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7 Dinge, die wir am Internet hassen

05.12.2010 | 07:07 Uhr |

Das Internet hat sich seit seinen Anfängen drastisch entwickelt. Dennoch müssen wir immer noch einige der unausstehlichen Tricks ertragen, die uns schon 1994 ärgerten. Hier einige der nervigsten Dinge des Webs.

Wir leben in einem Zeitalter, in dem der technische Fortschritt fast paradox ist: man kann mehr Musik auf seinem winzigem iPod speichern, als jemals in das heimische CD-Regal passen würde. Man kann während des Busfahrens drahtlos Radiostreams laden und auf der Stelle jeden beliebigen Song für wenig Geld herunterladen und das alles mit einer eleganten Benutzerführung. Wenn man sich allerdings den Songtext des Lieds ansehen möchte, landet man unweigerlich auf irgendeiner bunten, mit Bannern übersäten Lockseite von Google, die Download-Links für Klingeltöne zwischen die Liedstrophen setzt.
 
Die Ärgernisse des früheren Internets wie zum Beispiel GeoCities, Pop-up Anzeigen für die X10-Überwachungskamera und der weitverbreitete Gebrauch von Werbung, die quer über den Bildschirm schwebt und aufblinkt, mag der Vergangenheit angehören, jedoch geht der Kampf  um für ein sauberes Internet in die nächste Runde. Im Web 2.0 gibt es immer noch einiges, das veraltet ist - und ärgerlich.
 
Irreführende Links auf Download-Seiten Wenn man eine Download-Seite besucht, wird man höchstwahrscheinlich dort sein, um etwas herunterzuladen. Es ist verständlich, dass die Bandbreite nicht umsonst zur Verfügung steht. Und so ist der User mehr als glücklich, die unausstehlichen Vollbild-Flash-Anzeigen zu genießen, mit denen er von der Webseite bombardiert wird.

Ein Schlussstrich sollte da gezogen werden, wo Anzeigen auftauchen, die nur aus einem großen „Hier Herunterladen“-Button bestehen. Das ist reine Schummelei.
 
Der typische Ausflug zu Megaupload sieht so aus: Man klickt auf den Download-Link und wird zu einer Seite mit riesiger Werbefläche weitergeleitet. Man fährt zögerlich mit dem Mauszeiger über die Herunterladen-Schaltfläche in der Bildschirmmitte. Aha, sagt man sich, das ist Werbung. Du wirst nicht angeklickt. Man fährt fort und klickt die richtige Download-Schaltfläche an.
 
Hoppla, schnell hat man vergessen das Sicherheitswort einzugeben. Erneuter Versuch. Hey, dort ist die Datei, die man herunterladen will. Man klickt die große Download-Schaltfläche an und nein da stand doch Premium Download dabei oder? Ich werde sicherlich keine 15 Euro pro Monat für dieses dämliche Abonnement bezahlen. Noch einmal auf Zurück geklickt. Wo ist nun der gesuchte Link? Dort ist er, direkt über dem Premium Download.  Klick.
 
Wieder zurück auf der ersten Seite, weil man so naiv war, zu glauben, dass der Download-Link wirklich ein Download-Link war. Nun geht das Prozedere wieder von vorne los: Sicherheitswort eingeben, diesmal den richtigen Link anklicken und es geht los. Halt, nein: man muss 45 Sekunden warten, um die dämliche Datei herunterladen zu können. Die meisten haben zu diesem Zeitpunkt schon wieder vergessen, was sie eigentlich ursprünglich herunterladen wollten.

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