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Fotografieren in eisigen Höhen

22.12.2005 | 15:23 Uhr

Wind, Kälte und extreme Lichtverhältnisse - das Fotografieren in Eis und Schnee verlangt Ihnen einiges ab. Wertvolle Tipps für diese Wintersaison.

Fotos & Tipps von Christian Rottenegger


Es klingt paradox, aber Fotos von hellen, reflektierenden Motiven wie Schnee und Eis werden keineswegs über-, sondern grundsätzlich unterbelichtet, wenn Sie die Belichtung der Kameraautomatik überlassen.

Grund: Der Belichtungsmesser interpretiert solche Flächen als extrem helle Lichtsituation, der er mit einer (zu) weit geschlossenen Blende entgegenwirken muss. Er erreicht damit zwar den Grauwert des Standardbildes, auf den er geeicht ist - für eine winterliche Szenerie ist das Bild aber zu dunkel.

Nehmen Sie deshalb bei jeder Schneeaufnahme eine Belichtungskorrektur vor, unbedingt auch an stark bewölkten Tagen! Erweitern Sie die Blende dazu manuell um eine halbe bis eineinhalb Stufen, oder wählen Sie den Modus "Schnee" beziehungsweise "Strand". Wie stark Sie korrigieren müssen, hängt neben den Lichtverhältnissen auch vom Film beziehungsweise der Digitalkamera ab. Schießen Sie daher zur Sicherheit von besonders schönen Motiven Belichtungsreihen mit unterschiedlichen Belichtungseinstellungen.

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