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Fritzbox & Telekom: So bereiten Sie sich auf All-IP vor

07.05.2015 | 08:34 Uhr |

Ihr Anschluss wird von der Telekom demnächst auf die IP-Technologie umgestellt? Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihre Fritzbox konfigurieren müssen.

Schritt 1: Die grundlegende Verkabelung

Bevor Sie mit der Einrichtung der Fritzbox an Ihrem neuen – und bereits freigeschalteten – IP-Anschluss der Telekom (All-IP) beginnen können, müssen Sie den AVM-Router zunächst einmal mit der TAE-Dose der Telekom verbinden. Die exakte Vorgehensweise hängt dabei von der verwendeten Fritzbox ab. Welche der beiden Möglichkeiten für Sie in Frage kommt, erkennen Sie daran, welche Kabel zum Lieferumfang Ihres AVM-Routers gehören.

Relevant: Fritzbox-Tutorial - So richten Sie den Router ein

Variante eins: Verbinden Sie das lange Ende des grauen, kombinierten DSL-/Telefonkabels mit der „DSL/TEL“-Buchse, die sich an der Rückseite Ihrer Fritzbox befindet. Das kurze graue Kabelende stecken Sie in den DSL-Adapter, der ebenfalls zum Lieferumfang der Fritzbox gehört. Anschließend stöpseln Sie noch den DSL-Adapter in die mit „F“ beschriftete Buchse der TAE-Dose in der Wand. Das schwarze Kabelende spielt bei IP-Anschüssen keine Rolle.

Die zweite Möglichkeit: Stecken Sie den RJ45-Stecker des DSL-Kabels in die mit „DSL/TEL“ beschriftete Buchse der Fritzbox und verbinden Sie den TAE-Stecker des DSL-Kabels mit der mit „F“ beschrifteten Buchse der TAE-Dose der Telekom.

Stellen Sie mithilfe des mitgelieferten Netzteils die Spannungsversorgung her und verwenden Sie das gelbe Netzwerkkabel, um Ihren Computer mit der Fritzbox zu verbinden. Warten Sie einige Minuten, damit die Fritzbox genügend Zeit hat, um hochzufahren.

Schritt 2: Telekom-Internetzugang einrichten

Nachdem die Fritzbox nun korrekt verkabelt ist, geht’s mit der Einrichtung des Telekom-Internetzugangs weiter. Öffnen Sie am PC den Browser und geben Sie in die Adresszeile „ fritz.box “ ein, um die Konfigurationsmaske des AVM-Routers zu öffnen. Beim erstmaligen Zugriff auf die Konfigurationsseite der Fritzbox 7490 werden Sie aufgefordert, ein Kennwort festzulegen. Befolgen Sie die Anweisung.

Siehe auch: Die 10 besten Tipps und Tricks zur Fritzbox

Um die Internetverbindung einzurichten, klicken Sie auf „Assistenten“ und wählen dann „Internetzugang einrichten“. Entscheiden Sie sich bei „Internetanbieter“ für den Eintrag „Telekom“ und klicken Sie auf „Weiter“. Nun müssen Sie die Zugangsdaten, die Sie von der Telekom erhalten haben, in die Maske eingeben. Nach einem Klick auf „Weiter“ präsentiert Ihnen die Fritzbox eine Zusammenfassung Ihrer Eingaben. Passt alles, aktivieren Sie die Option „Internetverbindung nach dem Speichern der Einstellungen prüfen“ und klicken auf „Weiter“. Die Fritzbox versucht nun, die Verbindung aufzubauen. Hat alles geklappt, beenden Sie den Assistenten. Dass die Internetverbindung steht, erkennen Sie auch durch einen Blick auf die Konfigurationsseite „Übersicht“.

Nicht schaden kann es, auch gleich das Drahtlosnetzwerk einzurichten. Die dazu erforderlichen Funktionen finden Sie im Bereich „WLAN“.

