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Fotos präsentieren

17.04.2009 | 11:36 Uhr |

Mit einem digitale Bilderrahmen und einem gedruckten Fotobuch zeigen Sie die schönsten Fotos abseits des PC-Bildschirms. Wir geben Tipps zur richtigen Auswahl.

Digitale Fotorahmen sowie gedruckte Fotobücher sind echte Verkaufsschlager. Wahrscheinlich liegt es am Wunsch, Bilder in den Vordergrund und die Technikflut in den Hintergrund zu drängen. Sowohl bei Fotobüchern als auch Bilderrahmen spielt der PC zur Präsentation der schönsten Fotos nämlich eine untergeordnete Rolle. Lesen Sie, welche der Präsentationsmethoden Ihre Ansprüche am besten erfüllt.

Fotobücher
Wenn Sie Freunde mit Ihren Bildern beeindrucken wollen, verschenken Sie doch einfach ein Fotobuch.

Gedruckt statt am Monitor
Das traditionelle Fotobuch, in das die Familie Erinnerungsbilder eingeklebt hat, ist ein Relikt von gestern. Heute sind Fotoalben hip, die Sie am PC gestalten und bei einem Fotodienstleister ausgeben lassen. Heraus kommen – gute Fotos und genügend kreatives Potenzial vorausgesetzt – sehenswerte Fotobücher, die einen überaus wertigen Eindruck hinterlassen können. Setzen Sie Ihre Fotos passend in Szene, und gestalten Sie ein elegantes Fotobuch. Als Zutaten benötigen Sie außer Ihrem PC und den Bildern nur eine Fotobuchgestaltungs-Software. Letztere erhalten Sie kostenlos auf der Website des Fotobuchanbieters. Vorteile gibt es viele. Zum einen lassen sich mehrere identisch gestaltete Fotoalben bestellen, etwa wenn mehrere Personen ein Fotobuch als Geschenk bekommen sollen. Außerdem fallen die Bilder auch nach häufigem Ansehen nicht aus dem Album heraus und bekommen keine Eselsohren.

So läuft die Bucherstellung
Nach dem Download und der Installation der Album-Software können Sie sofort loslegen und die gewünschten Bilder in die Vorlagen des digitalen Fotobuchs einsetzen. Anschließend wird die befüllte Vorlage online an den Anbieter übermittelt oder auf eine CD gebrannt und eingeschickt. Die dritte Möglichkeit: Befindet sich Ihr Buchwunschanbieter in der Nähe, können Sie die CD direkt in der Filiale abgeben.

Einband, Buchbindung und Formate
Die Hersteller bieten für den Umschlag verschiedene Varianten wie Soft- und Hardcover an. Die günstigste ist das Softcover. Dabei handelt es sich um einen recht flexiblen Halbkarton, der sich einrollen lässt. Für ein besonderes Geschenk sind die Angebote mit dem höherwertigen, deutlich robusteren, aber auch entsprechend teureren Hardcover-Einband aus Karton empfehlenswert. Gegen Aufpreis finden auch Leinen, Seide, Samt, Leder oder Plexiglas Verwendung. Besonders wichtig ist die Art der Buchbindung. Sie wirkt sich auf das Aussehen, den Preis und die Lieferzeit aus. Die Produktion genähter Fotobücher dauert am längsten, da die einzelnen Bünde aufwendig miteinander verflochten werden. Angeboten werden die Bücher typischerweise in A4- und A5-Größen – sowohl hoch als auch quer – sowie in quadratischen Formaten. Auch übergroße Fotobücher mit 30 x 30 oder 40 x 30 Zentimetern sind zu haben, jedoch schlägt sich die Übergröße in deutlich höheren Kosten nieder.

