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Fotokalender - das sind die besten Anbieter im Web

11.12.2015 | 09:56 Uhr |

Wer seinen Lieben etwas Besonderes schenken möchte, greift gern zum persönlichen Fotokalender fürs neue Jahr. Zahlreiche Anbieter buhlen dabei online um die Gunst des Bastlers. Wir haben uns 5 Anbieter genauer angeschaut und sie ausgiebig auf die Probe gestellt.

Dieses Jahr soll es zu Weihnachten mal nicht die schnöde Krawatte für Opa und die Schachtel Pralinen für Oma sein. Stattdessen lieber Erinnerungen an den letzten Sommerurlaub, den ersten Geburtstag des Enkels und das neu gebaute Haus auf dem Land. Kurzum: Ein ganz persönlicher Fotokalender soll es sein, online gestaltet, per Post geliefert. Doch im Internet wächst die Zahl der entsprechenden Anbieter seit Jahren, kaum jemand behält den Überblick. Ein genauer Blick lohnt sich trotzdem, denn oft sind die Unterschiede gravierend – nicht nur beim Preis. Wir haben uns fünf Anbieter herausgesucht, sie ausgiebig überprüft und unsere Top 5 gekürt.

Alternative: Fotokalender mit Tool erstellen und selbst ausdrucken

So testen wir

Unsere Kriterien bei der Bewertung sind: Bedienkomfort bei der Gestaltung des Kalenders; Design-Möglichkeiten; Bezahlmethoden; Lieferzeit; Preis; und die Qualität des Endprodukts. Für unseren Test ringen diese Anbieter um Platz 1: CEWE, Pixum, Kartenmacherei, PhotoBox und Snapfish. Getestet wurde bei allen Anbietern ein Wandkalender im Querformat A4.

Achtung: Bevor es losgeht, lohnt sich eine Überarbeitung der Bilder, die Sie für Ihren Kalender erwählt haben. Zum Optimieren der Fotos muss es keineswegs das teure und komplexe Photoshop sein. Es gibt genug kostenlose Alternativen.

1) CEWE – Der Stiftung-Warentest-Liebling

Der vor allem für seine Fotobücher bekannte Anbieter CEWE wirbt auf seiner Startseite gern mit Zitaten: „Die besten Fotokalender kommen aus CEWE-Laboren“, schreibt zum Beispiel die FAZ, und die digitalPHOTO lobt die „herausragende Bildqualität“. Wo CEWE bereits auf den ersten Blick die Nase ganz weit vorn hat, ist bei der Auswahl der Handelspartner: Wer ein CEWE-Produkt bestellt, kann es sich wahlweise direkt vom Anbieter per Post nach Hause liefern lassen oder es in einem Geschäft vor Ort selbst abholen. Partner dieses Abholdienstes sind unter anderem der Drogeriemarkt dm, die Edeka-Gruppe, der Müller Fotoservice und der Saturn Technikmarkt. So bleibt der Kunde flexibel und spart auf Wunsch Versandkosten.

Das volle Potenzial entfaltet CEWE erst mit der Bestellsoftware, die separat heruntergeladen und installiert werden muss.
Vergrößern Das volle Potenzial entfaltet CEWE erst mit der Bestellsoftware, die separat heruntergeladen und installiert werden muss.

Als einer der wenigen Anbieter stellt CEWE dem Kunden zwei Möglichkeiten der Gestaltung zur Verfügung. Entweder legt man gleich online los, oder man lädt sich zuvor eine spezielle Bestellsoftware herunter, die knapp 300 MB Festplattenspeicher belegt. Der Clou: Nur, wer den Weg des Downloads geht, hat die volle Bandbreite an Gestaltungsmöglichkeiten. Das Online-Design ist nur abgespeckt zu haben. Dafür ist die Gestaltung im Web um einiges übersichtlicher und komfortabler. Hier wird man nicht direkt von allerlei Werkzeugen erschlagen, sondern kommt ohne großes Kopfzerbrechen ans Ziel. Kurz gesagt: Nur, wer ein wirklich ambitioniertes Kalenderprojekt angehen möchte und entsprechende Vorkenntnisse in Bildbearbeitungssoftware besitzt, sollte den Wandbehang über die Downloadsoftware realisieren.