Schritt 3: Telekom-IP-Rufnummern einrichten

Um Ihre Rufnummern zu konfigurieren, wählen Sie „Telefonie“, klicken auf „Eigene Rufnummern“ und entscheiden sich im Register „Rufnummern“ für „Neue Rufnummer“. Im folgenden Dialog wählen Sie bei „Telefonie-Anbieter“ den Eintrag „Telekom“ aus. Tippen Sie „Vorwahl“ und „Rufnummer“ in die entsprechenden Felder. „Standardeinstellung für die Anmeldung verwenden“ müssen Sie nur dann ausschalten, wenn Sie den Telekom-Service „My Login“ nutzen. In diesem Fall tippen Sie Ihre „E-Mail-Adresse“ und das „Kennwort“ ein. Sind Sie sich nicht ganz sicher, versuchen Sie es zunächst einmal ohne die Eingabe dieser Zugangsdaten. Fahren Sie mit „Weiter“ fort.

Schritt 4: Weitere VoIP-Rufnummern einrichten

Alle weiteren IP-Telefonnummern der Telekom richten Sie so ein, wie im vorigen Schritt beschrieben. Nutzen Sie hingegen auch VoIP-Rufnummern anderer Provider, unterscheidet sich die Vorgehensweise in einigen Details. Wählen Sie zunächst Ihren VoIP-Provider aus der Liste aus. Ist Ihr Anbieter nicht aufgeführt, entscheiden Sie sich für „anderer Anbieter“. Geben Sie dann die geforderten Zugangsdaten ein. In den meisten Fällen genügt es, VoIP-Rufnummer, Benutzernamen und Kennwort einzugeben. Sind Sie sich nicht ganz sicher, sollten Sie der Homepage des Anbieters einen Besuch abstatten und nach detaillierten Informationen zur Einrichtung suchen.

Schritt 5: Telefone an der Fritzbox anschließen

Analoge Endgeräte schließen Sie an den Anschlüssen „FON 1“ und „FON 2“ an. Jeder der beiden Anschlüsse hat eine TAE-und eine RJ11-Buchse. Die TAE-Buchsen „FON 1“ und „FON 2“ befinden sich seitlich an der Fritzbox, die gleichnamigen RJ11-Buchsen sind auf der Rückseite des Geräts untergebracht. ISDN-Geräte schließen Sie am „FON S0“-Anschluss an. Wenn Sie über eine ISDN-TK-Anlage verfügen, wird das Gerät ebenfalls am „FON S0“-Anschluss der Fritzbox eingesteckt. Mit den an die TK-Anlage angeschlossenen Telefonen können Sie wie gewohnt telefonieren. Voraussetzung dafür ist, dass die ISDN-TK-Anlage einen Mehrgeräteanschluss unterstützt.

Umstieg auf Telekom-IP-Anschluss Fritzbox für den Wechsel konfigurieren

Noch einfacher funktioniert die Umstellung auf den IP-Anschluss der Telekom, wenn Sie Ihre Fritzbox bereits als Telefonzentrale verwendet haben. Denn da in diesem Falle alle Telefoniegeräte bereits angeschlossen und konfiguriert sind, müssen Sie der Fritzbox nur noch mitteilen, dass die komplette Telefonie fortan über VoIP abgewickelt wird.

In der Fritzbox-Benutzeroberfläche wählen Sie „Telefonie“, entscheiden sich dann im Register „Rufnummern“ für „Eigene Rufnummern“ und klicken auf die Schaltfläche „Neue Rufnummer“. Aktivieren Sie die Option „Wechsel von Festnetzanschluss auf IP-basierten Anschluss“. Nach einem Klick auf „Weiter“ zeigt die Fritzbox Ihnen die Liste der eingerichteten Rufnummern an. Bestätigen Sie alle Dialoge mit „Weiter“, um einen Test durchzuführen. War der Test erfolgreich, verlassen Sie den Assistenten und ziehen den schwarzen Stecker aus dem Splitter/NTBA. Anschließend deaktivieren Sie die interne Festnetzunterstützung der Fritzbox, indem Sie auf „Telefonie“, „Eigene Rufnummern“ und „Anschlusseinstellungen“ klicken und die Option „Festnetz aktiv“ ausschalten. Speichern Sie die Änderung mit „Übernehmen“.

