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Fünf pfiffige Insider-Tipps für den PC

Mit unseren Software-Insidertricks bekommt Ihr PC mehr Leistung und mehr Funktionen für null Euro. Denn alle nötigen Programme sind gratis oder lassen sich auch in einer kostenlosen Variante nutzen.

Die wirksamste Tuning-Methode für einen schnelleren Windows- und auch Programmstart ist leider nicht kostenlos. Denn den größten Leistungsschub bringt in aller Regel der Austausch der klassischen Magnetfestplatte (HDD) gegen eine schnelle SSD. Ab circa 120 Euro bekommen Sie Platten mit 128 GB Speicherplatz und damit genügend Raum, um Windows und zusätzliche Programme zu nutzen.

1.System-Tuning: So startet der PC schneller

Die zweitbeste Lösung für einen schnelleren PC-Start ist dagegen kostenlos und heißt Soluto . Die englischsprachige Software platziert sich nach der Installation im Infobereich von Windows und analysiert alle startenden Programme. Klicken Sie auf das Programmsymbol um die Konfigurationsoberfläche im Internet Browser zu starten. Wählen Sie unter „My Devices“ Ihren PC aus und gehen dann zu „Background Apps“. Dort können Sie die Programme unter „Removable app“ und „Potentially removable apps“ Tool für Tool durchgehen und entweder aus dem Autostart von Windows entfernen („Remove from Boot“) oder über „Delay“ deutlich nach dem PC-Start laden lassen. Im Zweifelsfall wählen Sie „Delay“. Nach dem nächsten Windows-Start können Sie Soluto wieder aufrufen und sich an selber Stelle, die gewonnenen Zeitersparnis anzeigen lassen.

Das kostenlose Tool Soluto zeigt Ihnen Autostartprogramme, auf die Sie unter Umständen verzichten können oder die Sie zumindest verzögert starten lassen sollten.
Vergrößern Das kostenlose Tool Soluto zeigt Ihnen Autostartprogramme, auf die Sie unter Umständen verzichten können oder die Sie zumindest verzögert starten lassen sollten.

2.SSD und HDD: Sicherheit von Massenspeicher im Blick

Damit Ihre Festplatte möglichst lange zuverlässig läuft, sollte sie möglichst nie zu warm werden. Bei der Kontrolle der optimalen Temperatur helfen Tools.

Temperatur überwachen: Das Tool HDD Health taucht nach der Installation als Icon im Systray auf und observiert im Hintergrund die Festplatte. Es zeigt unter anderem die Festplattentemperatur an, entweder unter „Brief Info“ oder „Extended Info“. Mit dem Befehl „Options, Alert Options” kann der Anwender festlegen, ob und wie er sich von HDD Health benachrichtigen lassen möchte, wenn die Festplattentemperatur einen bestimmten Wert überschreitet – zum Beispiel per Pop-up-Fenster, Mail oder Systemsound.

PC optimal für SSDs einstellen: Speziell für die Nutzung einer SSD gibt’s das englischsprachige Tool SSD Tweaker . Es hilft Ihnen dabei, Ihren PC optimal für den Betrieb mit einer SSD einzurichten. Auch für den laufenden Betrieb einer SSD bietet das Tool einige Funktionen. So warnt es etwa den Nutzer, wenn mehr als 80 Prozent des Plattenplatzes belegt sind.

Mit der Freeware SSD Fresh lässt sich Ihr Windows-System für die Verwendung von Solid State Drives anpassen. Unter anderem verspricht das Tool eine verlängerte Lebensdauer der SSD.
Vergrößern Mit der Freeware SSD Fresh lässt sich Ihr Windows-System für die Verwendung von Solid State Drives anpassen. Unter anderem verspricht das Tool eine verlängerte Lebensdauer der SSD.

SSD schonen: Wer noch mehr aus seiner SSD herausholen möchte, sollte sich das englischsprachige Tool SSD Fresh installieren. Es schont die Platte, indem es überflüssige Lese- und Schreibzugriffe verhindert. So deaktivierte es etwa das bei SSDs überflüssige Vorladen von Programmen (prefetching) oder das Defragmentieren der Boot-Datei.

