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Fotografieren mit Teleobjektiven

29.03.2007 | 10:36 Uhr |

Mit Teleobjektiven können Sie nicht nur größere Distanzen überbrücken und somit auch weit entfernte Objekte formatfüllend abbilden. Wir zeigen Ihnen, wie Sie telezaubern.

Wenn Sie an Ihr Motiv nicht nahe genug herankommen, sollten Sie zu längeren Objektivbrennweiten greifen: Entweder, indem Sie Ihr Motiv mit dem an vielen Kameras vorhandenen Objektiv mit variabler Brennweite heranzoomen oder Sie greifen gezielt zu einem Teleobjektiv mit Festbrennweite. Tier- und Sportfotografen wären ohne diese langen Brennweiten kaum in der Lage, ihre Motive formatfüllend zu fotografieren, da sie fast zwangsläufig Abstand halten müssen. Solche Distanzen müssen mit optischer Hilfe überwunden werden, das Teleobjektiv übernimmt hier die Funktion eines Fernglases.

Wie beim Vorbild ist der Bildwinkel eines Teleobjektivs deutlich kleiner als der von Objektiven kürzerer Brennweite. Das bewirkt auch, dass das Motiv deutlich größer abgebildet wird, als das bei der gleichen Aufnahme mit einer kürzeren Brennweite der Fall wäre. Auch lassen sich durch den Einsatz dieser Objektive störende Bildbereiche im Vordergrund einfach ausblenden.

Veränderter Raumeindruck: Im Gegensatz zu Aufnahmen, die mit Normal- oder Weitwinkelobjektiven entstanden sind, erwecken Teleaufnahmen den Eindruck, als ob die Objekte im Hintergrund näher herangeholt worden seien. Im langen Brennweitenbereich verschwinden Größenunterschiede zwischen Objekten im Vorder- und Hintergrund, die im Normal- oder Weitwinkelbereich deutlich zu sehen wären. Vorhandene Entfernungen zwischen Objekten werden durch die optisch stark verminderte Raumtiefe einer Teleaufnahme unsichtbar und ergeben so reizvolle Motive.

Der gezielte Einsatz von langen Brennweiten kann also aus einem eher langweiligen Durchschnittsmotiv eine überraschende Bildkomposition machen – Sie sollten dies aber nicht überstrapazieren. Nicht jedes Motiv lässt sich allein durch den Griff zur langen Brennweite schön und interessant machen. Suchen Sie ungewöhnliche Blickwinkel, variieren Sie die Brennweiten, fotografieren Sie nicht nur mit der Sonne im Rücken! Diese Regeln gelten immer, denn die Kamera kann nur das Motiv aufnehmen, das der Fotograf vorher auch als solches wahrgenommen hat. Mit „Einfach draufhalten und abdrücken“ werden Sie nur in seltenen Fällen achtbare Ergebnisse erzielen.

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