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Fotos per Cloud synchronisieren

28.06.2013 | 10:45 Uhr |

Der Upload von Bildern zu Speicherdiensten in der Cloud ermöglicht den automatischen Abgleich Ihrer Aufnahmen, schützt vor Datenverlust und erleichtert das Weitergeben der Fotos.

Online-Speicherdienste laufen dem PC als Dreh- und Angelpunkt beim Speichern  von Fotos zunehmend den Rang ab. Statt eines Einzelgeräts, nämlich der Kamera, gibt es mit Smartphone und Tablet weitere Geräte, mit denen fotografiert wird. Im Unterschied zur Kamera eignen sich diese auch zum Ansehen, Bearbeiten und Weitergeben von Aufnahmen – und dank WLAN, 3G und LTE auch zum Datenaustausch.

Einen fixen gemeinsamen Ort für die Bilder wie früher den Windows-Ordner „Eigene Bilder“ gibt es damit meist nicht mehr, denn hier mangelt es an der mobilen Verfügbarkeit der Fotos. Allerdings sind es weniger die Foto-Communities wie Flickr , die beim Hantieren, Synchronisieren und Austauschen von Bildern für neuen Komfort sorgen. Systemübergreifend machen insbesondere Cloud-Dienste wie Dropbox , Amazon Cloud Drive Photo und Googles Bilder-Cloud Picasa das Weiterverteilen von Bilddateien einfacher. Und Apple zeigt mit dem Fotostream in iOS am iPhone und iPad, wie sich Bilder über Gerätegrenzen hinweg perfekt synchronisieren lassen. Das Hochladen und Verwalten der Fotos ist bei diesen Diensten um einiges komfortabler als bei reinen Foto-Communities.

Fotos systemübergreifend mit Dropbox teilen 

Am einfachsten lassen sich Fotos bei Cloud-Diensten mit eigenem Windows-Client und eingebauter Verzeichnissynchronisation wie Dropbox, Box , Skydrive und Google Drive ablegen und von überall aus nutzen. Dazu genügt es, den oder die gewünschten Fotoordner einfach in das lokale Verzeichnis des Cloud-Clients auf dem PC zu ziehen. Dadurch werden die Bilder mit dem Online-Speicherplatz abgeglichen und auf alle damit verbundenen Rechner übertragen. Unterwegs kann man die Fotos dann auf einem beliebigen Internet-PC im Browser abrufen  oder man verwendet die jeweiligen Cloud-Apps fürs Smartphone und Tablet. Damit lassen sich auch neue Fotos hochladen.

Google Drive, Dropbox und Co. - Welcher Cloud-Speicher bietet am meisten?

Da der Gratis-Speicherplatz bei Dropbox & Co. begrenzt ist, bietet es sich an, nur die gerade benötigten Fotoordner in die Cloud zu legen. Wer sein Gesamtarchiv bereithalten möchte, der kommt um ein kostenpflichtiges Speicherplatzabonnement nicht herum.

Derzeit bietet Dropbox für Windows-Anwender die besten Foto-Cloud-Funktionen, auch wenn der Gratis-Basisspeicherplatz mit 2 GB nicht üppig ist. Er lässt sich allerdings durch das Aktivieren des automatischen Fotoimports im Windows-Client auf insgesamt 5 GB erweitern. Damit überträgt der Client Fotos beim Anschließen einer Kamera oder Speicherkarte automatisch in Ihre Dropbox. Per Mail inklusive Link informieren Sie Freunde über die Fotos, die Sie teilen möchten. Die Aufnahmen lassen sich dann von Benutzern per Browser betrachten. Dazu bietet Dropbox eine schicke Galeriefunktion für die Darstellung der Fotos. Über die kostenlose Dropbox-Applikation lassen sich einzelne Fotos und Fotoserien in den Cloud-Speicher laden. Darüber hinaus bietet die App für iOS und Android eine Auto-Upload-Funktion und kann neue Bilder automatisch in die Cloud übertragen. Dazu genügt es, wenn die App im Hintergrund läuft. Aufpoliert hat Dropbox ferner die Bildrubrik der App mit einer optimierten Vollbildansicht. 

Benutzern der Amazon-Cloud steht mit Cloud Drive Photos eine Android-App zum Hochladen und Verwalten von Fotos in der Cloud zur Verfügung. Google legt derzeit Picasa und Google Plus zusammen. Sie können die 5 GB Gratis-Speicher nun auch komplett für Fotos verwenden.

So holen Sie sich 25GB Cloud-Speicher für Lau

Fotos mit mehreren Diensten abgleichen

Picbackman überwacht Ihre Fotoordner und überträgt neue Bilder automatisch etwa zu Dropbox, Picasa und Facebook.
Vergrößern Picbackman überwacht Ihre Fotoordner und überträgt neue Bilder automatisch etwa zu Dropbox, Picasa und Facebook.