Schritt 6: Telefoniegeräte einrichten

Bei der Einrichtung der Telefone werden Sie von einem Assistenten unterstützt. Über Klicks auf „Telefonie“, „Telefoniegeräte“ und „Neues Gerät einrichten“ starten Sie den Helfer. Unter „Telefoniegerät einrichten“ stehen unter anderem „Telefon (mit und ohne Anrufbeantworter)“, „Anrufbeantworter“, „ISDN-Telefonanlage“ und „Faxgerät“ zur Auswahl. Auch die internen Fritzbox-Funktionen „Anrufbeantworter“ und „Faxfunktion“ lassen sich auf dieser Seite aktivieren. Da wir in diesem Beispiel aber ein Telefon einrichten wollen, markieren wir die erste Option und fahren mit „Weiter“ fort.

Schritt 7: Kabelgebundenes Telefon konfigurieren

In diesem Workshop verwenden wir ein kabelgebundenes ISDN-Gerät, das am „FON S0“-Anschluss der Fritzbox angeschlossen wurde. Somit entscheiden wir uns bei „Wählen Sie den Anschluss aus, an dem Sie das Telefon betreiben wollen“ für „FON S0 (ISDN-Telefon)“. Ist Ihr Telefon mit einem anderen Anschluss der Fritzbox verbunden, wählen Sie die passende Option aus. In das Eingabefeld tippen Sie eine Beschreibung, etwa „ISDN-Haupttelefon“, und klicken auf die Schaltfläche „Weiter“. Die Fritzbox ruft nun das Telefon an. Hat alles geklappt, klingelt das Gerät und Sie können die Frage „Klingelt das Telefon?“ mit einem Klick auf „Ja“ beantworten.

Schritt 8: Rufnummern zuweisen

Die Fritzbox muss wissen, über welche Rufnummern mit dem soeben eingerichteten Gerät telefoniert werden soll. Zunächst müssen Sie auswählen, über welche Telefonnummern ausgehende Anrufe abgewickelt werden sollen. Markieren Sie die gewünschte Nummer und bestätigen Sie mit „Weiter“. Bei der anschließenden Wahl der ankommenden Anrufe können Sie sich für „alle Anrufe annehmen“ entscheiden, damit das Telefon bei allen Rufnummern reagiert, oder aber „nur Anrufe für folgende Rufnummern annehmen:“ wählen und die gewünschten Rufnummern anklicken. Mit Klicks auf „Weiter“ und „Übernehmen“ schließen Sie den Assistenten.

Schritt 9: Landes-und Ortsvorwahl eingeben

Die grundlegende Einrichtung der Fritzbox an einem IP-Anschluss der Telekom ist beendet. Nun stehen noch einige Detaileinstellungen auf dem Programm. Ihre nächste Aufgabe dreht sich um das Einrichten der Vorwahlen. Klicken Sie auf der Startseite der Konfigurationsmaske auf „Telefonie“, wählen Sie „Eigene Rufnummern“ und bringen Sie das Register „Anschlusseinstellungen“ nach vorne. Bei „Standortangaben“ wählen Sie „Deutschland“ aus; bei „Landesvorwahl“ geben Sie in das erste Feld „00“ ein, in das zweite Feld tippen Sie „49“. Bei „Ortsvorwahl“ tippen Sie Ihre Vorwahlnummer ein. Bestätigen Sie die Änderungen mit „Übernehmen“.