Selber drucken: Die besten Drucker im Test

Beiden Versionen gleich ist die Auswahl des Papiers in matt, glänzend oder auf Fotopapier, sowie die Wahl zwischen einem Kreativ- oder Designkalender. Während der Designkalender auf fest vorgegebene Designs setzt und den Kunden damit schnell und einfach ans Ziel bringt, erlaubt der Kreativkalender deutlich mehr Spielereien. Hier kann man auf Wunsch sogar Cliparts einfügen, Größe und Art des Kalendariums von Blatt zu Blatt ändern und besondere Tage – etwa Geburtstage – markieren. Preislich macht die Auswahl keinen Unterschied – es sei denn, es kommt im anschließenden Gestaltungsprozess noch ein sehr ausgefallenes Design zum Einsatz. Dann wird auch gerne mal ein Aufschlag von mehreren Euro erhoben.

Der Kreativ-Kalender von CEWE bietet deutlich mehr Möglichkeiten, braucht in der Gestaltung aber auch länger als der Design-Kalender.
Vergrößern Der Kreativ-Kalender von CEWE bietet deutlich mehr Möglichkeiten, braucht in der Gestaltung aber auch länger als der Design-Kalender.

Beim Design selbst lässt CEWE kaum Wünsche offen: Layout und Farbschemata können genauso selbstverständlich geändert werden, wie die Platzierung der Fotos, Textboxen und Extra-Schnörkel. Alle CEWE-Wandkalender werden mit einer Spiralbindung samt Aufhänger und verstärkter Rückwand aus Pappe versehen. Das ginge sicherlich eleganter, ist optisch aber wahrlich kein Beinbruch. Die Bildqualität überzeugt mit leuchtenden Farben und scharfem Druck – selbst auf der matten, „günstigsten“ der drei Papiersorten.

Die Download-Software zur Kalendergestaltung ist deutlich komplizierter als der Online-Editor. Mancher könnte sich dadurch abgeschreckt fühlen.
Vergrößern Die Download-Software zur Kalendergestaltung ist deutlich komplizierter als der Online-Editor. Mancher könnte sich dadurch abgeschreckt fühlen.

Besonders teuer ist das CEWE-Produkt auch nicht – unser Standard-Panorama-Wandkalender in A4 auf mattem Papier schlägt mit 14,99 Euro zu Buche – wohlgemerkt ohne etwaige Designzuschläge. Die würden jeweils nochmal 2,99 Euro extra kosten. Wer sein Produkt nach Hause liefern lassen möchte, zahlt außerdem noch 3,95 Euro Versandkostenpauschale innerhalb Deutschlands. Bei den Bezahlmethoden hat man die Qual der Wahl – CEWE bietet alle gängigen Optionen an, von PayPal, Rechnung und Kreditkarte über SEPA-Lastschrift bis hin zu Sofortüberweisung. Eine bittere Pille ist dagegen die Lieferzeit – 6 Werktage gibt der Anbieter auf seiner Webseite an. Ob diese Zeitspanne nun die reine Produktionszeit angibt oder bereits die Zustellung durch einen Logistikpartner beinhaltet, verrät CEWE an dieser Stelle nicht. Wer kurz vor Heiligabend noch nach dem perfekten Geschenk sucht, ist bei CEWE leider nicht gut aufgehoben. Vorbildlich ist hingegen CEWEs „Zufriedenheitsgarantie“: Wer innerhalb von 6 Wochen ein Produkt wegen Unzufriedenheit reklamiert, erhält entweder kostenlosen Ersatz oder sein Geld zurück.

