Fritz!OS 5.21

Fritz!NAS mit Android/iOS verwenden

Freitag den 15.06.2012 um 09:34 Uhr

von Thorsten Eggeling

Fritz!NAS sollte sich auch bei den mobilen Betriebssystemen wie am PC im Browser benutzen lassen. Unsere Android-Testgeräte waren jedoch mit dem Standard-Browser nicht in der Lage, eine Datei herunterzuladen. Mit Firefox für Android hat es jedoch funktioniert. Ein Upload ist jedoch in keinem Fall möglich, da es weder für Android noch für iOS einen Browser mit Java-Plug-in gibt. Wer von seinem Smartphone aus eine Datei auf das heimische NAS laden will, ist daher auf den seit 1985 unter dem Namen FTP (File Transfer Protokoll) bekannten Cloud-Dienst angewiesen. Android-Nutzer können dafür beispielsweise einen FTP-Client wie das kostenlose AndFTP verwenden. Als Serveradresse geben Sie die Adresse an, die Sie nach der MyFritz!-Anmeldung sehen, also beispielsweise abcdefghi21abcd.myfritz.net . Der Benutzername für das NAS ist standardmäßig ftpuser das Kennwort für den FTP-Zugang stellen Sie unter „Heimnetz -> Speicher (NAS)“ auf der Registerkarte „Sicherheit“ ein.
Die Webseiten von myfritz.net passen sich an die Größe von
Smartphone-Displays an.
Vergrößern Die Webseiten von myfritz.net passen sich an die Größe von Smartphone-Displays an.

MyFritz! für den Zugriff auf das Heimnetzwerk nutzen

Die MyFritz-URL lässt sich genauso verwenden wie bisher schon bei anderen Diensten für dynamische URLs, etwa DynDNS.org. Wenn Sie nichts weiter konfigurieren, haben Sie allerdings nur Zugriff auf die Fritz!Box selbst beziehungsweise über FTP auf Fritz!NAS. Es ist aber auch möglich auf jedes beliebige Gerät im heimischen Netzwerk zuzugreifen, etwa Webcams oder Webserver.

Gehen Sie in der Fritz!Box-Oberfläche auf „Internet -> Freigaben“ und die Registerkarte „Portfreigaben“. Klicken Sie auf „Neue Portfreigabe“. Wählen Sie hinter „Portfreigabe aktiv für“ den gewünschten Dienst aus, etwa „HTTP-Server“. Hinter „an Computer“ wählen Sie den Rechner aus, auf dem der Server läuft oder Sie geben seine IP-Adresse im lokalen Netzwerk manuell ein. Klicken Sie auf „OK“. Von einem anderen Rechner im Internet erreichen Sie von nun an Ihren Webserver unter der Adresse http://[MeineID].myfritz.net. Ersetzen Sie [MeineID] durch die Buchstaben- und Zahlenkolonne, die Sie nach der MyFritz!-Anmeldung im der Adressleiste des Browser sehen. Beachten Sie das vorangestellte „http://“. Wenn Sie stattdessen „https://“ verwenden, erfolgt die Weiterleitung zur MyFritz!-Oberfläche.

Über MyFritz! können Sie auch auf Server in Ihrem Heimnetz
zugreifen. Dafür müssen aber Portfreigaben konfiguriert
sein.
Vergrößern Über MyFritz! können Sie auch auf Server in Ihrem Heimnetz zugreifen. Dafür müssen aber Portfreigaben konfiguriert sein.

Kontakte in das Fritz!Box Telefonbuch importieren

In das Telefonbuch der Fritz!Box können Sie Ihre Kontakte eintragen. Wenn jemand anruft, der im Telefonbuch steht, zeigt ein DECT-Telefon dann den Namen des Anrufers an. Fritz!OS 5.21 ermöglicht es jetzt, die Kontakte von 1&1 Internet, GMX, Google und Web.de in ein neues Telefonbuch zu übertragen.

Gehen Sie auf „Telefonie -> Telefonbuch“ und klicken Sie auf „Neues Telefonbuch“. Geben Sie hinter „Bezeichnung“ eine aussagekräftige Bezeichnung für das neue Telefonbuch ein. Aktivieren Sie die Option „im Internet“ und wählen Sie hinter „Anbieter“ den gewünschten Eintrag aus, beispielsweise „Google“. Geben Sie die Zugangsdaten für diesen Dienst ein und klicken Sie auf „OK“. Es dauert dann einige Zeit, bis die Daten importiert sind. Klicken Sie zum Abschluss auf „Weiter“.

Das Internet-Telefonbuch wird automatisch synchronisiert. Es spielt dabei keine Rolle, ob Sie eine Änderung etwa in den Google-Kontakten, im Fritz!Box-Telefonbuch, am Smartphone oder PC vornehmen. Es ist allerdings nicht dokumentiert, in welchen Intervallen bei der Fritz!Box die Synchronisation erfolgt. Über die Schaltfläche „synchronisieren“ im Telefonbuch können Sie den Datenabgleich jedoch anstoßen.