3.Netzwerk: Windows als Medien-Server für TV und Tablet

Wer zusätzlich zu seinem Windows-PC noch ein Tablet-PC oder einen Netzwerk-fähigen Fernseher hat, der kann seinen Rechner auch als Medien-Server nutzen. Grundsätzlich geht das ab Windows 7 auch mit Bordmitteln, allerdings muss man folgenden Trick kennen.

Windows Media Player (WMP) als Medien-Server nutzen: Der WMP streamt Fotos, Videos und Musik nach dem DLNA-Standard ins heimische Netzwerk. Das aktivieren Sie über „Systemsteuerung -> Netzwerk und Internet -> Netzwerk- und Freigabecenter -> Medienstreamingoptionen -> Medienstreaming aktivieren“. Auf der folgenden Seite zeigt Windows alle gefundenen Streaming-Clients, die etwa Videos empfangen können. In der Regel tauchen dort aber nur anderer PCs aus dem Netzwerk auf. Das TV-Gerät oder ein Tablet-PC werden zunächst nicht angezeigt. Wechseln Sie deshalb unter „Geräte anzeigen in“ auf die Einstellung „Alle Netzwerke“ und kontrollieren Sie, ob „Alle zulassen“ aktiviert ist. Klicken Sie dann „OK“. Schalten Sie nun die Geräte ein, auf denen Sie die Videos, Fotos oder die Musik des PCs empfangen wollen, und starten Sie darauf einen passenden Player. Im Netzwerk-fähigen TV-Gerät finden Sie den Player im Menü, auf einem Tablet-PC benötigen Sie eine App, etwa Bubble UPNP für Android oder Cine-X-Player für iOS. In der Regel müssen Sie etwas warten, dann tauchen aber die neuen Geräte in der Liste unter „Medienstreamingoptionen“ auf. Dort können Sie dann die Einstellungen von „Alle Netzwerke“ und „Alle zulassen“ zurücksetzen und nur Ihre gewünschten Geräte erlauben.

In dieser Liste unter „Medienstreamingoptionen“ von Windows 7 können Sie Ihre Netzwerk-fähigen Fernseher, Ihr Tablet oder Ihr Smartphone aufnehmen. Diese empfangen dann alle Bilder, Videos und die Musik vom Windows-PC.
Vergrößern In dieser Liste unter „Medienstreamingoptionen“ von Windows 7 können Sie Ihre Netzwerk-fähigen Fernseher, Ihr Tablet oder Ihr Smartphone aufnehmen. Diese empfangen dann alle Bilder, Videos und die Musik vom Windows-PC.

Von nun an stehen Ihnen die Multimedia-Inhalte des PCs auf den anderen Geräten zum Anschauen und Anhören zur Verfügung. Was Windows 7 streamt alles, was Sie in die Windows-Bibliotheken aufgenommen haben. Weitere Ordner fügen Sie über einen Rechtsklick auf eine Bibliothek im Windows-Explorer hinzu.

Freeware als Medien-Server nutzen: Wenn Sie kein Windows 7 nutzen oder den Windows Media Player nicht mögen, dann können Sie auch gute Freeware-Tools einsetzten. Diese unterstützen sogar mehr Medienformate als der WMP, benötigen allerdings zum Streamen dann auch mehr Rechen-Power. Empfehlenswert ist etwa das Tool Serviio . Nach der Installation und einem Windows-Neustart platziert sich das englischsprachige Tool in dem Infobereich von Windows. Starten Sie es über einen Doppelklick darauf und fügen Sie über „Bibliothek -> Lokal hinzufügen“ Ordner mit den Medien hinzu. Unter Umständen müssen Sie die Sprache der Beidienerführung zuvor unter „Console Settings“ auf „Deutsch“ umstellen.

Die Freeware Serviio stellt Ihre Multimedia-Dateien im Netzwerk jedem DLNA-fähigem Abspielgerät bereit. So können Sie etwa Fotos und Videos auch am Netzwerk-fähigem TV ansehen.
Vergrößern Die Freeware Serviio stellt Ihre Multimedia-Dateien im Netzwerk jedem DLNA-fähigem Abspielgerät bereit. So können Sie etwa Fotos und Videos auch am Netzwerk-fähigem TV ansehen.