Pro:

  •  Versand oder Abholung im Laden

  • Zahlreiche Designs und Layouts

  • Sehr freie Gestaltungsmöglichkeiten in der Bestellsoftware

  • Sehr gute Druckqualität

  • Alle gängigen Bezahlmethoden werden akzeptiert

  • günstiger Preis in der Standard-Ausstattung

  • Umfangreicher Kundenservice, telefonisch und per Mail

Kontra:

  • Lange Lieferzeit

  • Komplettes Gestaltungspotenzial nur über umständliche Bestellsoftware

Daten:

Anbieter: CEWE ( www.cewe.de )
Produkt: Foto-Wandkalender Panorama A4, matt, Standardausführung
Preis: 14,99 Euro (+2,99 Euro für optionalen Designaufschlag, +3,95 Euro Versandkosten)
Lieferzeit: 6 Werktage

2) Pixum – der Alteingesessene

Pixum existiert seit 2001 auf dem Markt – und ist damit einer der ältesten Anbieter von Fotoprodukten. Gleichzeitig erhielt er zusammen mit CEWE erst im November die Note 2,1 von der Stiftung Warentest – die Bestnote im Vergleich von 12 Fotoprodukt-Anbietern im Web. Auch Pixum bietet zwei Optionen zur Gestaltung eines Wandkalenders: den Online-Editor und eine eigene Software, die von der Webseite kostenlos heruntergeladen werden kann. Die Benutzeroberfläche des Programms ist quasi identisch zu der von CEWE – also leider auch ebenso kompliziert und unübersichtlich. Allerdings hat man bei Pixum eine noch größere Diskrepanz der Möglichkeiten zwischen Online- und Software-Gestaltung. Soll heißen: Die Möglichkeiten der Online-Gestaltung sind minimal im Vergleich zur Designsoftware. Und auch beim Vergleich der beiden Online-Editoren von CEWE und Pixum muss letzterer klein beigeben: Die Standard-Layouts und –Designs ähneln sich stark und die Farbwahl zwischen schwarz und weiß wirkt beinahe trostlos. Dafür lässt sich mit nur einem Klick eine beliebig große, zusätzliche Bild- oder Textfläche an beliebiger Stelle einfügen und das Design so etwas aufpeppen. Dennoch: Wer es auf einen gestalterisch außergewöhnlichen Kalender abgesehen hat, wird bei Pixums Online-Editor nicht glücklich. Puristen kommen schon eher auf ihre Kosten. Die übersichtlichen Gestaltungsmöglichkeiten haben jedoch auch etwas Gutes: Wer einfach „nur“ einen Fotokalender ohne viel Schnickschnack entwerfen will, kommt hier besonders problemlos und schnell ans Ziel. Wer übrigens mindestens 2 Euro Aufpreis für den „Design-Kalender“ berappt, erhält dafür auch verspieltere Designs. Schön: Hochgeladene Bilder lassen sich auch im Nachhinein direkt im Gestaltungsprozess optimieren. So kann man ganz bequem etwa Helligkeit und Kontrast anpassen, eine Gammakorrektur vornehmen oder einen Weichzeichner über das Bild legen.

Pixum: Kalender-Designs
Vergrößern Pixum: Kalender-Designs

Preislich liegt Pixum mit CEWE gleich auf. Der querformatige Wandkalender in A4 aus mattem Papier kostet hier 14,99 Euro. Auch der Versand liegt mit 3,99 Euro auf gleichem Niveau. Bei der Lieferzeit markiert Pixum allerdings das Schlusslicht: 4-6 Werktage werden für die reine Produktion veranschlagt, dazu kommen nochmal 1-3 Werktage für die Zustellung durch die Post.

