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Galaxy-S4-Funktionen auf allen Smartphones

05.08.2013 | 13:03 Uhr |

Mit dem Galaxy S4 hat Samsung mehrere neue Funktionen aufs Smartphone gebracht. Wir zeigen Ihnen, wie Sie einige dieser Neuerungen auch auf das S3 und andere Samsung-Geräte bekommen.

Eins vornweg: Von der speziellen Hardware des Galaxy S4 abhängige Funktionen lassen sich natürlich nicht auf anderen Galaxy-Modellen abbilden. Dazu zählt unter anderem das „Smart Scroll“: Hier erkennt die Frontkamera, ob Sie auf das Display blicken. Bewegen Sie beim Blick auf eine Webseite Ihren Kopf oder Ihre Augen hoch oder runter, scrollen Sie in die entsprechende Richtung. Und auch die neuartige Augensteuerung „Smart Pause“ ist (noch) dem Galaxy S4 vorbehalten. Besser sieht es bei den Funktionen aus, die direkt in den Android-Unterbau beziehungsweise in die Samsung eigene Touchwiz-Oberfläche integriert sind.

Panorama-Fotos
Mit dem Galaxy S4 hat die Kamera-App eine Aufwertung erfahren: Dank Photo Sphere kommen 360-Grad-Panorama-Fotos auf das Smartphone. Ist die Panorama-Aufnahme in der Kamera-App gestartet, schwenken Sie das Smartphone nach rechts oder links und nehmen automatisch die entsprechenden Einzelbilder auf. Die App setzt sie dann zu einem Gesamtfoto zusammen.

Kamera des Samsung Galaxy S4 Zoom im Test

Mit Hilfe einer App werden Panorama-Bilder errechnet.
Vergrößern Mit Hilfe einer App werden Panorama-Bilder errechnet.
© Samsung

Ersatz-App: Bei Wondershare Panorama aus dem Google Play Store ist die Vorgehensweise ähnlich. Die kostenlose App erstellt eine Panorama-Aufnahme auf der Basis eines langsamen Kameraschwenks. Die dazu erforderlichen Einzelbilder nimmt die App selbstständig auf und verbindet sie nahtlos miteinander zu einem Breitbild. Nach dem Antippen des Auslösers genügt ein langsamer Schwenk entlang der aufzunehmenden Szene, bis die Fortschrittsanzeige zeigt, dass die maximale Breite erreicht ist. Ein eventuell vorhandenes Kameralicht lässt sich zuschalten. Die App kann auch hochkant verwendet werden. Vor der Aufnahme lässt sich einer von 25 fotografischen Effekten wählen. Unter anderem stehen solche Bildeffekte wie Sepiatönung, ein typischer Crossprocessing-Farbton oder die Umwandlung in eine Bleistiftzeichnung zur Auswahl.

Dual-Shot-Fotos
Die 13-Megapixel-Kamera des Galaxy S4 erlaubt gleichzeitige Aufnahmen mit der Front- und der Rückseitenkamera. Dabei wird das mit der Frontlinse aufgenommene Motiv als kleines Bild gleichsam in Briefmarkenform in das Motiv der Rückseitenkamera eingeblendet.

Ersatz-App: Die Gratis-App Dual/Double Shot Camera2sidez kann das auch auf anderen Smartphones. Allerdings nur mithilfe eines Tricks: Die App schießt einfach nacheinander zwei Fotos mit der Rückseiten- und der Frontkamera. Danach lassen sich die Fotos ineinanderblenden.

Watch On
Mit der Watch-On-App wird das Galaxy S4 zu einer Universalfernbedienung per Infrarotsignal. Nach dem ersten Start von Watch On wählt man das Land und die Region aus. Danach stellt man das zu steuernde Fernsehgerät ein. Ist das erledigt, wählt man im Fernsehprogramm auf dem Galaxy den gewünschten Sender aus, der auf dem TV-Gerät angezeigt werden soll. Durch Tippen auf die Fernbedienungstaste in der App wird das Bedienfeld zur Steuerung des Fernsehers geöffnet.

Die App Watch-On macht das Smartphone zur Fernbedienung für TV und Ähnliches.
Vergrößern Die App Watch-On macht das Smartphone zur Fernbedienung für TV und Ähnliches.

Ersatz-Apps: Im Google Play Store sind zahlreiche Apps der jeweiligen Hersteller zu haben, mit denen sich WLAN-fähige Fernseher steuern lassen. Auf Infrarot muss man bei anderen Galaxys verzichten. Suchen Sie im Play Store einfach nach dem Hersteller Ihres TV-Geräts, und installieren Sie die passenden Apps.

