Eine Alternative für sehr einfache Steuerfälle (etwa ausschließlich abhängig beschäftigte Arbeitnehmer ohne nennenswerte Extra-Einkünfte aus Vermögen oder Vermietung und Verpachtung), sind Online-Services wie
www.steuerfuchs.net und – in diesem Jahr neu von Buhl –
www.taxango.de. Da sämtliche Eingaben im Browser erfolgen und verschlüsselt auf einem Server des Unternehmens gespeichert werden, ist keine Software-Installation erforderlich.
Diese Dienste eignen sich auch für Anwender, die nicht verpflichtet sind, ihre Steuererklärung abzugeben. Um seine Daten einzugeben, muss man sich nämlich nur kostenlos anmelden. Erst für die eigentliche Abgabe der Steuererklärung per Elster ist ein E-Ticket nötig, das 14,95 Euro (Steuerfuchs) beziehungsweise voraussichtlich 9,99 Euro (Taxango) kostet. Anwender können so zunächst prüfen, ob sich die Abgabe überhaupt rechnen würde, und sehen, wie viel sie vom Finanzamt zurückbekämen oder nachzahlen müssten. Auch für eine spontane Abgabe der Steuererklärung, etwa kurz vor dem offiziellen Abgabeschluss Ende Mai, ist ein solcher Online-Service geeignet.
Fazit: Es kommt auf die Komplexität des Steuerfalls an
Auf welches Programm Sie setzen sollten, hängt unter anderem davon ab, wie tief Sie einsteigen wollen beziehungsweise müssen: Für rund 30 Euro bekommen Sie ein voll ausgestattetes Programm mit umfangreichen Video-Tutorials und Präzedenzfalldatenbank, zum Beispiel Wiso Sparbuch 2009 oder Steuersparerklärung 2009. Knapper gehaltene Programme wie Tax oder Quicksteuer gibt’s für 15 Euro. Für Durchschnittsanwender, die eine gewöhnliche Steuererklärung ohne größere Besonderheiten erledigen wollen, reichen diese Programme vollkommen. Für ganz einfache Fälle und wenn’s besonders schnell gehen muss, genügt eine der Online-Lösungen.
Bei den Klassikern können Sie jeden nehmen: Die Produkte von Buhl, Lexware und der Akademischen Arbeitsgemeinschaft haben in den letzten Jahren allesamt einen hohen Standard erreicht und kopieren sich in vielen Punkten gegenseitig. Der Funktionsumfang ist ähnlich, und auch in der Bedienung schaut man intensiv auf die Konkurrenz. Nicht minder wichtig: Bei diesen drei Herstellern gibt es regelmäßige Updates im Laufe des Jahres. Diese berücksichtigen aktuelle Urteile (etwa die Wiedereinführung der Pendlerpauschale), gleichen aber auch Fehler in den Berechnungen aus. Setzen Sie unbedingt auf die aktuellste Version Ihrer Software, wenn Sie den Steuerfall endgültig berechnen lassen.
Wechsel bedeutet Aufwand: Die Kaufentscheidung kann auch davon abhängen, wie Sie Ihre Steuererklärung im Vorjahr erledigt haben. Die Datenübernahme funktioniert nämlich nur mit den Vorversionen des gleichen Programms, lediglich Tax und Wiso Sparbuch von Buhl sind kompatibel. Wer etwa einen komplexeren Steuerfall mit mehrjährigen Abschreibungen hat, spart hier Arbeit, da die Software diese erkennt und für die Folgejahre weiterrechnet.
Tipp: Wenn Sie mit dem Finanzamt eine Fristverlängerung für Ihre Steuererklärung aushandeln können, bekommen Sie nach Ende Mai vielleicht Ihre Wunsch-Software günstig aus zweiter Hand, etwa bei Ebay.
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