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Fritzbox Beta: So nutzen Sie die Labor-Firmware

16.02.2016 | 11:15 Uhr |

Wer jetzt schon wissen will, wie die Fritzbox-Zukunft aussieht, kommt nicht um die Installation der Labor-Firmware herum. Das ist nicht kompliziert.

Schritt 1: Passende Labor-Firmware finden

Anwender, die neuen Funktionen sofort ausprobieren möchten, und die auch keine Scheu davor haben, eine Vorabversion der als Fritz OS bezeichneten Firmware auf ihrer Fritzbox einzuspielen, sind ein Fall für die Labor-Firmware, die für die Fritzbox-Modelle 7390 und 7490 zur Verfügung steht. Der große Unterschied zwischen Serien-und Labor-Firmware: Letztere hat noch nicht alle Schritte der AVM-Qualitätssicherung durchlaufen, sodass im täglichen Betrieb der eine oder andere kleine Fehler auftreten kann. Im Gegenzug umfassen Labor-Firmwares zahlreiche interessante Neuerungen, die den Umgang mit der Fritzbox deutlich vereinfachen, beispielsweise die optimierte Darstellung des Heimnetzwerks und die universelle Update-Funktion.

Da es über die Konfigurationsmaske der Fritzbox nicht möglich ist, eine bereits installierte Serien-Firmware durch die Labor-Variante zu ersetzen, muss das erstmalige Einspielen auf manuellem Wege erfolgen. Auf Fritzboxen, auf denen bereits eine Labor-Firmware läuft, kann das Update hingegen auch über die Konfigurationsoberfläche durchgeführt werden. Apropos Update: Bevor Sie eine Labor-Firmware einspielen können, müssen Sie die Fritzbox auf die aktuellste Serien-Firmware aktualisieren. Öffnen Sie den Browser, statten Sie der Webseite http://avm.de/fritz-labor/ einen Besuch ab und klicken Sie bei Ihrem Gerät auf „Zum Labor“. In diesem Workshop kommt das Top-Modell Fritzbox 7490 zum Einsatz. Nutzen Sie eine Fritzbox 7390 , funktioniert es genauso.

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Schritt 2: Labor-Firmware laden und entpacken

Schritt 2 - Labor-Firmware laden und entpacken
Vergrößern Schritt 2 - Labor-Firmware laden und entpacken

Auf der folgenden WebSeite informiert Sie AVM im Bereich „Leistungsmerkmale auf einen Blick“ über die Neuerungen und Verbesserungen, die diese Version der Labor-Firmware auszeichnen. Gleichzeitig macht Sie der Hersteller darauf aufmerksam, dass diese Labor-Firmware nicht für Fritzboxen geeignet ist, die von Internetprovidern zur Verfügung gestellt werden. Einzige Ausnahme stellt hier die Fritzbox dar, die von 1&1 unter der Bezeichnung Homeserver vermarktet wird. Diese Informationen sind so wichtig, dass Sie den Download der Labor-Firmware erst beginnen können, wenn Sie am unteren Seitenende die Option „Ja, ich habe die Informationen gelesen und möchte den Download starten.“ markieren.

Laden Sie die rund 45 MByte große ZIP-Datei auf Ihren PC herunter. Wechseln Sie zum Speicherverzeichnis und entpacken Sie das Archiv, das vier Dateien enthält: Die Labor-Firmware erkennen Sie an der Dateiendung „.image“. Bei der EXE-Datei handelt es sich um das Recovery-Image, das Sie nur dann benötigen, wenn Sie die Serien-Firmware wieder auf Ihrer Fritzbox einspielen möchten (siehe Schritte 5 und 6). Und in den beiden TXT-Dateien finden Sie Informationen zu den Neuerungen und der Wiederherstellung.

Um mit dem Einspielen der Labor-Firmware fortzufahren, öffnen Sie im Browser die Konfigurationsoberfläche der Fritzbox, geben das Kennwort ein und klicken auf „Anmelden“.