Picbackman ist eine geniale Freeware, die Ihre Fotos automatisch bei verschiedenen Cloud-Diensten hochlädt. Das Tool eignet sich, um Fotos bei mehreren Anbietern abzulegen, wenn der Speicherplatz bei einem Dienst nicht ausreicht. Auch für Foto-Backups ist die Freeware nützlich. Zu Beginn richten Sie ein Gratis-Konto ein und legen fest, mit welchen Diensten sich das Programm verbinden soll. Dazu müssen Sie Picbackman Ihre jeweiligen Anmeldedaten anvertrauen. Zur Auswahl stehen Dropbox, Skydrive, Box, Flickr, Picasa, Smugmug und Facebook. Dann stellen Sie ein, welche Ordner Ihres PCs mit den verschiedenen Diensten abgeglichen werden sollen – private Bilder etwa mit Picasa und Facebook, Fotos der Firma nur mit Dropbox.

Als Fotoarchivierungsmedium sind Cloud-Dienste weniger geeignet. Kein Anbieter garantiert die Langzeitverfügbarkeit der Daten. Zudem haben Sie keine Gewähr, dass die in die Cloud übertragenen Fotos 1:1 dem Original entsprechen: Apple etwa verringert die Auflösung der Bilder im Fotostream.

Bis zu 1000 Fotos und Screenshots speichert der Fotostream auf Apples iCloud-Servern.
Vergrößern Bis zu 1000 Fotos und Screenshots speichert der Fotostream auf Apples iCloud-Servern.

Vorbild Apple - So funktioniert der Fotostream

Der Fotostream in Apples iOS ist Bestandteil der iCloud und bietet jedem Nutzer kostenlosen Online-Speicherplatz samt Internetgalerie für bis zu 1000 Fotos. Anders als bei Flickr oder Picasa muss sich der Benutzer weder um die Bestückung mit Fotos noch um einen späteren Download kümmern – diese Arbeit übernimmt Fotostream automatisch. Hat man sich beim iCloud-Dienst registriert, die Funktion am iPhone, iPad oder iPod Touch aktiviert und das kostenlose Client-Tool für Windows installiert, werden aufgenommene Bilder automatisch in die iCloud übertragen und von dort zu den anderen Geräten gepusht. Am PC landen die Bilder wie bei Dropbox als lokale Kopie in einem Fotostream-Ordner. Für den Abgleich wird eine WLAN-Verbindung vorausgesetzt – unterwegs geschossene Fotos synchronisiert der Fotostream nachträglich beim nächsten Einbuchen ins Funknetzwerk. Am PC und Mac kann man Fotos manuell zum Fotostream hinzufügen, indem man sie in den eigens dafür ausgewählten Ordner kopiert.

//www.pcwelt.de/tipps/Profi-Tipps-fuer-die-Fritzbox-Myfritz-Die-private-Cloud-6566509.html:Mit Myfritz einen privaten Cloud-Speicher einrichten

Aufbewahrungsdauer: Im Fotostream werden Bilder nach 30 Tagen automatisch gelöscht. Auf dem Gerät, auf dem das Foto ursprünglich aufgenommen oder bereitgestellt wurde, bleibt es unbegrenzt erhalten, sodass das Fotooriginal nicht verlorengehen kann. Bilder, die man dauerhaft behalten möchte, kopiert oder verschiebt man am Rechner einfach aus dem lokalen Fotostream- Ordner in einen anderen Ordner.

Fotos versenden: Am iPhone, iPad und iPod Touch lassen sich Fotos aus dem Fotostream über den Aktions-Button als Mail oder Kurzmitteilung verschicken, in ein Album kopieren oder drucken.

Gemeinsamer Fotostream: Neu in iOS 6 hinzugekommen ist das gemeinsame Nutzen von Fotostreams. Damit geben Sie Bilder für andere iPhone- und iPad-Nutzer frei oder sehen sich deren geteilte Fotostreams auf Ihrem Gerät an, als hätten Sie die Bilder selbst aufgenommen. In der Foto- App in iOS tippen Sie auf „Bearbeiten“ und wählen die Fotos aus, die Sie freigeben wollen. Über „Senden“ und „Fotostream“ geben Sie einen oder mehrere Empfänger an, mit denen Sie sich das Album teilen wollen. Diese erhalten daraufhin eine Einladungsmail mit dem Hinweis, dass Ihre Bilder nun verfügbar sind. Der Empfänger muss die Einladung zum Fotostream dann nur noch annehmen.

Fotogalerie veröffentlichen: Auch eine richtige Fotogalerie zum Betrachten im Webbrowser ist blitzschnell erstellt. Im Fotostream gespeicherte Bilder lassen sich dazu am iPhone und am iPad ohne zusätzliche Apps als Online-Album veröffentlichen. Dafür aktiviert man in den Fotostream- Einstellungen die Option „Öffentliche Website“. Auf diese Weise wird der Stream für jedermann frei zugänglich, sofern man den entsprechenden Link kennt. Den Link zur Galerie reicht man durch Antippen von „Link freigeben“ an Freunde weiter. Klickt der Empfänger auf den Link, kann er das Album im Browser betrachten.

Smart-TV: Den Fotostream hat Apple auch in die Settop-Box Apple TV eingebaut, die damit eine einfach nutzbare Möglichkeit bietet, Fotos aus der Cloud direkt am großen TV-Bildschirm zu betrachten. Über das Menü von Apple TV wählt man den gewünschten Fotostream aus – schon kann man sich die im Fotostream gespeicherten Bilder ansehen.

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