2136817

Für Profis: Erste Schritte mit Vmware Workstation

06.11.2015 | 15:01 Uhr |

Für professionelle Anwender ist die rund 250 Euro teure Vmware Workstation seit Jahren erste Wahl, wenn es um die Desktop-Virtualisierung geht. Allerdings schrumpft der Vorsprung auf die Gratis-Konkurrenz.

1. Testversion installieren

Bevor Sie die 30-Tage-Testversion von Vmware Workstation 12 installieren, müssen Sie vom Hersteller einen Lizenzschlüssel anfordern. Öffnen Sie im Browser die Seite www.vmware.com/products/workstation/ workstation-evaluation . Registrieren Sie sich für eine Seriennummer. Sie erhalten dann eine Mail an die bei der Registrierung angegebene Adresse. Klicken Sie auf den Link „Activate My Evaluation“ im Nachrichtentext. Auf der folgenden Webseite übernehmen Sie die Seriennummer im Bereich „Licensing Download Information“ zur Freischaltung der Software im Installations-Dialog.

Starten Sie die Installation der Testversion von Vmware Workstation 12 . Im Begrüßungsfenster klicken Sie auf „Next“. Im Fenster „Setup-Type“ belassen Sie die Voreinstellung „Typical“ und fahren mit einem Klick auf „Next“ fort. Bestätigen Sie im weiteren Verlauf das vom Setup-Assistenten vorgeschlagene Zielverzeichnis auf Festplatte und danach das Anlegen der Verknüpfungen auf dem Windows-Desktop, im Startmenü und in der Schnellstartleiste jeweils mit „Next“. Beginnen Sie die Installation per Klick auf den Button „Install“. Tragen Sie im Fenster „Registration Information“ die Seriennummer für den 30-Tage-Test ein und beenden Sie das Setup.

Lesetipp: Die wichtigsten Virtualisierer im Vergleich

2. Neuer virtueller PC

Im Programmfenster der Vmware Workstation klicken Sie im rechten Bereich auf das Symbol „New Virtual Machine“. Es öffnet sich der Assistent. Im folgenden Dialog klicken Sie auf „Typical“ und „Next“. Im nächsten Fenster nutzen wie die „Easy-Install“-Funktion. Die notwendigen Einstellungen legt der Assistent dann beispielsweise für Windows 10 automatisch fest. Im folgenden Dialog tippen Sie den Windows-Produktschlüssel, den gewünschten Benutzernamen und optional auch das Passwort ein. Mit einem Klick auf die Schaltfläche „Next” geht’s weiter.

Für erkannte Betriebssysteme lässt sich die Installation in einer virtuellen Maschine weitgehend automatisieren und vereinfachen.
Vergrößern Für erkannte Betriebssysteme lässt sich die Installation in einer virtuellen Maschine weitgehend automatisieren und vereinfachen.

Übernehmen Sie den Namen der virtuellen Maschine (VM) und sein Zielverzeichnis auf Festplatte. Klicken Sie auf „Next“ und übernehmen Sie im nächsten Fenster die Vorgaben für die virtuelle Festplatte. Der Assistent schlägt eine Snapshots sichern Sie aktuelle Systemzustände und kehren jederzeit wieder zu einer solchen Sicherung zurück. Ein virtueller PC lässt sich klonen. Ein Assistent begleitet Sie dabei. Größe von 60 GB vor. Erhöhen Sie diesen Wert, wenn Sie ausreichend freien Speicherplatz auf Ihrer echten Festplatte haben und die Installation umfangreicher Programme im virtuellen PC planen. Die anderen Optionen belassen Sie. Nach Klicks auf „Next“ und „Finish” ist der virtuelle Rechner mit Windows 10 startklar. Er taucht links in der Vmware-Konsole unter „Favorites“ auf. Im rechten Fenster werden die Details zur virtuellen Maschine angezeigt. Starten Sie das Gastsystem und installieren Sie im Menü „VM“ die Vmware-Tools.