Die Nutzeroberfläche von Pixum
Vergrößern Die Nutzeroberfläche von Pixum

Gebunden werden die Kalender ebenfalls mit einer Metallspirale samt Aufhängung. In puncto Produktqualität muss sich Pixum wahrlich nicht verstecken. Viele der Kundenbewertungen sprechen von Farben, die leuchten, das Produkt wirke hochwertiger, als mancher es für den Preis erwarten würde. Gute Auswahlmöglichkeiten auch bei den Bezahlmethoden: Kreditkarte, SEPA-Lastschrift, PayPal und Rechnung sind mit an Bord. Wer über die separate Software bestellt, darf außerdem noch Sofortüberweisung auswählen. Auch Pixum bietet einen Kundenservice per Mail und Telefon an – auch wenn dieser nicht ganz so lang erreichbar ist, wie der von CEWE. Wenn wir aber ehrlich sind: Ich bin noch nie auf die Idee gekommen, freitags um 23 Uhr den Kundendienst mit einem Softwareproblem zu belästigen…

Pro:

  • Sehr umfangreiche Gestaltungssoftware zum Download

  • Bildbearbeitung während der Kalendergestaltung möglich

  • Sehr übersichtliche Webseite

  • Günstiger Preis

  • Alle gängigen Bezahlmethoden werden akzeptiert

  • Guter Kundenservice, ausreichend lang erreichbar

Kontra:

  • Sehr magere Online-Gestaltungsmöglichkeiten

  • Aufpreis schon für leichte Design-Erweiterungen

  • Lange Produktions- und Lieferzeit

  • Komplettes Gestaltungspotenzial nur über umständliche Bestellsoftware

Daten:

Anbieter: Pixum ( www.pixum.de )
Produkt: Foto-Wandkalender „Classic“, A4, Querformat, matt
Preis: 14,99 Euro (ggf. ab 16,99 Euro für frischere Designs, +3,99 Euro Versand)
Lieferzeit: ca. 9 Werktage

3) Die Kartenmacherei – alles außer gewöhnlich

Kartenmacherei: Kalenderdesigns
Vergrößern Kartenmacherei: Kalenderdesigns

Standard kann jeder – dachten sich die Erfinder der oberbayrischen Kartenmacherei und setzen ihren Fokus daher vor allem auf außergewöhnliche Designs. Bei den Wandkalendern sprüht der Anbieter zwar nicht gerade vor Auswahlmöglichkeiten, dafür lässt er viel Spielraum für Farb- und andere Sonderwünsche. Neben 10 Farben zur Auswahl, lassen sich auf Wunsch zum Beispiel auch gleich wichtige Termine ins Kalendarium mit eindrucken. Und statt wie andernorts drei Papiersorten, stellt die Kartenmacherei gleich fünf zur Wahl – darunter auch besonders schöne Exoten wie Struktur- oder Perlmuttpapier. Auch bei der Bindung darf der Kunde entscheiden: Neben der bekannten Spiralbindung kann man den Kalender auch einfach mit einer Lochung versehen, was den Preis um 2 Euro senkt. Oder – für Freunde des Besonderen – man wählt eine dekorative Holzhalterung gegen Aufpreis.

Der übersichtliche Online-Editor der Kartenmacherei funktioniert auch problemlos auf dem Smartphone
Vergrößern Der übersichtliche Online-Editor der Kartenmacherei funktioniert auch problemlos auf dem Smartphone

Die Gestaltung selbst erfolgt ausschließlich online und gibt sich sehr übersichtlich. Laien können auf Wunsch Hilfefenster hinzuschalten, die sie durch den Prozess begleiten. Abgesehen von Schriftarten, -größen und –farben lässt sich das ausgewählte Design aber kaum mehr anpassen. Bildbereiche sind ebenso festgelegt wie Textboxen und lassen sich nur befüllen, nicht verändern. Sogar die Farbpalette ist abhängig von der ausgewählten Vorlage eingeschränkt, damit am Ende alle Farben des Kalenders miteinander harmonieren. Ist die Grundfarbe des Designs zum Beispiel Rot, werden Violett oder Pink als Schrift- oder Detailfarbe kaum zur Auswahl stehen. Ein Wermutstropfen für Freunde individueller Kalendergestaltung – ein Glücksgriff für talentlose Designer, die so trotz mangelnden Sinns für Ästhetik ein gleichbleibend schönes Endprodukt erhalten. Hochgeladene Bilder können direkt im Kalender bearbeitet und nach Belieben auch in schwarz-weiß oder sepia umgewandelt werden. Pluspunkt: Der Editor funktioniert problemlos auch auf dem Smartphone!