Nutzen Sie die Möglichkeit, sich auf den Anbieter-Websites vorab Beispiele anzusehen.
Vergrößern Nutzen Sie die Möglichkeit, sich auf den Anbieter-Websites vorab Beispiele anzusehen.
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Zeit für die Gestaltung einplanen
Nachteile gibt es natürlich auch: Ein wenig Zeit kostet das Gestalten des Fotobuchs schon, vor allem weniger versierte Nutzer sollten mit einer Einarbeitungsphase rechnen. Denn: Wenn Sie schon bereit sind, 30, 60 oder 90 Euro für ein gedrucktes Album zu investieren, sollten Sie sich bei der Inhaltsgestaltung Zeit lassen. Die Albumgestaltungs-Software ist das zentrale Element eines digitalen Fotobuchservices. Sie kann bei allen Anbietern gratis heruntergeladen werden. Die Programme lassen dem Benutzer viele kreative Freiheiten. Variabel sind Buchgröße, der Einband, das Fotoformat, die Seitenanzahl sowie das Gestalten der einzelnen Seiten bezüglich Anordnung der Fotos, des Textes, der Schriftart oder des Hintergrunds. Die Vorgehensweise zum Erstellen eines Albums ist bei allen Programmen ähnlich. Zuerst wählt der Nutzer das passende Format aus. Gleichzeitig wird der Seitenumfang des Buchs festgelegt und anschließend die Bilder in die Software übertragen.

Es braucht gute Bilder
Die Bildqualität der gedruckten Fotobücher ist normalerweise auf einem sehr guten Niveau. Wie gut das Fotobuch schließlich wird, hängt natürlich auch von der Qualität Ihrer Aufnahmen ab. Dabei spielt auch die Auflösung eine Rolle: Ist sie zu gering oder ragt das Foto ungewollt über den Seitenrand hinaus, kann es zu Problemen kommen. Daher geben die Buchgestaltungsprogramme in solchen Fällen Warnhinweise aus, die Sie studieren sollten. Schöne Fotos brauchen Raum, um zu wirken. Ist für die Bilder zu wenig Platz vorhanden, leidet der Gesamteindruck des Buchs. Vollgepackte Seiten sehen überladen aus. Bei manchen Anbietern kann Ihre gebundene Fotosammlung maximal 250 Seiten dick sein. Natürlich schlägt sich die Seitenzahl auf die Gesamtkosten nieder. Prinzipiell lässt sich bei allen Anbietern die angegebene Mindestzahl an Seiten um zusätzliche Blätter und gegen einen Aufpreis erweitern. Weitere Informationen finden Sie direkt auf den Sites des entsprechenden Fotobuchservices.

Tipps für die Gestaltung
Das Anfertigen eines großen Fotobuchs erfordert sehr viel Zeit und Geduld. Folgende Tipps helfen, die Qualität zu verbessern und den Aufwand zu minimieren:
Suchen Sie sich vorab die Bilder aus, die in Ihr Fotobuch sollen. Speichern Sie diese in einem separaten Ordner. Auch Andenken wie Eintrittskarten oder Flugtickets können Sie in Ihrem Fotobuch verewigen. Statt diese einzukleben, scannen Sie die Mitbringsel in hoher Auflösung ein. Planen Sie für die Anordnung der Bilder im Fotobuch genug Zeit ein. Erfahrungsgemäß dauert der Vorgang zwei bis fünf Stunden. Falls Sie Ihre Bilder mit Texten beschriften, schreiben Sie diese zuerst in Word oder Open Office und überprüfen Sie per Rechtschreibkontrolle die korrekte Schreibweise. Der Einband ist die Visitenkarte des Buchs. Überlegen Sie deshalb, was Sie mit dem Umschlag ausdrücken wollen. Auf einem Hardcover-Einband können Sie zudem ein bis zwei Bilder auf die Vorder- und Rückseite drucken lassen. Nutzen Sie auf den Buchseiten gezielt verschiedene Fotogrößen. Das erzeugt Abwechslung. Eine gute Gestaltungs-Software ermöglicht auch das Schrägstellen, Überlappen oder Zoomen der Fotos.

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