Die zu schreibenden Worte werden auf der Tastatur gewischt.
Vergrößern Die zu schreibenden Worte werden auf der Tastatur gewischt.

Swype-Tastatur
Swype ist eine pfiffige Eingabemethode für Smartphones: Statt jede Buchstaben-, Zahlen- oder Zeichentaste einzeln zu drücken, wischen Sie Ihre Worte einfach mit dem Finger über die virtuelle Tastatur und sparen so Zeit. Das Absetzen des Fingers ersetzt den Druck auf die Leertaste. Swype wird von einem Wörterbuch unterstützt, bei dem die Begriffe mit Bewegungsmustern verknüpft sind. Es dient auch als Rechtschreibkorrektur. Mit dem Galaxy S4 hat der Swype-Nachbau „Durchgehende Eingabe“ Einzug in das System gehalten. Die Funktion müssen Sie allerdings in den Tastatur-Einstellungen explizit einschalten.

Samsung Galaxy S4 im Test

Mit der App Swype von Nuance können Sie das gleiche Ergebnis auf anderen Andoid-Smartphones erzielen.
Vergrößern Mit der App Swype von Nuance können Sie das gleiche Ergebnis auf anderen Andoid-Smartphones erzielen.

Ersatz-App: Wer Swype auch auf anderen Galaxy-Geräten nutzen will, der greift zu einer App wie Swype Keyboard von Nuance (0,76 Euro). Nach der Installation wird die Tastatur mithilfe eines Assistenten eingerichtet und aktiviert. Sie können das unter „Einstellungen ➞ Sprache und Tastatur“ jederzeit wieder rückgängig machen. Im Gegensatz zur Galaxy eigenen Swype-Tastatur bietet die Nuance-Variante eine ganze Reihe von nützlichen Extras: Das Wörterbuch des Echtzeit-Sprachmodells kann per Online-Update stets auf dem neuesten Stand gehalten werden. „Next Word Prediction“ nennt Nuance die Funktion zur Vorhersage des nächsten Wortes: Durch eine Eigenintelligenz soll die Tastatur Ihr persönliches Vokabular erlernen und Ihre nächste Worteingabe auf Grundlage der bisherigen Nutzung vorhersagen. Die integrierte Spracherkennungsfunktion wandelt Spracheingabe in Text um. Der Smart Editor analysiert komplette Sätze, kennzeichnet mögliche Fehler zur schnellen Korrektur und schließt Empfehlungen für die wahrscheinlichsten Alternativen ein.

Mit Sprachbefehlen lässt sich Ihr Smartphone z.B. im Auto steuern.
Vergrößern Mit Sprachbefehlen lässt sich Ihr Smartphone z.B. im Auto steuern.

Fahrzeugmodus
Der Fahrzeugmodus auf dem Galaxy S4 ist nicht neu, ihn gab es auch schon auf dem Galaxy S3. Im Zuge eines Updates wurde er dann aus dem System entfernt. Ist der Fahrzeugmodus über die Schnelleinstellung der Benachrichtigungsleiste eingeschaltet, kann man sein Smartphone bedienen, ohne es anzufassen – also etwa im Auto. Im Fahrzeugmodus werden etwa SMS vorgelesen, bei neuen Anrufen wird der Anrufer genannt (falls er im Galaxy-Telefonbuch eingetragen ist), und man kann die Navigation über Sprachbefehle steuern.

Das gleiche Ergebnis erzielen Sie mt der App AIVC.
Vergrößern Das gleiche Ergebnis erzielen Sie mt der App AIVC.

Ersatz-App: Mit AIVC (Alice) in der Pro-Version gibt’s eine App (2,13 Euro), die als persönliche Assistentin gute Dienste leistet. Mit AIVC steuern Sie das Smartphone per Spracheingabe, denn die App versteht Befehle wie: „Schalte den Lautlos-Modus ein“, „Schreibe Eva eine SMS“ oder „Navigiere mich zur nächsten Tankstelle“. Ebenso beantwortet AIVC auch einige typische Datenbankfragen, etwa: „Wie wird das Wetter morgen in München?“ Momentan unterstützt die AIVC-App unter anderem die folgenden Funktionen: Anrufe, SMS, E-Mail, Übersetzer, Navigation, Timer, App-Launcher, Rechner, Facebook, Websuche und Wettervorhersage.