Schritt 3: Labor-Firmware einspielen

Schritt 3 - Labor-Firmware einspielen
Vergrößern Schritt 3 - Labor-Firmware einspielen

Um die Labor-Firmware auf der Fritzbox einzuspielen, klicken Sie von der Startseite ausgehend der Reihe nach auf „System“, „Update“ und „FRITZ!OS-Datei“. Geben Sie ein „Kennwort“ ein, klicken Sie auf „Einstellungen sichern“ und speichern Sie die aktuelle Konfiguration. Nach einem Klick auf „Durchsuchen“ geben Sie den Pfad zur soeben entpackten „.image“-Datei ein und schließen den Dialog mit „Öffnen“. Klicken Sie auf „Update starten“, um die Labor-Firmware auf Ihrer Fritzbox einzuspielen. Die Aktualisierung dauert nur wenige Minuten. Hat alles geklappt, startet die Fritzbox automatisch neu und Sie können sich wie gewohnt anmelden.

Schritt 4: Neue Funktionen der Labor-Firmware

Schritt 4 - Neue Funktionen der Labor-Firmware
Vergrößern Schritt 4 - Neue Funktionen der Labor-Firmware

Nun können Sie einen Blick auf die neuen Funktionen werfen. Bei der Firmware 6.38 war die „Heimnetzübersicht“ eine wesentliche Neuerung. Hier sind alle Geräte aufgeführt, die per Kabel oder über WLAN mit der Fritzbox verbunden sind. Befinden sich darunter andere AVM-Geräte, etwa Fritzfon-Telefone, Repeater oder Fritz-DECT-Steckdosen, lassen sich diese Komponenten direkt über die Fritzbox aktualisieren. Dazu klicken Sie neben dem entsprechenden Gerät einfach auf „Update ausführen“. Ebenfalls verbessert wurden die WLAN-Funktionen. Besonders interessant ist, dass nun alle fehlgeschlagenen WLAN-Anmeldeversuche auf einer speziellen Seite angezeigt werden.

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Schritt 5: Zurück zur Serien-Firmware

Schritt 5 - Zurück zur Serien-Firmware
Vergrößern Schritt 5 - Zurück zur Serien-Firmware

Der Wechsel zurück zur Serien-Firmware führt nicht über das manuelle oder automatische Einspielen der aktuellen Steuerungs-Software innerhalb der Fritzbox-Benutzeroberfläche. Wollen Sie Ihre Fritzbox nicht mehr mit der Labor-Firmware betreiben, müssen Sie das entsprechende Downgrade manuell durchführen. Hierbei muss der PC per Netzwerkkabel mit der Fritzbox verbunden sein. Wie bereits kurz erwähnt, ist dafür das Recovery-Image erforderlich, das Sie zusammen mit der Labor-Firmware geladen haben. Nach dem Start der EXE-Datei macht Sie ein Dialog darauf aufmerksam, dass der Router zurückgesetzt wird und dass dabei alle individuellen Einstellungen gelöscht werden. Da Sie die Einstellungen Ihrer Fritzbox gesichert haben, ist das kein Problem. Bestätigen Sie mit einem Klick auf „Weiter“.

Schritt 6: Wiederherstellungsprozess abschließen

Schritt 6 - Wiederherstellungsprozess abschließen
Vergrößern Schritt 6 - Wiederherstellungsprozess abschließen

Entfernen Sie alle überflüssigen Netzwerkkabel aus der Fritzbox und ziehen Sie den Netzstecker. Klicken Sie zweimal auf „Weiter“. Sobald Sie das Recovery-Tool dazu auffordert, stellen Sie die Stromversorgung der Fritzbox wieder her. Anschließend folgen Sie den Bildschirmanweisungen. Hat alles wie gewünscht funktioniert, gibt das Tool die Meldung „Abschluss – FRITZ!Box erfolgreich wiederhergestellt!“ aus. Anschließend spielen Sie die zuvor gespeicherten Einstellungen unter „System -> Sicherung -> Wiederherstellen“ auf die Fritzbox ein. Sollte es bei Ihnen zu Problemen kommen, hilft ein Blick auf die ausführliche Anleitung weiter.

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