entsteht der Verdacht, dass die neue Playstation 4 wohl kompatibel zu mobilen Endgeräten sein wird und Sie bei bestimmten Spielen gewisse Eingaben auch über das Tablet oder Smartphone machen können.
Ein weiteres neues Feature ist eher von fragwürdiger Natur. So soll eine Technik das Abspielen von gebrauchten Spielen erschweren, indem jedes Game an einen Playstation-Network-Account (PSN) gekoppelt wird. Zwar können Sie die Spiele spielen, aber nur in einem beschränkten Umfang. Wer voll Zugriff haben will, der muss löhnen, da Sony hierfür angeblich eine Freischalt-Gebühr von 10 Euro verlangt. Generell soll eine permanente Anbindung ans Internet nötig sein, um spielen zu können. Weiterhin hält sich auch hartnäckig das Gerücht, das die neue Playstation Orbis wohl nicht kompatibel zu PS3-, PS2- und PSOne-Spielen sein wird. Übrigens wird es die neuen PS4-Games sowohl als Blu-ray-Disc als auch als Download geben.
Ebenfalls noch nicht in Stein gemeiselt ist der Release-Termin der Playstation 4: Laut verschiedenen Medienberichten soll die Konsole schon im diesjährigen Weihnachtsgeschäft in die Läden kommen und damit auch angeblich vor der neuen Xbox an den Start gehen - andere berichten dagegen von einem Launch erst Ende 2013.

Microsoft Xbox 720: Blu-ray, Kinect 2 und AMD

Anders als der Konkurrent Sony soll sich der Nachfolger der Xbox 360, die Xbox 720, unter dem Codenamen "Durango" bereits in Produktion befinden - dabei soll es sich aber um sogenannte "Dev-Kits" handeln, also Geräte, die für Entwickler gedacht sind. Neu ist dabei auch das Blu-ray-Laufwerk, denn bisher setzte Microsoft auf HD-DVDs. Aber besonders kurios ist die Spekulation über den Prozessor der neuen Xbox. Diese reichen nämlich über einen Vierkerner bis hin zu einer CPU mit 16 (!) Kernen. Deshalb ist auch noch nicht klar, welcher Hersteller das Herzstück stellt, da weder AMD noch Intel einen derartigen Prozessor im Portfolio haben. Hier soll anderen Quellen zufolge IBM mit der PowerPC-Architektur zum Zug kommen.
Dagegen soll es auch schon recht sicher sein, dass die Grafik-Einheit - wie beim Konkurrenten Sony - auch von AMD kommt. Einige Internetseiten gehen davon aus, dass Microsoft eine Dual-GPU-Grafik aus der aktuellen AMD Radeon HD 7000-Familie verbaut und die beiden Kerne für verschieden Aufgaben optimiert: So könnte ein Grafik-Kern die Beschleunigung des Betriebssystems übernehmen, der andere kümmert sich um die Kommunikation mit Peripheriegeräten. Apropos Peripherie: Die Kinect soll in der zweiten Version bereits standardmäßig in der Konsole integriert sein. Darüber hinaus soll die 3D-Kamera leistungsfähiger sein und auch mit einem eigenen Prozessor arbeiten. Eine Erkennung und Aufnahme von vier Personen gleichzeitig soll damit ein Kinderspiel sein.
Gleichzeitig soll es auch eine Innovation bei den Eingabegeräten geben. Anstatt mit klassischen Gamepads erfolgt die Eingabe über eine Art Tablet mit Handheld-Eigenschaften: So können Sie dann auch unterwegs weiterspielen, indem Sie den letzten Spielstand auf das Gerät laden. Damit tritt Microsoft wiederum in direkte Konkurrenz mit der Wii U von Nintendo.
Anders als Anfangs vermutet soll die neue Xbox keine gebrauchten Spiele blockieren oder in ihren Funktionen einschränken - sofern der amerikanische Gamestop-Geschäftsführer Pain Raines Recht behält. Eine permanente Internetverbindung während des heiteren Daddelns wird wohl hingegen nötig sein.
Derart gut ausgestattet würde die neue Xbox nicht nur bisherige Konsolen, sondern auch Highend-Rechensysteme in den Schatten stellen, sollten die Gerüchte den Tatsachen entsprechen. Experten vermuten, dass die Xbox 720 vermutlich im Herbst 2013 auf den Markt kommt, eine Vorstellung zur Spielemesse E3 2012 in Los Angeles wird es wohl nicht geben.

Nintendo Wii U: IBM-CPU, Tablet-Controller und proprietäres Disc-Format

Anders als bei der Konkurrenz ist bereits fast alles über die Nintendo Wii U bekannt, dem Nachfolger der Nintendo Wii. Das liegt unter anderem daran, dass der japanische Hersteller die Konsole bereits mehrmals öffentlich vorgestellt hat. Auch der Release-Termin ist schon offiziell: In der zweiten Jahreshälfte 2012 soll die Wii U in den Ladenregalen liegen.
Die Hardware-Ausstattung der Konsole ist im Gegensatz zu den anderen Spielekisten recht moderat - und auch noch nicht vom Hersteller bestätigt: So soll eine PowerPC-CPU von IBM mit vier Kernen und einer Taktrate von jeweils 3 GHz für die Berechnung sorgen. Für die Darstellung der 3D-Effekte zeichnet sich auch hier wieder AMD verantwortlich, und zwar mit einem Grafik-Chip aus der Radeon HD 5000 oder HD 6000-Serie. Dadurch wäre die Konsole nur unwesentlich leistungsfähiger als die aktuelle PS3 oder  Xbox 360. Dennoch flutscht das Spiel im ansehnlichen Full-HD über den Bildschirm.
Besonderes Augenmerk verdient die neue Eingabemethode: Anstatt mit bewegungssensitiven Controllern steuern Sie das Geschehen mit einem Tablet, welches neben einem Touchscreen auch über Hardware-Tasten verfügt. Auf diese Weise lassen sich die Spiele auch auf dem Tablet weiterspielen, eine brillenlose 3D-Funktion wie beim Nintendo 3DS ist nicht ausgeschlossen. Aber Besitzer der ersten Konsole müssen nicht in die Röhre schauen: Die Wii U unterstützt auch die Wiimotion und Nunchucks vom Vorgänger und sind auch noch mit dem neuen Controller kombinierbar. Weitere Funktionen sind die Unterstützung von NFC (Near Field Communication), Video-Telefonie, das Browsen im Internet und die Möglichkeit, das Tablet als E-Reader zu benutzen.
Mit der Wii U führt Nintendo auch ein eigenes Netzwerk ein, das sogenannte Nintendo Network. Ähnlich wie Xbox-Live oder PSN, können sich die Spieler hier austauschen, miteinander spielen oder über den geplanten Nintendo-App-Store neue Inhalte beziehen. Das Bezahlen dieser zusätzlichen Inhalte soll sich unter anderem auch durch die integrierte NFC-Schnittstelle erledigen lassen.
Die Spiele soll es auch weiterhin auf Datenträgern und parallel auch als Download geben. Aber anstatt wie die Konkurrenz auf  Blu-rays zu setzen entscheidet sich Nintendo für ein neues und proprietäres Disc-Format, welches 25 GB Kapazität fassen kann - näheres ist noch nicht bekannt. Beim Thema Kopierschutz hat Nintendo sich wieder für eine integrierte Logik im Inneren der CPU entschieden. Wie Nintendo bereits angekündigt hat wird es definitive Informationen zur amerikanischen Spielemesse E3 geben.
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