Kartenmacherei: Mit Holzhalterung erhältlich
Vergrößern Kartenmacherei: Mit Holzhalterung erhältlich

Ihre andersartigen Designs machen die Kartenmacherei aber auch zu einem etwas teureren Anbieter. Während einfache Wandkalender ab 17,90 Euro zu haben sind, kosten Extras wie die erwähnte Holzaufhängung stolze 6 Euro Aufpreis. Dafür gibt es hier schon von Haus aus das extra stabile Feinstpapier mit 300g/qm ohne Aufpreis – andere Anbieter bieten nur 250g/qm. Exquisitere Papiersorten schlagen mit 3 Euro Aufpreis zu Buche. Hinzu kommen noch die Versandkosten von 3,95 Euro mit DHL oder 4,95 Euro mit UPS. Unter 20 Euro bekommt man bei der Kartenmacherei also nicht das gewünschte Produkt. Dafür haben Sie gleich die Wahl zwischen 6 verschiedenen Bezahlmethoden: Vorauskasse/ Überweisung, Paypal, Kreditkarte, Sofortüberweisung, giropay und Kauf auf Rechnung. Bei der Lieferzeit schlängelt sich die Kartenmacherei mühelos an die bisherige Spitze: je nach Eingang der Bezahlung wird entweder am gleichen oder spätestens am Folgetag gedruckt und anschließend sofort verschickt. Beim Standardversand ist das Produkt also spätestens 4 Tage nach Bezahlung im Briefkasten – ein Spitzenwert! Trotz Blitzdruck muss sich aber auch die Qualität nicht hinter der Konkurrenz verstecken: das feste Papier wirkt edel, der Druck ist tadellos, ebenso wie die Verarbeitung. Wer also den etwas tieferen Griff in die Tasche nicht scheut und ein optisch anspruchsvolleres Produkt sucht, ist mit der Kartenmacherei gut beraten.

Pro:

  • Designs abseits des „Standards“

  • Übersichtlicher Editor, der auch auf dem Smartphone funktioniert

  • Große Auswahl an Papier und Aufhängungen

  • Sehr kurze Produktions- und Lieferzeit

  • Kompetenter und sehr flotter Kundenservice

  • Hervorragende Qualität

  • Alle gängigen Bezahlmethoden werden akzeptiert

Kontra:

  • Wenige Designs zur Auswahl

  • Etwas teurer als die Konkurrenz

  • Wenig Individualisierungsmöglichkeiten der Designs

Daten:

Anbieter: Die Kartenmacherei ( www.kartenmacherei.de )
Produkt: Wandkalender Panorama A4 „Farbenpracht“, matt
Preis: 17,90 Euro (+3,95 oder 4,95 Euro Versand)
Lieferzeit: 2-4 Tage

4) PhotoBox – Bequemer laden

Auf den ersten Blick macht der britische Anbieter PhotoBox, der seinen Service in 19 europäischen Ländern anbietet, nichts anders als die Konkurrenz. Das ändert sich, wenn es darum geht, die passenden Fotos für den gewünschten Kalender hochzuladen. Denn hier ist PhotoBox besonders komfortabel: Die Bilder lassen sich nicht nur einzeln vom PC auf die Plattform laden, sondern auf Wunsch per PhotoBox Connect auch vollautomatisch von Festplatte, Facebook, Instagram, Flickr, Dropbox oder Google+ importieren. Das ist vor allem bequem, wenn man noch keine konkrete Vorauswahl getroffen hat und einfach mal schnell ausprobieren möchte, wie welches Foto im Kalender wirkt. Sogar ZIP-Ordner werden erkannt und gleich entpackt – sofern die Bilder im jpg- oder jpeg-Format vorliegen. Leider bietet PhotoBox derzeit keinen querformatigen Wandkalender in A4 an – daher mussten wir für unseren Test auf A4 im Hochformat ausweichen.