Schritt 10: Leitungseinstellung überprüfen

Am IP-Anschluss der Telekom können Sie über zwei Leitungen gleichzeitig telefonieren. Ob die entsprechende Option in der Fritzbox überhaupt aktiviert ist, finden Sie heraus, indem Sie im Hauptmenü auf „Telefonie“ klicken und „Telefoniegeräte“ wählen. In der daraufhin angezeigten Liste der Geräte klicken Sie neben Ihrem Telefon auf die Schaltfläche „Bearbeiten“. Im Register „Merkmale“ muss die Option „Ruf abweisen bei besetzt (Busy on Busy).“ deaktiviert werden. Soll das Telefon signalisieren, dass neue Nachrichten eingegangen sind, aktivieren Sie die entsprechende Option und legen die Details fest. Speichern Sie die Änderungen mit „Übernehmen“.

Schritt 11: Weiterführende Einstellungen

Zu jedem eingerichteten Telefoniegerät stehen Ihnen zahlreiche Zusatzoptionen zur Auswahl. Um diese Einstellungen anzupassen, gehen Sie so vor, wie im vorigen Schritt beschrieben. Auf der jeweiligen Detailseite können Sie unter anderem die Zuweisung der Rufnummern bearbeiten, benutzerdefinierte Klingeltöne auswählen und Klingelsperren einrichten. Und im Register „Merkmale des Telefoniegeräts“ können Sie festlegen, ob die Übertragung der eigenen Rufnummer unterdrückt und die Funktion „Anklopfen“ aktiviert werden soll. Bei Geräten aus der Fritzfon-Serie können Sie zudem die Hintergrundgrafik, die auf dem Display angezeigt ist, frei wählen.

Schritt 12: Anschlusseinstellungen verwalten

Die Verwaltung des IP-Anschlusses der Telekom wird nicht ausschließlich über die Fritzbox abgewickelt – Nutzern steht mit dem Telefoniecenter auch ein Online-Portal zur Verfügung, das Sie unter der URL „www.telekom.de/telefoniecenter“ erreichen. Nachdem Sie sich mit Ihren Zugangsdaten eingeloggt haben, wählen Sie die gewünschte Rufnummer aus und klicken auf „Weiter“. Sie können unter anderem Ihre „SprachBox“ konfigurieren, „Anrufer blockieren“ und die „Offline-Rufannahme“ aktivieren. Die letztgenannte Funktion ist elementar wichtig, damit Sie auch dann erreichbar sind, wenn der IP-Anschluss der Telekom mal wieder Probleme hat.

Probleme mit dem Faxempfang: Faxen über VoIP klappt nicht immer

Nicht alle Anwender, die von der Telekom bereits auf den IP-Anschluss umgestellt wurden, sind zufrieden; große Probleme scheint insbesondere das Faxen zu bereiten. In den diversen Supportforen häufen sich Postings verzweifelter Nutzer, denen es nicht gelingt, mit ihren an der Fritzbox angeschlossenen Fax-oder Multifunktionsgeräten Faxnachrichten über den IP-Anschluss der Telekom zu empfangen und zu versenden.

Zwei Tipps können helfen: Zunächst sollten Sie in der Fritzbox überprüfen, ob die Option „Faxübertragung auch mit T.38“ aktiviert ist. Dazu wählen Sie „Telefonie“, klicken auf „Eigene Rufnummern“, entscheiden sich für „Anschlusseinstellungen“ und blättern zum Abschnitt „Sprachpakete“. Anschließend sollten Sie checken, ob Sie in den Einstellungen des Faxgeräts die Übertragungsrate einstellen können. Steht so eine Möglichkeit zur Verfügung, wählen Sie 9.600 Baud. Ratsam ist es, auch die Option ECM (Error Correction Mode) zu aktivieren. Alternativ dazu können Sie Faxe aber auch direkt über die Fritzbox-eigene Funktion senden und empfangen.

So führen Sie an Ihrer Fritzbox ein Firmware-Upgrade durch

Video: Fritzbox - So machen Sie ein Firmware-Update
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