Die Fritz!Box kann jetzt Telefonbücher auch über das
Internet synchronisieren, beispielsweise mit Google.
Vergrößern Die Fritz!Box kann jetzt Telefonbücher auch über das Internet synchronisieren, beispielsweise mit Google.

Weitere Funktionen: Das bringt das Update außerdem

AVM hat mit Fritz!OS 5.21 noch viele weitere Verbesserungen vorgenommen. Hier ein kurzer Überblick:

Eigener Name für die Fritz!Box: Bisher tauchte das Gerät immer unter dem Namen Fritz! im Netzwerk auf. Unter „Heimnetz -> FRITZ!Box-Name“ können Sie jetzt selbst eine Bezeichnung vergeben. Dabei wird auch die WLAN-SSID geändert. Bei Ihren WLAN-Geräten müssen Sie danach der Regel die Konfiguration ändern.

Wake on LAN per Internet: Wenn Sie im Heimnetzwerk einen Server über das Internet ansteuern wollen, muss dieser nicht ständig laufen. Über „Heimnetz -> Netzwerk“ können Sie für jeden PC Wake-on-LAN aktivieren.


WLAN des Nachbarn mitbenutzen: Wer selber noch keinen DSL-Anschluss hat, etwa nach einem Umzug, kann auch den WLAN-Anschluss des Nachbarn mitbenutzen, wenn dieser das erlaubt. Über „Internet -> Zugangsdaten lässt sich die WLAN-Mitbenutzung hinter „Internetanbieter“ aktivieren.

Gastzugang jetzt auch über LAN: Besucher konnten sich schon bisher per WLAN über die Fritz!Box verbinden. Das geht jetzt auch über das Netzwerkkabel. Die Option dafür finden Sie unter „Heimnetz - >Netzwerk“ auf der Registerkarte „Netzwerkeinstellungen“. Gäste haben nur Internetzugriff, können sich aber nicht mit anderen Geräten im Heimnetz verbinden.

Telefonieren über WLAN: Mit FRITZ!App Fon für Android oder das iPhone können Sie zu Hause mit Ihrem Smartphone über einen WLAN-Verbindung telefonieren. In Fritz!OS 5.21 hat AVM die WLAN-Telefonate priorisiert, was zu einer Verbesserung der Qualität führen soll.

Status-Infos per E-Mail: Ihre Fritz!Box kann Sie über bestimmte Ereignisse auf dem Laufenden halten. Dazu aktivieren Sie unter „System -> Push-Service“ den Benachrichtigungsdienst und konfigurieren die Kontodaten. Sie können sich täglich, wöchentlich oder monatlich per E-Mail informieren lassen. Auf der Registerkarte „Erweiterte Einstellungen“ wählen Sie aus, welche Ereignisse in der E-Mail berücksichtigt werden sollen, beispielsweise „Anrufliste“ oder „Statistik zur Kindersicherung (Zeitbeschränkung)“.

Fritz!OS 5.21 bietet jetzt auch einen Gastzugang über
LAN-Kabel.
Vergrößern Fritz!OS 5.21 bietet jetzt auch einen Gastzugang über LAN-Kabel.

Verbesserungen für Fritz!Fon: Das AVM-Telefon Fritz!Fon zeigt jetzt auf dem Startbildschirm Anzahl und Typ der neuen Nachrichten. Die Schrift ist jetzt größer und damit besser lesbar. Es gibt neue Klingeltöne und Sie können zwischen mehr Internetradio-Stationen wählen als vorher. Internetradio können Sie auch für die Weckfunktion des Fritz!Fon verwenden.

Verbesserungen bei Oberfläche und Hilfe: Die Benutzeroberfläche wurde in bestimmten Bereichen geändert, um für mehr Übersicht zu sorgen. In der Netzwerkübersicht beispielsweise sehen Sie jetzt alle Geräte die online sind inklusive Details. Auch die Online-Hilfe wurde erweitert und bietet jetzt eine Volltextsuche.

Freitag den 15.06.2012 um 09:34 Uhr

von Thorsten Eggeling

Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (3)
  • kalweit 17:47 | 16.06.2012

    Zitat: ohmotzky
    Und jeder andere auch...........


    Die genannten Fritzboxen können VPN.

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  • ohmotzky 17:33 | 16.06.2012

    Zitat:
    Über das Internet können Sie dabei bequem auf die zu Hause gespeicherten Daten zugreifen und neue Dateien hochladen aber auch Anruflisten einsehen und Sprachnachrichten abhören.
    ZitatEnde

    Und jeder andere auch...........

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  • Toolfix 16:31 | 16.06.2012

    Neue Funktionen für die Fritz!Box

    Moin

    Die Firmware Fritz!OS 5.21 ist schon nicht mehr aktuell.Es ist schon FRITZ!OS 05.22 ausgegeben worden.

    Alex

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