Photobox: Der Editor
Vergrößern Photobox: Der Editor

Die Gestaltung selbst ist kinderleicht. Zunächst wählt man aus 27 Designs das aus, was einem am besten gefällt. Standard-Vorlagen in schwarz und weiß sind ebenso dabei wie spezielle Muster, Hintergrundfarben und außergewöhnliche Kalendarien. Im nächsten Schritt gelangt man zum Editor, der dank übersichtlicher Funktionen und Infofelder beinahe schon selbsterklärend ist. Hintergrundfarben, -muster und –bilder können übrigens auch für jedes einzelne Kalenderblatt separat festgelegt werden. Ebenso das Layout mit einem oder mehreren Fotos pro Blatt. Zudem lassen sich neue Text- und Bildfelder an beliebiger Stelle einfügen. So riecht gestalterische Freiheit!

Schade dagegen: Für einige Funktionen muss sich der Kunde zwingend ein Kundenkonto anlegen. Etwa für das Einfügen persönlicher Termine, wie Geburtstage. Zudem kostet diese Option einen Aufpreis von 2 Euro. Eine Überprüfung der Bildqualität findet ebenfalls nicht statt. Der Kunde muss also schon selbst einschätzen, ob das gewählte Foto die passende Auflösung hat, oder nicht. Der Druck selbst geht qualitativ in Ordnung, allerdings sind die Fotos teilweise dunkler, als es auf dem Bildschirm angezeigt wurde. Vorsicht also bei ohnehin schon schwach belichteten Bildern! Meinen jedenfalls nicht wenige Kunden in ihren Bewertungen. Gut mache sich dagegen die transparente Plastikfolie, die schützend über dem Deckblatt des Kalenders liegt. Als Aufhängung wird lediglich eine Spiralbindung angeboten. Verschiedene Papiersorten stehen gar nicht zur Auswahl. Auf Wunsch kann nach Abschluss der Gestaltung noch eine Geschenkverpackung hinzugefügt werden – natürlich gegen einen Obolus von 1,90 Euro.

Photobox: Upload-Möglichkeiten
Vergrößern Photobox: Upload-Möglichkeiten

Bleibt man bei einem Standard-Kalender ohne viel Schnick und Schnack, belaufen sich die Kosten auf 16,90 Euro. Hinzu kommen Versandgebühren in Höhe von 4,90 Euro. Knapp 22 Euro muss man also bei PhotoBox für seinen persönlichen Fotokalender berappen – und bekommt dafür im Grunde nichts anderes, als bei anderen Anbietern auch. Nur teurer. Dafür lockt PhotoBox deutlich häufiger als andere mit Rabattcoupons – man muss also den richtigen Zeitpunkt treffen, um doch noch ein Schnäppchen zu machen. Bezahlen kann man wahlweise per Kreditkarte, PayPal, Rechnung, Lastschrift oder Sofortüberweisung. Außerdem gibt es die Option, sein Kundenkonto mit einem Guthaben aufzuladen.

Die Lieferzeiten scheinen bei PhotoBox ein größeres Problem zu sein. Zwar gibt der Hersteller selbst eine Produktionszeit von rund 3 Tagen, sowie eine Versandzeit von 3-4 Tagen an, zahlreiche Kunden berichten jedoch auch von 2 Wochen Warterei und mehr. Der Kundenservice ist in der Theorie zwar telefonisch und per Live-Chat erreichbar, gerade jetzt in der Vorweihnachtszeit scheint die Hotline aber dauerbesetzt und chronisch überlastet. Wer also nicht gerade seine 1-TB-Festplatte voller Fotos hochladen und in Kalendern verarbeiten möchte, kann genauso gut einen anderen Anbieter wählen.

