Freeware für ein Bier

Beerware – diese Software kostet ein Bier

Mittwoch den 13.05.2015 um 13:03 Uhr

von Benjamin Schischka

Wir haben nach Software gesucht, deren Programmierer sich am liebsten mit Bier bezahlen lassen. Prost!

Wie bei Freeware dürfen Beerware-User das Programm ohne Bezahlung frei nutzen. Mit einem Unterschied: Sie sollen dem Entwickler bei Gelegenheit ein Bier ausgeben; manchmal auch auf das Wohl des Programmierers trinken. Erfunden wurde das Lizenzmodell laut Wikipedia von John Bristor und schon 1987 sollen sich Programmierer mit Bier bezahlt haben lassen.

Erstaunlich populär ist außerdem Postcardware oder kurz Cardware. Diese Programme sind ebenfalls kostenlos, wenn das Tool aber gefällt, sollen Sie dem Entwickler zum Dank eine Postkarte zuschicken. Der Entwickler von Rainbow Folders hat 750 erhaltene Postkarten eingescannt und listet sie auf seiner Homepage nach Ländern sortiert auf! Zu finden sind die Postkartenbilder unter "Postcards" im Webseiten-Menü links unten.

Sie mögen kein Bier und schreiben tun Sie auch nicht besonders gerne? Dann sind diese Lizenzmodelle vielleicht das Richtige für Sie: Bei Pizzaware spendieren User dem Entwickler eine Pizza, bei Chocolateware Schokolade und bei Hugware (englisch "to hug" = umarmen) umarmen sie den Entwickler oder einen Mitmenschen. Bei Careware sind die User aufgefordert, Geld für einen guten Zweck zu spenden. Und bei Niceware müssen die Anwender etwas Nettes eintippen, bevor sie das Programm nutzen können.

Eine durchaus verbreitete Form von Gratis-Software ist Abandonware – wörtlich: „aufgegebene Software“. Diese Programme waren früher kostenpflichtig, werden aber vom Hersteller nicht mehr gepflegt und vertrieben. Streng genommen verstoßen Sie beim Download von Abandonware gegen das Urheberrecht, viele Entwickler tolerieren das aber. Abandonware ist besonders häufig in der Spielebranche anzutreffen.

Kennen Sie weitere außergewöhnliche Lizenz-Modelle für Software?

Mittwoch den 13.05.2015 um 13:03 Uhr

von Benjamin Schischka

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