Samsung Galaxy: Alle Modelle im Vergleich

Schadsoftware wird vor allem für das Android-System geschrieben, deshalb ist eine Sicherheits-App unverzichtbar.
Vergrößern Schadsoftware wird vor allem für das Android-System geschrieben, deshalb ist eine Sicherheits-App unverzichtbar.

Extra-Sicherheit
Googles Android ist das mobile Betriebssystem auf dem sich die meiste Schadsoftware tummelt. Um Nutzer des OS besser schützen zu können, installierte der Suchmaschinen-Riese vor wenigen Monaten die Scanner-Software Bouncer in seinem Android-App-Store. Das Tool soll Malware erkennen und aus dem App-Shop entfernen. Viele Schadsoftware-Anwendungen werden jedoch außerhalb des Play Store, beispielsweise über Websites, verbreitet. Diesen sagt Google nun mit einer neuen Sicherheitsprüfung in Android 4.2 auf dem Galaxy S4 den Kampf an. Anwendungen, die nicht über den Play Store bezogen wurden, prüft das System vor der Installation auf mögliche Sicherheitsrisiken. Die Funktion trägt den Namen „Apps verifizieren“ und ist in den Galaxy-Einstellungen standardmäßig aktiviert.

Um die Software auf Schadcode untersuchen zu können, müssen Tablet- und Smartphone-Besitzer jedoch der Übermittlung ihrer Daten an Google zustimmen. Hierbei werden unter anderem die Android-Version, die Geräte-ID, Cookies, die IP-Adresse und die zur App gehörende URL weitergeleitet. Durch eine einmalige Zustimmung wird dieser Vorgang ohne erneute Nachfrage bei jeder weiteren App wiederholt. Stellt die Überprüfung möglichen Schadcode fest, erhält der Android-Nutzer eine Warnung. Kann die Malware eindeutig identifiziert werden, verhindert Android die Installation.

Die App Lookout bietet ausreichend Sicherheit auch für andere Smartphones.
Vergrößern Die App Lookout bietet ausreichend Sicherheit auch für andere Smartphones.

Ersatz-App: Hat man auf dem Galaxy S3 oder einem anderen Galaxy-Gerät einen Virenscanner installiert, ist die entsprechende Funktion des S4 in der Regel bereits vorhanden. Einige Sicherheits-Apps wie Lookout Security & Antivirus (2,99 Euro monatlich) prüfen alle anderen Programme auf dem Handy und zeigen in einer übersichtlichen Liste an, welche App welche Berechtigungen hat. So sieht man beispielsweise leicht, welche Apps die aktuelle Position des Handys auslesen dürfen oder welche auf das Adressbuch zugreifen können. Diese Information wird zwar auch vor der Installation der App angezeigt, doch haben viele Nutzer nicht die Ruhe, solche Infos in diesem Moment durchzusehen. Die Antiviren-Apps bieten zusätzlich natürlich einen Antivirenscanner, der neue und vorhandene Apps auf schädlichen Code hin untersucht und bei einer Infektion sofort Alarm schlägt.

Samsung macht sein Galaxy S4 wasserdicht

Bildschirmschoner
In den Einstellungen des Galaxy S4 kann eine Art Screensaver eingeschaltet werden, wenn das Smartphone an einem Ladegerät angeschlossen ist. Unter „Einstellungen ➞ Anzeige ➞ Bildschirmschoner“ stehen Farben, Fotorahmen und auch auf dem Gerät installierte News-Apps wie Flipboard und News Republic zur Auswahl – damit werden aktuelle Nachrichtenticker auf dem Bildschirm angezeigt.

Die App Lucid lässt sich ausgesprochen leicht konfigurieren.
Vergrößern Die App Lucid lässt sich ausgesprochen leicht konfigurieren.

Ersatz-App: Lucid Daydream Screensaver (0,99 Euro) lässt sich leicht konfigurieren und auf die persönlichen Bedürfnisse ausrichten. Die App startet automatisch, sobald Sie ein Galaxy-Gerät in ein Dock stecken oder es an ein Ladekabel anschließen. Unter anderem lassen sich Uhrzeit, ungelesene Google-Mails, neue SMS-Nachrichten, verpasste Anrufe, RSS-Feeds und Foto-Slideshows vom internen Speicher und vom Fotodienst Picasa anzeigen sowie Musikdateien abspielen.

S Translator
Auf dem Galaxy S4 ist der Simultanübersetzer S Translator vorinstalliert. Die Samsung-App spricht neun Sprachen, benötigt aber für den regulären Gebrauch eine Internet-Verbindung.