Pro:

  • Einzigartig bequemer Bild-Upload

  • Gut verständlicher Online-Editor

  • Alle gängigen Bezahlmethoden werden akzeptiert

  • Viele Freiheiten beim Layout

Kontra:

  • Teilweise wird ein Kundenkonto vorausgesetzt

  • Aufpreis schon für kleinere Sonderwünsche

  • Zu lange Produktions- und Lieferzeiten

  • Schwer erreichbarer Kundenservice

  • Im Vergleich zu teuer

Daten:

Anbieter: PhotoBox ( www.photobox.de )
Produkt: Wandkalender A4
Preis: 16,90 Euro (+4,90 Euro Versand)
Lieferzeit: 6-7 Werktage

5) Snapfish – Der Discounter

Seit 2006 tummelt sich auch der US-Anbieter Snapfish auf dem deutschen Markt. Neben einer besonders großen Auswahl an Fotogeschenken aller Art, will er vor allem mit günstigen Preisen beeindrucken. „Normale“ Kalender gibt es bei ihm zum Beispiel schon ab 7,99 Euro. Unser Testprodukt – der klassische Wandkalender in A4 mit Spiralbindung – ist ab 14,99 Euro zu haben. Ein Standardpreis. Die Auswahl an Designs ist überschaubar: Der Kunde hat die Wahl zwischen 6 verschiedenen Designs, die jeweils mit bis zu drei Fotolayouts und maximal 5 Hintergründen erhältlich sind. Vom Hocker haut allerdings keines – gute Standardkost. Hat man hier seine Entscheidung getroffen und möchte mit dem Gestalten beginnen, wird man prompt dazu aufgefordert, ein Kundenkonto zu erstellen. Als zusätzlichen Anreiz verspricht Snapfish gleich noch 20 kostenlose Foto-Abzüge für jeden neuen Kunden – für die man aber natürlich den Versand selbst übernehmen muss. Was für ein Lockmittel. Zwar hat man an dieser Stelle noch die Option, die Gestaltung auch als Gast vorzunehmen; spätestens jedoch, wenn man den fertigen Kalender in den Einkaufswagen legen möchte, wird das Kundenkonto zur Pflicht. Sauerei.

Snapfisch: Die Startseite des Kalender-Druckers
Vergrößern Snapfisch: Die Startseite des Kalender-Druckers

Wen die Speicherung seiner Fotos und Daten nicht stört, der bekommt mit dem Kundenkonto nicht nur die erwähnten 20 Gratis-Fotoabzüge, sondern auch noch eine Software namens Picture Mover. Mit der sollen sich Fotos ohne großen Aufwand vom PC direkt zu Snapfish übertragen lassen. Zum Beispiel kann man festlegen, dass alle Bilder, die sich auf einer Speicherkarte befinden, bei deren Anschließen an den PC automatisch hochgeladen werden. Außerdem können Kunden hochgeladene Fotos auch mit anderen teilen und sie freigeben. Eine echte Social-Fotogeschenk-Plattform quasi.

Zurück zum Editor: Allzu viel gestalterische Freiheit lässt dieser nicht. Man hat die Wahl zwischen einigen, wenigen Hintergrundfarben und – je nach gewähltem Kalenderdesign – auch, wie viele Bilder pro Kalenderseite angezeigt werden sollen. Mehr nicht. Keine Textboxen, keine Cliparts, keine Rahmen. Verspielte Naturen werden hier nicht glücklich. Interessant dagegen ist die „Autofill“-Funktion: Hat man eine Reihe von Fotos hochgeladen, kann der Editor diese auf Wunsch zufällig auf die freien Bildflächen im Kalender verteilen. Auch die Nachbearbeitung der Bilder während der Gestaltung ist ansehnlich: Farbfilter, Helligkeitsanpassungen und eine automatische Farbkorrektur können vorgenommen werden – außerdem darf das Bild sogar nachträglich noch gedreht oder zurechtgeschnitten werden und rote Augen werden automatisch entfernt.