3. Snapshots sichern

Zu den Besonderheiten der Vmware Workstation zählt die Snapshot-Funktion. Damit wird der aktuelle Status des virtuellen PCs gespeichert, sodass Sie jederzeit zu ihm zurück kehren können. Dazu wählen Sie „VM -> Snapshot -> Take Snapshot“, vergeben einen Namen und eine Beschreibung. Zum Speichern klicken Sie auf „OK“. Für automatische Sicherungen schalten Sie im Snapshot Manager die Option „AutoProtect an...“. Im folgenden Fenster setzen Sie ein Häkchen vor „Enable Auto Protect“ und stellen das gewünschte Intervall ein.

Mit Snapshots sichern Sie aktuelle Systemzustände und kehren jederzeit wieder zu einer solchen Sicherung zurück.
Vergrößern Mit Snapshots sichern Sie aktuelle Systemzustände und kehren jederzeit wieder zu einer solchen Sicherung zurück.

4. Weitere Extras nutzen

Um den Bildschirm des virtuellen PCs im Format PNG (Portable Network Graphics) zu fotografieren, wählen Sie „VM -> Capture Screen“ und legen den Speicherort für die Ausgabedatei fest. Klicken Sie auf „Speichern“.

Legen Sie 1:1-Kopien einer VM an. Klicken Sie dazu links in der Sidebar mit der rechten Maustaste auf den virtuellen PC, den Sie klonen möchten. Wählen Sie im Kontextmenü den Eintrag „Manage -> Clone ...“ mit der Option „The current state in the virtual machine“, um eine Kopie ausgehend vom aktuellen Zustand anzufertigen. Übernehmen Sie „Create a full clone“ und legen Sie den Speicherort fest. „Weiter“ startet die Aktion. Sobald der Vorgang abgeschlossen ist klicken Sie auf „Close“.

Ein virtueller PC lässt sich klonen. Ein Assistent begleitet Sie dabei.
Vergrößern Ein virtueller PC lässt sich klonen. Ein Assistent begleitet Sie dabei.

Eine Spezialität von Vmware Workstation sind maßgeschneiderte virtuelle Maschinen, die beispielsweise für den Einsatz in Arbeitsgruppen oder in umfangreichen Testumgebungen benötigt werden. Diese eingeschränkte VMs lassen sich individuell einrichten. Beispielsweise kann der virtuelle Rechner verschlüsselt und mit einem Kennwort gegen unbefugte oder unabsichtliche Änderungen geschützt werden. Zudem lässt sich der USB-Zugriff beschränken und es ist ferner möglich, eine strikte Trennung zwischen Host- und Gast-Betriebssystem festzulegen. Außerdem lassen sich VMs mit einem festen Ablaufdatum versehen.

Vmware Workstation 12: Profi-Virtualisierung auf dem Desktop

Vmware Workstation ist der große Bruder von Vmware Workstation Player. Die rund 250 Euro teure Software übertrifft die Player-Variante hinsichtlich Ausstattung, Einstellmöglichkeiten, dem Zwischenspeichern von Schnappschüssen und dem Klonen virtueller Maschinen.

Wie der Vmware Player schafft auch Vmware Workstation eine virtuelle Hülle, in der weitere Betriebssysteme als Gastsysteme ausgeführt werden. Im Snapshot-Manager kann man beliebige Zustände einer virtuellen Maschine einfrieren und dann jederzeit wieder zum gewünschten Zustand zurückkehren. So lassen sich verschiedene Anwendungsszenarien auf Basis eines Systems auf Knopfdruck wiederherstellen.

Virtuelle Festplatten können bei Vmware Workstation mittels AES-Algorithmus mit 256 Bit verschlüsselt werden, ferner lassen sich auch virtuelle Maschinen verschlüsseln. Das Ändern von Einstellungen kann durch ein Passwort geschützt werden. Die Workstation-Version unterstützt den Austausch von Abbilddateien zwischen verschiedenen PCs und im Netzwerk.

In Vmware Workstation ist ein Remote-Zugriff auf ein virtuelles System möglich. Die Software erlaubt es Mitgliedern eines Teams, virtuelle Maschinen zu teilen und gemeinsam zu nutzen. Nur der Workstation-Version vorbehalten ist jedoch der Zugriff auf die Verwaltungs- umgebung Vsphere, in der sich virtuelle Maschinen zentral in einer Netzwerkumgebung ablegen und aufrufen lassen.

Video: Windows-Systemabbild erstellen - so geht's
0 Kommentare zu diesem Artikel
2136817