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Fünf essentielle Sicherheitstipps für Windows 7

13.06.2014 | 11:22 Uhr |

Nur wenige Handgriffe genügen, um den Datenschutz in Windows 7 zu verbessern. Diese schnellen Tipps helfen, die Sicherheit für Ihre Daten im Betriebssystem zu optimieren.

1. PC bei Nichtnutzung sperren

Richten Sie Windows 7 am besten so ein, dass der PC bei Inaktivität automatisch gesperrt wird. Dazu passen Sie den Bildschirmschoner an. Gehen Sie nach einem Rechtsklick auf den Desktop zu „Anpassen > Bildschirmschoner“. Stellen Sie einen beliebigen Schoner und eine möglichst kurze Wartezeit ein, etwa drei bis fünf Minuten. Setzen Sie ein Häkchen vor „Anmelde seite bei Reaktivierung“. Wechseln Sie nun in der Systemsteuerung zu „System und Sicherheit > Energieoptionen“ und aktivieren Sie die Option „Kennwort bei Reaktivierung anfordern“.

2. Mit EFS verschlüsseln

Die EFS-Verschlüsselungsoption in Windows.
Vergrößern Die EFS-Verschlüsselungsoption in Windows.

Um Ihre lokalen Dateien in Windows 7 vor dem Zugriff über Boot-CDs oder USB-Sticks zu schützen, eignet sich die EFS-Verschlüsselung („Encrypting Filesystem“). Der Benutzer, der seine Dokumente mit EFS chiffriert hat, kann diese wie gewohnt verwenden. Andere Windows-Benutzer oder Eindringlinge via Boot-Medium bekommen die betreffenden Dateien zwar angezeigt, können sie jedoch nicht öffnen. EFS funktioniert auf allen Laufwerken mit NTFS-Dateisystem. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die zu verschlüsselnde Datei oder einen Ordner und wählen Sie „Eigenschaften“. Auf der Registerkarte „Allgemein“ klicken Sie auf „Erweitert“ und aktivieren das Häkchen vor „Inhalt verschlüsseln, um Daten zu schützen“. Verschlüsselte Objekte kennzeichnet der Explorer standardmäßig durch grüne Schrift.

Tipps und Tricks gegen Notebook-Diebe

Wichtig: EFS-Verschlüsselung - Das müssen Sie wissen

Das Encrypting Filesystem (EFS) steht in den Home-Varianten von Windows 7 und 8/8.1 nicht zur Verfügung. EFS eignet sich nicht für Daten, die auf anderen PCs oder von Mitbenutzern verwendet werden sollen. Dafür wäre ein umständlicher Zertifikats- Export/Import notwendig. Wichtig: Beim Kopieren verschlüsselter Dateien auf Datenträger ohne NTFS-Dateisystem, etwa einen USB-Stick, geht die EFS-Verschlüsselung verloren.

Ein weiterer Fallstrick: Wenn Sie Windows neu installieren, Ihr Benutzerkonto wechseln oder auch nur Ihr Kennwort ändern, können Sie auf Ihre EFS-verschlüsselten Daten nicht mehr zugreifen. Daher sollten Sie Ihren EFS-Schlüssel sichern. Dies geht mit der Konsoleneingabe certmgr.msc: In diesem Tool finden Sie unter „Zertifikate > Eigene Zertifikate > Zertifikate“ alle vorhandenen Schlüssel. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Eintrag mit Ihrem Kontonamen und wählen Sie „Alle Aufgaben, Exportieren“. Nach einem Klick auf „Weiter“ wählen Sie „Ja, privaten Schlüssel exportieren“. Anschließend akzeptieren Sie die sonstigen Voreinstellungen, vergeben ein Kennwort für den späteren Import und legen einen Dateinamen für die Exportdatei fest. Am Ende erhalten Sie eine Datei mit der Endung PFX.

Zum Import genügt ein später Doppelklick auf die gesicherte Datei mit der Endung PFX und die Eingabe des Kennworts.

