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Furcht vor Hackern: US-Militär verschärft Vorschriften

01.08.2002 | 13:55 Uhr |

Das US-Verteidigungsministerium fürchtet Spionage durch die neue, kabellose Datenübertragung via Wireless LAN oder Handy. Hacker oder Spione könnten damit sensible Daten abfangen oder den Aufenthaltsort wichtiger Personen ausfindig machen. Deshalb hat das Pentagon jetzt neue Sicherheitsvorschriften für den Gebrauch von WLAN-Geräten erlassen.

Das US-Verteidigungsministerium fürchtet Spionage durch die neue, kabellose Datenübertragung via Wireless LAN oder Handy. Hacker oder Spione könnten damit sensible Daten abfangen oder den Aufenthaltsort wichtiger Personen ausfindig machen. Deshalb hat das Pentagon jetzt neue Sicherheitsvorschriften für den Gebrauch von WLAN-Geräten erlassen, wie aus einem Bericht von CNN online hervorgeht.

Sicherheitsexperten sehen die Gefahr, dass Internet-fähige kabellose Geräte von Angreifern für heimliche Lauschattacken benutzt werden können, ohne dass die Besitzer dies bemerken. Außerdem können Hacker mit Geräten, die ständig online sind, den Standort der Person lokalisieren.

Auf diese potenzielle Bedrohung reagiert jetzt das Verteidigungsminsiterium. Die neuen Vorschriften gelten für den Gebrauch von Handys, Pager und PDAs durch zivile und militärische Mitarbeiter innerhalb militärischer Einrichtungen. Sie erstrecken sich nicht nur auf dienstliche Ausrüstung, sondern auch auf Geräte, die sich im Privatbesitz von Pentagon-Mitarbeitern befinden. Die neuen Vorschriften sollen innerhalb eines Monats bekannt gegeben werden.

In dem neuen Reglement des US-Verteidigungsminsteriums soll unter anderem genau festgelegt sein, welche Ausstattung wo benutzt werden darf. Besonders in bestimmten Konferenz-Räumen seien die Wireless-Geräte unerwünscht, um ein Abfangen sensibler Daten bei wichtigen Besprechungen zu vermeiden. Die US-Militärs wollen Handys und Internet-fähige PDAs keinesfalls komplett verbieten. Aber die Benutzer sollen für den umsichtigen und vorsichtigen Umgang mit diesen Technologien sensibilisert werden.

Richard Clarke, der den US-Präsidenten in Fragen der Cybersecurity berät, hatte zuvor heftige Schelte an der Industrie geübt. Diese würde unverantwortlich handeln, wenn sie Wireless-Geräte wie zum Beispiel Netzwerk-Laufwerke verkauft, die bemerkenswert leicht zu hacken seien. Der Schutz der kabellos übertragenen Daten müsse deutlich verbessert werden.

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