Das Foto, das die Kuppel und den Bogen einer Kirche zeigt, wurde bei trübem Licht aufgenommen. Der Himmel ist fade, der Kuppel fehlt der Glanz, und den Ornamenten mangelt es an Details. Einige wenige Photoshop-Kniffe korrigieren das Bild.
Lichtsituation optimieren
Trotz der unterschiedlichen Ausgangslage beginnt die Nachbearbeitung mit dem Weißabgleich in Camera Raw. Ein Klick mit dem Weißabgleichwerkzeug in die Wolken links unten führt zu einer Temperatur von 6000 und einem Farbton von +5. Weiter geht es üblicherweise mit dem Belichtungsregler.
Zieht man ihn nach rechts, gehen das Blau des Himmels und Details in der Kuppel verloren, nach links leidet die ohnehin zu dunkle Ornamentierung. So bleibt dieser Regler diesmal außen vor. Den schon im Original enthaltenen Informationsverlust in der Kuppel korrigiere ich mit dem Reparaturregler (+15). Dann helle ich die Ornamente mit dem Fülllicht (+20) etwas auf. Die Tiefen würden zwar noch mehr Fülllicht vertragen, doch dann sieht das Mauerwerk wie Plastik aus. Nun ziehe ich den Regler für die Sättigung auf +10, um die Schattierungen im Mauerwerk und das Gold der Kuppel zu verstärken.
Ornamente mit mehr Details
Die Details der Ornamente sind noch nicht sauber durchgezeichnet – ein Problem, das häufiger auftritt und sich mit Photoshops „Tiefen und Lichter“-Funktion aus dem Menü „Bild, Korrekturen“ beheben lässt. Den Stärkeregler für „Tiefen“ bewege ich auf 4 Prozent, die Lichter bleiben unverändert. Dann nehme ich den blassen Himmel an die Kandare. Dazu kopiere ich die aktuelle Ebene und nenne sie „Blauer Himmel“. Unter „Ebenenstil, Allgemeine Füllmethode“ wähle ich „Multiplizieren“ und schraube die Deckkraft so lange nach unten, bis mir das Ergebnis gefällt – beim aktuellen Bild ist das bei 75 Prozent der Fall. Dann bestätige ich mit „OK“.
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