Ratgeber Internet

Foren/Usenet-Newsgroups

KINDERSTUBE VERGESSEN
In Usenet-Newsgroups oder Webforen diskutieren Leute über allerlei Themen. Wo aber Menschen zusammenkommen, wird auch gelegentlich gezankt. Die Gefahr eines so genannten Flamewars verstärkt sich in Foren und Newsgroups dadurch, dass jeder allein an der Tastatur sitzt und sich nicht bewusst ist, dass später theoretisch die ganze Welt das lesen kann, was man im Affekt auf solchen Nachrichtenbrettern veröffentlicht. Halten Sie sich also zurück, falls Sie den Drang haben, Behauptungen oder Beleidigungen loszuwerden, auch wenn Sie durch andere vorangegangene Sticheleien dazu provoziert wurden. Verbale Ausrutscher können üble Folgen haben – Google vergisst nie!
MIT PROFIS STREITEN
In vielen Diskussionsforen gibt's so genannte Regulars. Damit werden Benutzer bezeichnet, die über einen langen Zeitraum regelmassig dort sind und sich in dem besprochenen Thema gut auskennen. Manchmal haben Regulars auch eine Moderatorenfunktion. Weil ein Regular sein Lieblingsforum ein wenig als sein Zuhause betrachtet, ist er darauf bedacht, dieses einigermaßen sauber zu halten. Es wird ihm nicht gefallen, immer wieder dieselben Fragen zu lesen und zu beantworten. Deshalb tun sich die Regulars eines Forums oft zusammen und stellen gemeinsam eine FAQ (Frequently Asked Questions) ins Netz, welche die am häufigsten gestellten Fragen zum Thema dieses Forums beantworten soll. Ist jemand neu und stellt eine solche Frage, wird er von einem Regular auf die FAQ aufmerksam gemacht.
Tipp: Nehmen Sie solche Hinweise nicht persönlich. Lesen Sie stattdessen die Tipps, die man Ihnen gibt. Streiten Sie nicht mit Menschen herum, die vermutlich mehr wissen als Sie.
KLAUEN STATT KAUFEN .Hallo, ich suche einen gültigen Lizenz-Key für diese Software, ist dann und wann in Newsgroups, Diskussionsforen oder gar Supportforen zu lesen. Falls Sie mit dem Gedanken spielen, eine kostenpflichtige Software gratis zu benutzen, sehen Sie bitte davon ab, eine solche Frage in einem Forum zu stellen – womöglich sogar ausgerechnet im Supportforum des Herstellers! Erstens ist das, was Sie anstreben, nicht legal und zweitens ernten Sie vermutlich dutzende empörter Kommentare und Mails.
NACH VIREN FRAGEN
Sowohl im Usenet als auch im Web gibt's viele Gruppen bzw. Foren zum Thema Computersicherheit und Virenbekämpfung. In solchen Foren tauchen immer wieder Anwender auf, die darum bitten, ihnen Viren zu schicken. Die Begründungen sind vielfältig: Die einen behaupten, sie sammeln diese Schädlinge, andere wiederum wollen damit ihre Virenscanner testen. Sollten Sie selbst auf die Idee kommen, auf diesem Weg nach Schädlingen zu suchen, tun Sie es bitte nicht. Denn wenn verantwortungsvolle Leute in diesem Forum tätig sind, werden Sie statt der erwünschten Viren nur Häme und erboste Reaktionen ernten.
Der Grund: Computerviren gehören nur in die Hände echter Experten, die z.B. bei Antivirenfirmen arbeiten. Nur diese können eine sichere Umgebung schaffen, in der sie die Schädlinge untersuchen können. Mochten Sie wissen, wie gut Ihr Virenscanner bei seiner Arbeit abschneidet, lesen Sie Testberichte oder sehen Sie sich nach einer kostenlosen Registrierung die Resultate beim Virusbulletin an. Beide führen regelmäßig Virenerkennungstests durch. Mochten Sie herausfinden, ob Ihr Virenscanner überhaupt arbeitet und wie er auf einen Virenfund reagiert, verwenden Sie hierfür eines der harmlosen Eicar-Testfiles, die eigens für diesen Zweck geschaffen wurden. Sie finden diese bei www.eicar.org/anti_virus_test_file.htm.
WERBUNG MACHEN
Jeder, der ein eigenes Online-Gästebuch, Weblog (Online-Tagebuch) oder Forum betreibt, kann ein Liedchen davon singen: Immer wieder tauchen Störenfriede auf, die nichts anderes im Sinn haben, als in diesem Forum, Gästebuch oder Blog für ihre Produkte zu werben. Nicht selten handelt es sich bei solcher Werbung zudem um schmuddelige, zweifelhafte oder gar illegale Angebote. Wer es nötig hat, aufdringliche Werbung in Gastebücher etc. zu spammen, erscheint erstens sehr unseriös und nervt zweitens die anderen Benutzer. Die gute Nachricht: Die meisten Betreiber von Weblogs & Co. entfernen solche Werbebotschaften sehr schnell von ihren Seiten.
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