3. Datenschutz für Freigaben

Freigaben für spezifische Benutzer vermindern das Datenklau-Risiko..
Vergrößern Freigaben für spezifische Benutzer vermindern das Datenklau-Risiko..

Mittels Freigaben können Sie Ordner allen oder bestimmten Benutzern im Netzwerk zur Verfügung stellen. Großzügige Netzfreigaben sind aber lediglich im privaten Haushalt und einem kabelverbundenen Netz unkritisch. In einem verschlüsselten Funknetzwerk besteht die Gefahr, dass der Nachbar, dem der Einbruch in Ihr WLAN gelingt, dann nicht nur über Ihren Internetanschluss mitsurft, sondern auch noch auf freigegebene Daten zugreifen kann. In einem Firmennetz sollten Sie sich mit Freigaben aus ähnlichen Gründen zurückhalten. Schutz bieten allerdings sichere Freigaben.

Dazu klicken Sie einen beliebigen Ordner mit der rechten Maustaste an und gehen auf „Eigenschaften > Freigabe > Erweiterte Freigabe“. Hohe Sicherheit erreichen Sie, wenn Sie nach einem Klick auf „Diesen Ordner freigeben“ unter „Berechtigungen“ genau ein Benutzerkonto auf Ihrem PC zulassen. Vermeiden Sie in jedem Fall den „Gast“. Die Freigabe erscheint zwar bei allen Netzwerk-PCs in der Netzwerkübersicht des Windows-Explorers, zugreifen kann aber nur, wer das zugelassene Konto und dessen Kennwort kennt.

Ordner freigeben und Zugriffe darauf anzeigen

4. Daten sichern

Die Datensicherungsoption in der WIndows-Systemsteuerung.
Vergrößern Die Datensicherungsoption in der WIndows-Systemsteuerung.

Für eine Datensicherung in Windows 7 ist kein zusätzliches Tool erforderlich. Klicken Sie in der Systemsteuerung auf „System und Sicherheit > Sicherung des Computers erstellen“. Dann gehen Sie auf „Sicherung einrichten“. Zunächst bestimmen Sie das Ziel der Sicherung. Ist auf dem Ziellaufwerk genügen Speicherplatz frei, erstellt Windows ein komplettes Systemabbild. Danach legen Sie fest, welche Daten gesichert werden. Sie geben an, ob Windows 7 die zu sichernden Verzeichnisse und Bibliotheken automatisch auswählen soll, oder ob Sie selbst vorgeben möchten, welche Daten einbezogen werden. Für die Komplettsicherung markieren Sie „Auswahl von Windows“. Damit erstellt Windows ein Backup aller in den Bibliotheken enthaltenen Dateien. Im Netzwerk gespeicherte Dateien werden nicht mitgesichert. Wenn Sie die Sicherungsoption „Auswahl durch Benutzer“ wählen, dann bestimmen Sie die zu sichernden Ordner und Dateien. Bestätigen Sie mit „Weiter“. Mit „Einstellungen speichern und Sicherung ausführen“ führen die Sicherung durch.

5. Sicherung wiederherstellen

Datensicherungen lassen sich natürlich auch direkt über Windows wiederherstellen.
Vergrößern Datensicherungen lassen sich natürlich auch direkt über Windows wiederherstellen.

Die in Schritt 4 gesicherten Daten holen Sie in der Systemsteuerung über „System und Sicherheit > Sicherung des Computers erstellen“ und „Eigene Dateien wiederherstellen“ zurück. Erinnern Sie sich an den Dateinamen, klicken Sie im folgenden Fenster auf „Suchen“ und geben ihn ganz oder teilweise ein. In der Trefferliste setzen Sie ein Häkchen vor den gewünschten Eintrag. Alternativ klicken Sie sich durch die Ordnerstruktur und wählen die Datei(en) aus. Geben Sie dann noch an, ob Sie die Datei(en) „Am Ursprungsort“ oder in einem anderen Pfad wiederherstellen möchten.

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