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Font mit passenden Zeichen finden

Sie arbeiten mit fremdsprachigen Texten. Dazu benötigen Sie einen Font, der die darin enthaltenen Zeichen auch darstellen kann. Statt der Buchstaben sehen Sie aber oft nur Kästchen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie dieses Problem lösen können.

Anforderung:

Fortgeschrittener

Zeitaufwand:

Mittel

Problem:

Sie arbeiten mit fremdsprachigen Texten. Dazu benötigen Sie einen Font, der die darin enthaltenen Zeichen auch darstellen kann. Statt der Buchstaben sehen Sie aber oft nur Kästchen.

Lösung:

Grob gesagt gilt, dass eine Schriftartendatei desto mehr Zeichen enthält, je größer sie ist. Öffnen Sie also in der Systemsteuerung per Doppelklick den Ordner "Schriftarten", und stellen Sie im Menü "Ansicht" die Option "Detail" ein. Durch zwei aufeinander folgende Klicks auf den Spaltenkopf "Größe" sortieren Sie die Fonts absteigend nach Dateiumfang. Haben Sie Office ab Version XP und keine zusätzlichen Fonts installiert, wird die Liste durch "Arial Unicode MS Standard" angeführt. Stellen Sie diese Schrift in Ihrer Textverarbeitung, im Editor oder im Mailprogramm ein, um eine möglichst große Auswahl an Zeichen zu bekommen. Mit den nur wenig kleineren folgenden Schriftdateien sind Sie ebenfalls gut bedient.

Einige der großen Fontdateien enthalten allerdings außer Ascii- nur chinesische Schriftzeichen - etwa "SimHei". Hier gibt es nicht einmal deutsche Umlaute. Mit Hilfe des englischsprachigen Tools :Listfont können Sie gezielt ermitteln, welche Zeichen in einem Font enthalten sind. Nach einem Klick auf das Plus-Zeichen neben einem Schriftnamen in der linken Spalte erhalten Sie eine Baumansicht der unterstützten Sprachen. Über den Button "Load Font" können Sie auch eine nicht installierte Fontdatei untersuchen. Wenn Sie Schriftarten für eine bestimmte Sprache suchen, gehen Sie umgekehrt vor: Stellen Sie unter "Character Set" einen bestimmten Zeichensatz ein, erscheinen in der linken Spalte nur noch die Fonts, die ihn unterstützen.

Das Programm, mit dem Sie dabei arbeiten, muss Unicode beherrschen. Das ist etwa bei Microsoft Office ab Version 2000, Open Office und unter Windows 2000/XP auch für Notepad und Outlook Express der Fall. Die Importfilter der Office-Pakete bieten gegenüber den mit Windows gelieferten Programmen einen Vorteil: Beim Öffnen von Textdateien mit Unicode-Zeichen wechseln sie automatisch in einen passenden Font, falls bestimmte Zeichen in der voreingestellten Schriftart nicht enthalten sind.

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