4.Netzwerk: FTP-Server fürs eigene Netzwerk einrichten

Wer in seinem Netzwerk Dateien oder Ordner freigeben will, dem stehen viele Tools und Windows-Funktionen bereit. Tipps für Multimedia-Dateien gibt’s etwa in Punkt 6. Einen FTP-Server im Heimnetzwerk zu betreiben, ist eher ungewöhnlich, bietet aber auch dort die klassischen Vorteile von FTP: Er lässt sich von fast jedem jedem Gerät aus erreichen, das einen Internet Browser bietet und die Zugriffrechte lassen ich genau festlegen.

Empfehlenswert ist etwa die Freeware Quick ‘n Easy FTP Server Lite . Die englischsprachige Software läuft ohne Installation. Beim ersten Start führt Sie ein Assistent durch alle notwendigen Schritte. Sie vergeben einen Kontonamen und ein Passwort, legen fest, welche Ordner der Server anbieten soll und was ein Nutzer in dem Ordner alles darf.

Mit dem kostenlosen Tool Quick and Easy FTP Server Lite erstellen Sie mit wenigen Klicks einen eigenen FTP-Server fürs heimische Netzwerk.
Vergrößern Mit dem kostenlosen Tool Quick and Easy FTP Server Lite erstellen Sie mit wenigen Klicks einen eigenen FTP-Server fürs heimische Netzwerk.

5.USB: Anschluss schützen und managen

Wer einen USB-Stick oder eine externe USB-Festplatte an den Rechner steckt, findet diese im Windows Explorer als Laufwerk wieder. Automatisch bekommen die Geräte den nächsten freien Laufwerksbuchstaben zugewiesen. Doch das lässt sich ändern.

Laufwerksbuchstaben für USB-Geräte bestimmen: Die Freeware USB Drive Letter Manager integriert sich als Dienst in Windows und übernimmt die Vergabe der Laufwerksbuchstaben für Wechseldatenträger. Allerdings ist die Handhabung des Tools etwas altmodisch. So geht’s: Entpacken Sie das ZIP-Archiv des Tools in einen beliebigen Ordner und installieren Sie es mit Adminrechten über die Datei _install.cmd. Klicken Sie dafür mit der rechten Maustaste auf die Datei und wählen Sie „Als Administrator ausführen“. Der USB Drive Letter Manager arbeitet dann unsichtbar im Hintergrund und sorgt zunächst nur dafür, dass neue USB-Geräte nicht einen reservierten Netzlaufwerksbuchstaben bekommen. Wollen Sie neuen USB-Sticks nur bestimmte Buchstaben zuweisen, dann benennen Sie im Ordner des Tools die Datei Usbdlm_sample.ini in Usbdlm.ini um und bearbeiten Sie sie mit einem Texteditor. In die englischsprachige Konfigurationsdatei geben Sie im letzten Abschnitt hinter „Letter1=“, „Letter2=“ und so weiter die gewünschten Laufwerksbuchstaben an, etwa „R:“ und „S:“.

USB-Anschlüsse blockieren: Über USB-Sticks gelangen immer häufiger Viren auf den PC. Grund genug, die USB-Schnittstelle besser zu überwachen. Gänzlich blockieren können Sie die USB-Schnittstelle etwa mit der englischsprachigen Software Phrozen Safe USB .

Die englischsprachige Freeware blockiert auf Wunsch den Anschluss von USB-Sticks. Damit blockieren Sie virenverseuchte USB-Sticks oder USB-Festplatten.
Vergrößern Die englischsprachige Freeware blockiert auf Wunsch den Anschluss von USB-Sticks. Damit blockieren Sie virenverseuchte USB-Sticks oder USB-Festplatten.

Nach der Installation wartet die Software Phrozen Safe USB im Infobereich. Per Mausklick stehen dann drei Einstellungen bereit: Mit „fully operational“ bleibt alles wie gehabt, die USB-Schnittstelle funktioniert ganz normal. Mit „read only mode“ lassen sich zwar Daten vom Stick lesen, aber keine darauf kopieren. Und bei „USB Devices disactivated“ werden USB-Sticks ignoriert.

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