Beim Versand kassiert Snapfish am meisten ab: 4,99 Euro zahlt man für einen Kalenderversand innerhalb Deutschlands. Wer mehrere Kalender bestellt, zahlt für jeden weiteren nochmal 0,99 Euro - Wucher! Bezahlen darf man selbige auf drei Arten: Per Kreditkarte, PayPal oder Rechnung. Hinzu kommt eine angeblich reine Lieferzeit von 3-6 Werktagen, plus natürlich die Produktionszeit von 3-4 Arbeitstagen. Das überschreitet schnell eine ganze Woche. Leider kann das offenbar auch die Druckqualität nicht ganz wettmachen: Im Gegensatz zur Konkurrenz wirken die Farben bei Snapfish teilweise blass und wenig lebendig, auch wenn die Papierqualität nicht schlechter ist als anderswo, bemängeln Kunden. Unterm Strich ist Snapfish also gar nicht so günstig, wie es auf den ersten Blick scheint.

Der Kundenservice ist auf drei Wegen erreichbar: telefonisch, per Mail und per Live-Chat. Allerdings sind die Erreichbarkeitszeiten ein mehr als schlechter Scherz. Den Live-Chat gibt es lediglich montags bis freitags von 10 bis 14 Uhr, telefonisch ist man an den gleichen Tagen bis 16 Uhr erreichbar – also garantiert nicht dann, wenn Otto-Normal-Designer gerade Zeit hat, nach Feierabend an einem Fotokalender zu basteln. Schade.

Pro:

  • Einfacher Foto-Upload dank Picture Mover

  • Bilder können während der Gestaltung gut nachbearbeitet werden

  • Online-Editor ist einfach und übersichtlich

Kontra:

  • Ein Kundenkonto ist Pflicht

  • Sehr wenige gestalterische Freiheiten

  • Teurer Versand

  • Zu lange Versandzeit

  • Kundenservice kaum erreichbar

Daten:

Anbieter: Snapfish ( www.snapfish.de )
Produkt: Kalender Klassik „Natur“ A4
Preis: 14,99 Euro (+4,99 Euro Versand)
Lieferzeit: 6-10 Werktage

Fazit

Viele Fotokalender-Anbieter, viele Möglichkeiten. In unserem Test haben sich dennoch klare Sieger heraus kristallisiert. Die Nase vorn haben CEWE und Pixum – beide bieten das beste Preis-Leistungs-Verhältnis mit hervorragender Druckqualität zu günstigen Preisen. Einen Extra-Punkt gibt es allerdings für CEWE für die Möglichkeit der Abholung vor Ort – das spart nochmal Versandkosten.

Platz 3 belegt für uns die Kartenmacherei. Zwar sind die Produkte hier etwas teurer, dafür sind sie außergewöhnlich, von bester Qualität und vor allem blitzschnell im Briefkasten. Perfekt für Kurzentschlossene.

Auf den Plätzen 4 und 5 liegen – mit deutlichem Abstand – PhotoBox und Snapfish. Beide können trotz kleinerer Besonderheiten wie Foto-Uploader und Share-Funktion im Gesamtpaket nicht überzeugen: Zu teuer, zu lange Lieferzeiten, keine Produkte mit dem „gewissen Etwas“. Da geht es einfach besser und billiger. Wenn Sie sich nun übrigens für einen Wandkalender – oder ein anderes Fotogeschenk – zu Weihnachten entschieden haben, sollten Sie sich beeilen: Die meisten Anbieter haben wegen der großen Nachfrage strengere Bestellfristen, damit noch alles rechtzeitig unterm Baum liegt.

Tipp: Eine schöne Idee ist alternativ zum Fotokalender auch das Erstellen eines Foto-Mosaiks. Das geht selbst mit Freeware wie Fotomosaik Edda. Das Ergebnis können Sie bei einem der Anbieter in groß und hoher Qualität ausdrucken lassen.

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