90 Sprachen werden vom Google-Translater unterstützt. Für viele gibt es auch eine akustische Ausgabe.
Vergrößern 90 Sprachen werden vom Google-Translater unterstützt. Für viele gibt es auch eine akustische Ausgabe.

Ersatz-App: Für zahlreiche Sprachen der zivilisierten Welt ist der Google Übersetzer sehr gut geeignet: 90 Sprachen werden unterstützt, immerhin rund 20 davon dürfen auch gesprochen eingegeben werden – das ist sehr bequem. Ebenfalls praktisch: Texte dürfen Sie für die Übersetzung auch abfotografieren. Für satte 40 Sprachen wird auch eine akustische Ausgabe unterstützt. Die App bietet darüber hinaus eine Vorlesefunktion für die übersetzten Texte. Gutes Extra: Google bietet auch Offline-Sprachpakete an, mit denen sich die Texte selbst dann übersetzen lassen, wenn der Nutzer gerade offline ist. Die benötigten Offline-Sprachpakete müssen vor der Nutzung zunächst in der App heruntergeladen werden. Dazu wählt man im Menü erst „Offline-Sprachen“ und dann das gewünschte Sprachpaket aus. Das deutsche Sprachpaket umfasst rund 160 MB und sollte daher über eine WLAN-Verbindung heruntergeladen werden.

Samsung Galaxy Mega 6.3 im Test

Samsung sorgt sich mit dem S4 dank der vorinstallierten App S-Health um Ihre Gesundheit.
Vergrößern Samsung sorgt sich mit dem S4 dank der vorinstallierten App S-Health um Ihre Gesundheit.

S Health
Neu ist die Samsung-App S Health nicht. Erstmals ist sie aber nun beim Galaxy S4 auf einem Gerät vorinstalliert – und das sogar in einer gründlich überarbeiteten Version. Passend dazu haben einige Zubehörhersteller internetfähige Waagen, Pulsmesser und Fitnesstracker im Armbandformat angekündigt. S Health gibt einem nicht nur einen Überblick über die eigenen sportlichen Leistungen, sondern sorgt sich auch um die Ernährung. Ist die App S Health eingeschaltet, zählt sie etwa mithilfe des Drei-Achsen-Beschleunigungssensors die Schritte, die man als Besitzer des Galaxy S4 in Begleitung des Telefons zurücklegt. Die dabei verbrannten Kalorien werden anhand persönlicher Nutzerdaten wie Geschlecht, Gewicht und Größe annähernd ermittelt. Per Ernährungsprotokoll kann man Buch über seine Mahlzeiten führen. Die Kalorienangaben bezieht S Health aus einer eigenen Datenbank.

Um die gleichen Vorteile auf anderen Smartphones zu nutzen, benötigen Sie zwei Apps.
Vergrößern Um die gleichen Vorteile auf anderen Smartphones zu nutzen, benötigen Sie zwei Apps.

Ersatz-App: Um die Funktionen von S Health abzubilden, werden zwei Apps benötigt. Mit Runkeeper erhalten Sportler ein echtes Universalgenie. Die App eignet sich zum Erfassen und Auswerten der eigenen Sportaktivitäten, etwa Joggen, Langlaufen, Skaten, Radfahren oder Walken. Dank GPS-Unterstützung kann der Nutzer in vielen Sportarten seine Leistung festhalten, analysieren und auf Facebook zum Kommentieren hochladen. Neben der Messung von Zeit und Durchschnittsgeschwindigkeit werden ein geschätzter Kalorienverbrauch sowie der Höhenunterschied ermittelt. Die zurückgelegte Strecke lässt sich via Google Maps aufzeichnen. Wenn Sie wollen, veröffentlichen Sie Ihre Aktivitäten im Internet auf Facebook oder Twitter. So lassen Sie andere an Ihren Trainingserfolgen teilhaben. Calory Guard hilft beim Abnehmen und bei der Gewichtskontrolle. Die App bietet zu diesem Zweck eine große Datenbank mit Speisen und Aktivitäten. Die Einträge sind zusätzlich mit einer Online-Datenbank verbunden, über die die App Zugriff auf weitere, und zwar mehr als 20 000 Einträge hat. Die Handhabung ist ganz einfach: Alle Mahlzeiten und Aktivitäten werden zusammengeklickt – Sie sehen dann, ob Sie einen Kalorienüberschuss haben.

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