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So klappt die Selbstständigkeit

05.06.2010 | 09:01 Uhr |

Zwar wechselt jeder fünfte Informatikabsolvent direkt in die Selbständigkeit. Erfahrene Freelancer warnen allerdings davor, diesen Schritt zu früh zu tun und raten erst einmal zur Festanstellung.

Kai Simons programmierte schon während seiner Schulzeit programmierte Web-Anwendungen. Am Gymnasium wurde er bei " Jugend forscht " mit dem Sonderpreis für Informatik ausgezeichnet, sein IT-Studium an der Fachhochschule in Aachen schloss er mit einer Eins ab. Simons ist ein Beweis dafür, dass Menschen in den Dingen besonders erfolgreich sind, die ihnen Spaß machen.

Während seines Studiums jobbte Simons in einem IT-Beratungshaus. Dort war er einer von vielen Freiberuflern in der Firma, die Selbständigkeit war für ihn die logische Konsequenz und das übliche Beschäftigungsmodell für Informatiker. "Ich kenne meine Fähigkeiten, und mit dem Beratungshaus hatte ich einen ersten verlässlichen Kunden", nennt Simons als Gründe, die ihm die Sicherheit gaben, gleich nach dem Studium den Sprung in die Selbständigkeit zu machen das war im Sommer 2007.

In einer Festanstellung sah er keinen Vorteil. Simons mag es, den Tag nach seinem eigenen Rhythmus zu planen. Dazu gehört nun einmal auch auszuschlafen: "Ich verkaufe den Kunden meine beste Zeit." Sein Geschäftsmodell funktioniert: Der 25-Jährige ist seit seinem ersten Tag voll ausgelastet.

Weil ein Informatikstudium nicht auf die Selbständigkeit vorbereitet, raten allerdings viele Hochschullehrer sowie der Branchenverband Bitkom davon ab, ohne Berufserfahrung direkt von der Hochschule ins eigene Unternehmen. Das ist aber ein durchaus typischer Weg für junge Informatiker. "Knapp jeder fünfte bei uns registrierte Freiberufler kommt direkt von der Hochschule", meint Stefan Symanek, Marketing-Leiter von Gulp . Das Unternehmen ist darauf spezialisiert, freiberufliche IT-Experten in IT-Projekte zu vermitteln. Es führt mehr als 65.000 IT-Freiberufler sind seiner Datenbank, darunter auch Kai Simons.

Simons ist Spezialist für Software-Engineering - sein Schwerpunkt im Studium, in der Praxis beschäftigte er sich hauptsächlich als Entwickler im Microsoft .NET-Umfeld. Derzeit liegt sein Fokus auf dem Projekt-Management-Vorgehensmodell Scrum . "Ich unterstütze Unternehmen bei der Einführung des Modells als Vorgehensweise zur Projektorganisation und Softwareentwicklung", sagt der von der Scrum Alliance zertifizierte junge Mann.

Der Artikel stammt von der Computerwoche.de .
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